Plöcken verbindet römische Geschichte, Erinnerungsorte und Geologie mit einem klaren Schwerpunkt auf Bewegung in den Bergen. Plöcken, die umliegenden Berge und das Angerbachtal bilden ein kompaktes Erholungsgebiet für Wanderer und Kletterer. Für die Planung eines Aufenthalts lohnt es sich, zuerst die gewünschten Themen zu ordnen: Soll die Zeit vor allem den historischen Orten, einer Wanderung oder dem Cellon gelten? Wer eine Ferienwohnung in Plöcken sucht, kann diesen Schwerpunkt als Ausgangspunkt für die eigene Tagesplanung nehmen, statt alle Themen in ein einziges Programm zu pressen.
Römische Geschichte und Erinnerungskultur
Plöcken wurde vor über 2.000 Jahren erschlossen. Die Römer errichteten dort die Via Iulia Augusta als direkte Verbindung von Aquileia nach Norden. Damit reicht die Geschichte des Ortes über die neuzeitlichen Erinnerungsorte hinaus: Die römische Straße steht für einen frühen Verkehrsbezug, während Kapelle, Gedenkfeier und Freilichtmuseum andere historische Themen aufgreifen.
Das Freilichtmuseum des Gebirgskrieges bewahrt historische Verteidigungsstellungen und dient zugleich als Mahnmal gegen den Krieg. Der Sektor am Kleinen Pal umfasst zahlreiche restaurierte österreichisch-ungarische und italienische Stellungen. Die beiden nationalen Zuordnungen ermöglichen eine mehrperspektivische Betrachtung der Stellungsgeschichte; die Funktion als Mahnmal richtet den Blick außerdem auf das Gedenken gegen den Krieg.
Die Gedächtniskapelle am Plöckenpass wurde am 29. Juni 1929 eingeweiht. Die Plöcken-Gedenkfeier findet alljährlich Ende August statt; der genaue Termin kann variieren. Wenn die Feier für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie vor der Festlegung des Aufenthalts das konkrete Datum.
Wanderung, Themenweg und Cellon
Der Themenweg am Plöckenpass behandelt Alpingeschichte, den Ersten Weltkrieg und die lokale Geologie. Damit bündelt er verschiedene Blickwinkel, die auch bei der Wahl eines Aufenthaltsschwerpunkts eine Rolle spielen: Geschichte und Naturkunde stehen nicht getrennt voneinander, sondern gehören beide zum Themenangebot rund um Plöcken.
Bei der Wanderung auf den Kleinen Pal führt der Aufstieg über den Landsturmweg, der Abstieg über die MG-Nase. Für die Tourenplanung ist diese Unterscheidung konkret: Der Aufstiegsweg und der Weg für den Abstieg sind benannt und lassen sich in dieser Reihenfolge einplanen.
Am Cellon begegnen sich zwei unterschiedliche Themenfelder. Die Lawinenrinne zeigt auf einer Strecke von etwa 60 Metern Gesteine aus dem Ordovizium, Silur und Devon. Der historische unterirdische Klettersteig am Cellon ist 180 Meter lang und weist einen Höhenunterschied von 117 Metern auf. Länge und Höhenunterschied beschreiben zwei verschiedene Maße dieser Route. Für die Begehung werden ein Klettersteigset, eine Stirnlampe und ein Steinschlaghelm dringend empfohlen. Prüfen Sie vor der Nutzung die technischen Bedingungen.
Anreise zum Kleinen Pal planen
Für die Wanderung auf den Kleinen Pal ist die Anreise mit der Bahn nach Oberdrauburg von Lienz oder Villach möglich; alternativ können Sie von Villach nach Hermagor fahren. Von Oberdrauburg beziehungsweise Hermagor fährt ein Bus nach Kötschach-Mauthen. Anschließend bestehen je nach Saison und Verfügbarkeit Rufbus- oder Taximöglichkeiten zum Plöckenpass oder zum Plöckenhaus. Prüfen Sie vor der Reise die Fahrpläne und die saison- sowie verfügbarkeitsabhängigen Möglichkeiten für diese letzte Etappe. So können Sie die Anreise in Ihre Tourenplanung einbeziehen, ohne die unterschiedlichen Verkehrsmittel und Anschlussmöglichkeiten aus dem Blick zu verlieren.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kötschach-Mauthen.