Für eine Reise nach Kraig geben zwei Themen eine klare Richtung: die Geschichte der Burganlagen und Wege zu Kulturdenkmälern. Dabei stehen nicht nur Ruinen im Mittelpunkt. Eine Kapelle, ein mittelalterliches Aquädukt und der Kraiger See ergänzen das Bild um Baugeschichte, Wasserführung und Landschaft.
Burgen, Baugeschichte und Landschaft
Der volkstümliche Ausdruck „Kraiger Schlösser“ bezeichnet die Burganlagen von Frauenstein bis Kraig. Gemeint ist eine Gruppe von Anlagen, nicht nur ein einzelnes Schloss. Die Bezeichnung begegnet zugleich im Namen des Landschaftsschutzgebiets. Das Gebiet um die Kraiger Schlösser wurde in den 1970er Jahren zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Der Kraiger See liegt im 532 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Kraiger Schlösser“. So stehen Burggruppe und Landschaftsschutz in Kraig als unterschiedliche Bezugspunkte nebeneinander. Umgerechnet umfasst das Landschaftsschutzgebiet 5,32 Quadratkilometer – dieselbe Fläche, nur in einer anderen Einheit.
Von Niederkraig ist nur noch die Burgruine erhalten; sie liegt in dicht bewaldetem Gebiet. In der Ruine befindet sich die Johannes-Nepomuk-Kapelle. Sie entstand 1730 durch den Umbau eines Rundturms. Für die Baugeschichte ist diese Umgestaltung ein besonderes Detail: Die Kapelle geht auf einen bereits vorhandenen Turm zurück. Die Burgruine Hochkraig bildet einen anderen Akzent; sie ist klein und sehenswert.
Ein mittelalterliches Aquädukt im Wald trug die Wasserleitung zwischen Hochkraig und Niederkraig. Damit kommt zu den Burganlagen und der Kapelle eine weitere Art historischer Spur hinzu: ein Bauwerk der Wasserversorgung. Das Aquädukt steht für die Wasserführung zwischen den Orten, während die Kapelle aus dem Umbau eines Rundturms hervorging.
Auch zeitlich lassen sich diese Themen unterscheiden: Das Aquädukt gehört ins Mittelalter, der Rundturm wurde 1730 zur Kapelle umgebaut, und das Gebiet um die Kraiger Schlösser wurde in den 1970er Jahren zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Die Angaben betreffen verschiedene Teile der Bau- und Landschaftsgeschichte.
Wanderwege mit unterschiedlichen Zielen
Markierte Wanderwege verlaufen an Kulturdenkmälern vorbei – von den Kraiger Schlössern über weitere Ruinen bis zum Schloss Frauenstein. Diese breitere Folge markierter Kulturdenkmäler bildet einen anderen Maßstab als die konkret benannten Wege mit ihren jeweiligen Zielen.
Eine Wanderung zu den Kraiger Schlössern beginnt am Schloss Frauenstein und führt über den Panoramaweg weiter zum Kraiger See. Ein Spaziergang entlang der Kraiger Schlösser führt dagegen zur Propsteikirche Kraig. Die Zielpunkte unterscheiden sich also: Der See gehört zur Wanderung über den Panoramaweg, die Propsteikirche zum Spaziergang; Schloss Frauenstein ist für die Wanderung zugleich der genannte Startpunkt. So können Sie die Wegoptionen nach dem gewünschten Ziel vergleichen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Veit An Der Glan.