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Mallnitz verbindet klar benannte Wege mit sichtbaren Spuren älterer Verkehrs- und Kulturgeschichte. Dazu kommen das BIOS Nationalparkzentrum mit seiner thematischen Ausstellung und das Tauernbad mit Sauna. Wer einen Aufenthalt plant, kann deshalb zwischen Touren, Geschichte und einem Wellness-Schwerpunkt abwägen, statt die Reise auf eine einzige Aktivität auszurichten. Der ICE-Bahnhof Mallnitz-Obervellach liegt direkt am Ortseingang.

Wege mit unterschiedlichen Zielen

Die Start- und Zielpunkte der beschriebenen Wege unterscheiden sich deutlich. Der Naturlehrweg Seebachtal führt vom Infostand am Stappitzer See bis zur Schwussnerhütte. Der Rabischschlucht-Rundweg verläuft vom Beginn des Dösentals über Haus Huber nach Lassach. Die Hüttentour Häusleralm beginnt am Sportplatz in Mallnitz und führt über den Dlaskawald und Lemperleboden zur Häusleralm. Für die Römerstraße Mallnitzer Tauern sind der Parkplatz Jamnigalm sowie Wirtriegel, Laschgwald und Glitschboden als Folge bis zum Tauernkreuz genannt. Der Blockgletscherweg Dösental führt vom Arthur-von-Schmidhaus zur Mallnitzer Scharte.

Der Rabischschlucht-Rundweg ist ausdrücklich als Rundweg bezeichnet; bei den anderen genannten Wegen stehen Start und Ziel im Vordergrund. Das bietet einen konkreten ersten Vergleich für die Tourenwahl: Entscheidend ist, welcher Ausgangspunkt und welches Ziel zu Ihrem geplanten Ausflug passen. Die Routen führen dabei zu unterschiedlichen benannten Orten, von Lassach und der Häusleralm bis zur Schwussnerhütte, zum Tauernkreuz oder zur Mallnitzer Scharte.

Römerwege und historische Spuren

Die Verkehrsgeschichte zeigt sich in mehreren unterscheidbaren Formen. Unter römischer Herrschaft wurden über den Korntauern und den Mallnitzer Tauern befahrbare Straßen angelegt; ihre Reste sind noch heute deutlich im Gelände ablesbar. Davon lässt sich der historische Römerweg über den Hohen Tauern nach Böckstein unterscheiden: Er folgt alten Handelswegen, führt am Tauernsee vorbei und verbindet Natur- und Kulturlandschaft.

Ein weiterer historischer Bezug ist der Fund einer keltischen Silbermünze am Mallnitzer Tauern. Er gilt als Beleg für die Anwesenheit der Kelten auf Mallnitzer Boden. So begegnet Geschichte hier sowohl in sichtbaren Straßenresten als auch in archäologischen Spuren. Wer sich für Architektur jüngerer Zeit interessiert, findet einen anderen zeitlichen Anknüpfungspunkt an der Christkönigskirche Mallnitz: Sie wurde 1974/75 nach den Plänen des Architekten DI Kurt Miessler unter Pfarrer Jakob Santer errichtet.

Ausstellung und Angebote im BIOS

Im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz zeigt die Ausstellung „univerzoom nationalpark“ zahlreiche Erlebnisstationen. Zu den Themen gehören Bergstürze, Wildnis und eine artenreiche Tierwelt. Interaktive Führungen ergänzen den Ausstellungsbesuch; für Gruppen ist eine Voranmeldung erforderlich. In den Forscherwerkstätten „rangerlabs“ werden außerdem Workshops angeboten. Auch für Gruppenworkshops ist eine Voranmeldung nötig. Damit stehen im BIOS sowohl die Ausstellungsthemen als auch angeleitete Formate im Mittelpunkt.

Tauernbad und Anreise

Ein anderer Schwerpunkt ist das Tauernbad Mallnitz: Der Zugang zum Bad und zur Sauna wurde nach dem Umbau im Herbst 2017 barrierefrei gestaltet und ist für alle Gäste erreichbar. Das ergänzt die Auswahl neben den Wegen und Kulturthemen um ein Wellnessangebot.

Legen Sie zunächst fest, welche Route oder welches Erlebnis Ihren Aufenthalt prägen soll, und beziehen Sie den jeweiligen Startpunkt in Ihre Planung ein. Der ICE-Bahnhof Mallnitz-Obervellach liegt direkt am Ortseingang; prüfen Sie den Fahrplan passend zu Ihren Reisedaten, da sich Verkehrsinformationen saisonal ändern können.

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