Das Millstätter Fastentuch aus dem Jahr 1593 misst mehr als 50 Quadratmeter und zählt nach dem Gurker Fastentuch von 1458 zu den größten erhaltenen Leinwandbildern des gesamten Alpenraums. Es ist ein eindrucksvoller Einstieg in Millstatts Stiftsgeschichte, die sich auch an der Architektur und den Kunstwerken der Stiftskirche ablesen lässt.
Stiftsgeschichte und Kunst in Millstatt
Der Bau der Stiftskirche Millstatt begann um 1130. Um 1170 wurde er mit dem doppeltürmigen Westwerk und der Vorhalle abgeschlossen. Die Kirche beherbergt außerdem ein Weltgerichts-Fresko von Urban Görtschacher aus der Zeit um 1518. So stehen Baugeschichte und ein konkretes Werk der spätmittelalterlichen Kunst als unterschiedliche Zugänge zur Stiftskirche nebeneinander.
Auch der Kreuzgang ist ein bedeutendes kunsthistorisches Thema: Wegen seiner Bauplastik zählt er zu den bedeutendsten romanischen Kunstdenkmälern Österreichs. Das Stiftsmuseum Millstatt bietet dazu einen umfassenden Überblick über die Geschichte Millstatts und die damit in Beziehung stehenden Kulturgüter. Wer einzelne Bau- und Kunstwerke mit einem breiteren Blick auf den Ort verbinden möchte, findet hier zwei unterschiedliche Schwerpunkte.
In Millstatt finden kulturelle Veranstaltungen wie die Musikwochen Millstatt und das Internationale Gitarrenfestival statt. Programme und Termine unterscheiden sich. Wenn eine dieser Veranstaltungen für Ihre Reise ausschlaggebend ist, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.
Villenweg, Wanderungen und Golf
Der Villenweg führt als Route auf eigene Faust durch Millstatt und entlang von 20 Villen aus der Zeit der kaiserlichen Sommersitze. Anders als der Blick auf ein einzelnes Stiftsgebäude richtet sich der Weg damit auf eine ganze Reihe von Villen und deren gemeinsamen historischen Kontext. Die Route lässt sich als eigener Schwerpunkt neben den kunsthistorischen Themen des Stifts betrachten.
Millstatt ist außerdem ein Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Via Paradiso. Eine andere Form aktiver Freizeit bietet der Golfplatz hoch über dem Millstätter See: Er liegt in den Bergen und ist ein anspruchsvoller, sehr hügeliger 18-Loch-Platz. Damit stehen Wanderungen und eine ausdrücklich hügelige Golfanlage als unterschiedliche Möglichkeiten im Reiseprogramm. Der Betrieb des Golfplatzes kann saisonal variieren; prüfen Sie vorab, ob das Angebot zu Ihrem Reisetermin passt.
Auch der See lässt sich mit dem Linienschiff erkunden. Da die Fahrpläne saisonal sind, empfiehlt es sich, sie vor der Reise zu prüfen. So können Sie die Schifffahrt als eigene Möglichkeit zur Erkundung des Millstätter Sees einordnen, ohne sie mit den Wander- oder Golfoptionen gleichzusetzen.
Ein markanter Sprungturm am Strandbad
Im Strandbad von Millstatt steht ein denkmalgeschützter Sprungturm aus dem Jahr 1930. Zu seinen Merkmalen gehören Plattformen in drei, fünf und zehn Metern Höhe sowie eine kleine und eine große Rutsche. Da der Betrieb des Strandbads saisonal sein kann, prüfen Sie für Ihren Reisetermin, ob das Angebot dann nutzbar ist.
Für die Planung können Sie die Themen nach ihrem Charakter ordnen: Stiftskirche, Kreuzgang, Museum und Veranstaltungen bilden den kulturellen Schwerpunkt; Villenweg, Via Paradiso, Golfplatz und Linienschiff eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten für Aktivitäten. Bei Veranstaltungen, Fahrplänen sowie saisonalem Golf- und Strandbadbetrieb lohnt sich jeweils ein Blick auf die konkreten Termine.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spittal An Der Drau.