Stuben eröffnet einen Blick auf die Geschichte der Marktgemeinde Weißenstein: Hier steht der Strasserhof, das älteste Anwesen der Gemeinde, und am Römerweg lag einst der Sitz eines ortenburgischen Pflegegerichts. Ein anderer Schwerpunkt reicht über Stuben hinaus: Die Skulpturenstraße der Krastaler Künstlerinnen und Künstler führt durch das Krastal bis zum Ossiacher See. Dazu kommen eine Gärtnerei mit Besuchseinladung sowie Rad- und Wanderthemen, für die Weißenstein wirbt.
Ortsgeschichte zwischen Anwesen und Verwaltung
Der Strasserhof in Stuben ist das älteste Anwesen der Gemeinde Weißenstein. Der Superlativ bezieht sich auf die Gemeinde; Stuben ist der benannte Standort des Anwesens. Am Römerweg war Stuben Sitz des ortenburgischen Pflegegerichts für die Ämter Fresach und Weißenstein. In dieser historischen Rolle erscheint der Ort nicht nur als Standort eines einzelnen Anwesens, sondern auch als Sitz einer Einrichtung mit Zuständigkeit für zwei Ämter. Strasserhof und Pflegegericht verweisen damit auf unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte: auf ein hervorgehobenes Anwesen und auf eine Verwaltungsfunktion mit einem größeren Zuständigkeitsbereich.
Das ehemalige Abschütthaus ergänzt den Blick um Verwaltung und Abgabenwirtschaft. Es war ein Amtshaus und diente als Speicher für Getreideabgaben; heute ist es als Schaller bekannt. Als Amtshaus steht es für eine frühere Verwaltungsaufgabe, als Speicher für die Lagerung der Abgaben. Der heutige Name Schaller gehört zu einer anderen Zeitebene als diese früheren Funktionen. Zusammen mit dem Strasserhof und dem Sitz des Pflegegerichts ergibt sich so ein Bild, in dem Gebäude, Namen und historische Aufgaben verschiedene Aspekte des Ortes beleuchten.
Die Skulpturenstraße durch das Krastal
Eine andere Perspektive bietet die Skulpturenstraße der Krastaler Künstlerinnen und Künstler. Sie umfasst 15 Standorte, beginnt am Drauradweg R1 in der Marktgemeinde Weißenstein und führt durch das Krastal bis zum Ossiacher See. Die Route reicht über Stuben hinaus. Ihr Umfang und Verlauf machen sie zu einem eigenen Kulturthema: Statt eines einzelnen historischen Ortes stehen hier 15 Standorte und eine Strecke durch das Krastal im Mittelpunkt.
Damit unterscheiden sich die beiden Zugänge auch in ihrer Form. Die Ortsgeschichte lässt sich an benannten Anwesen und früheren Funktionen festmachen; die Skulpturenstraße ist als Route mit mehreren Standorten beschrieben. Wer sich für die Kunststrecke interessiert, kann sie als eigenen Schwerpunkt neben die historischen Bezüge in Stuben stellen.
Gärtnerei, Radfahren und Wandern
In Stuben lädt die Gärtnerei von Gartenbau und Blumen Wastl dazu ein, die dort produzierten Blumen und floralen Werke aus erster Hand zu erleben. Stimmen Sie die Besuchsmodalitäten vorab ab. So kommt zu den historischen und kulturellen Themen ein Besuchsanlass rund um Gartenbau und florale Arbeiten hinzu.
Für Radtouren entlang des Drauradwegs R1 und für Wanderungen in den umliegenden Bergen wirbt die Marktgemeinde Weißenstein. Der R1 taucht dabei in zwei Zusammenhängen auf: als Startbezug der Skulpturenstraße und als Strecke, entlang derer die Gemeinde Radtouren bewirbt. Diese Unterscheidung hilft, die Kulturroute von der allgemeinen touristischen Orientierung der Marktgemeinde auseinanderzuhalten. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Ortsgeschichte, einer Kunststrecke mit 15 Standorten, dem Besuch der Gärtnerei und den von Weißenstein beworbenen Rad- und Wandermöglichkeiten abwägen.
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