Für die Reiseplanung mit Wölfnitz als Ziel sind zwei Blickwinkel besonders greifbar: die Kirchen- und Ortsgeschichte sowie Wege mit benanntem Verlauf und Gelände. Die Pfarrkirche Wölfnitz/Saualpe, St. Leonhard an der Saualpe und das St. Leonharder Kreuz setzen unterschiedliche historische und geografische Bezugspunkte. Der Marienpilgerweg und die Tour „Rund um die Saualpe“ ergänzen diese Perspektive durch zwei unterschiedliche Wegbeschreibungen. So können Sie vorab abwägen, ob Ihr Interesse eher den Kirchenorten oder einem konkreten Wegverlauf gilt.
Die Pfarrkirche Wölfnitz/Saualpe
Die Pfarrkirche Wölfnitz/Saualpe liegt auf 1.127 Metern Seehöhe und ist von einer ehemaligen Wehrmauer umgeben. Sie wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Das Jahr bezeichnet die erste schriftliche Erwähnung; die Mauer verweist auf eine frühere Wehrfunktion. Die Kombination aus Höhenlage, urkundlicher Geschichte und baulichem Merkmal macht die Pfarrkirche zu einem prägnanten Ausgangspunkt für kulturgeschichtliche Entdeckungen in Wölfnitz.
St. Leonhard an der Saualpe und das Kreuz
St. Leonhard an der Saualpe ist eine Filialkirche von Wölfnitz in der Gemeinde Griffen. Gemeinsam mit der Mesnerkeusche liegt sie auf 1.224 Metern Seehöhe, von Wald umgeben auf einem Geländevorsprung eines südöstlichen Höhenrückens der Saualpe. Nördlich der Filialkirche steht das St. Leonharder Kreuz auf fast 1.300 Metern Seehöhe. Es ist ein spätgotischer Bildstock. Als Bildstock bezeichnet man ein religiöses Kleindenkmal; die Bezeichnung macht deutlich, dass das Kreuz eine andere Denkmalform als die Kirchen darstellt. So lassen sich die kirchliche Zuordnung, der bewaldete Höhenrücken und das eigenständige Kreuz als unterschiedliche Aspekte betrachten.
Früher führte am Jakobisonntag, etwa am 25. Juli, eine Prozession mit Feld- und Viehsegnung am St. Leonharder Kreuz vorbei. Das ergänzt die bauliche Einordnung des Bildstocks um eine frühere religiöse Praxis. Für historisch interessierte Besucher ist der Bezug zu Feld und Vieh ein konkreter Hinweis auf den Anlass der Prozession.
Pilgerweg und Tour im Vergleich
Der Marienpilgerweg folgt auf knapp 3 Kilometern dem Verlauf des Wölfnitzbaches und führt weiter in Richtung Wölfnitz. Auf dem Weg geht es außerdem steil bergab in den Wölfnitzgraben. Für die Einordnung sind das verschiedene Hinweise: Der Bachverlauf beschreibt einen Abschnitt von knapp drei Kilometern, der Graben steht für einen steilen Abstieg. Wenn Sie sich für den Pilgerweg interessieren, können Sie diese benannten Merkmale als konkrete Orientierung für Ihre Planung nutzen.
Die Tour „Rund um die Saualpe“ führt nach einer kräftigen Steigung von Untergreutschach auf Asphalt nach Wölfnitz. Im Vergleich zum Marienpilgerweg liegt der Unterschied in den konkret genannten Wegmerkmalen: Dort sind Bachlauf und steiler Abstieg in den Wölfnitzgraben beschrieben, hier die kräftige Steigung und der Asphaltverlauf nach Wölfnitz. So können Sie für Ihre Reiseplanung den Verlauf wählen, dessen benannte Merkmale Ihrem Interesse eher entsprechen.
Weitere Reiseziele entdecken: Völkermarkt, Diex, Rammersdorf, Klopein, Lind, Eberndorf, Weißeneggerberg, Unterburg Am Klopeiner See.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Völkermarkt.