Die Altstadt von Wolfsberg liegt zwischen Schloss Wolfsberg und der Lavant, dem namensgebenden Fluss des Tals. Schon diese Lage verbindet zwei prägende Bezugspunkte der Stadt. Dazu kommen erhaltene Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Wer Wolfsberg wegen seiner Geschichte besucht, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte – von der Burgüberlieferung bis zu Kirchen, Türmen und Kunst.
Altstadt und Baugeschichte
Am Hohen Platz stehen historische Bürgerhäuser, die überwiegend aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Dort befindet sich auch die Mariensäule: Das fünf Meter hohe barocke Denkmal wurde 1718 geweiht und ist ebenfalls als Pestsäule bekannt. Die Bezeichnungen und Daten geben dem Platz einen gut fassbaren historischen Rahmen, ohne dass sich die einzelnen Bauwerke auf dieselbe Epoche zurückführen ließen.
Weitere Teile der mittelalterlichen Stadtmauer sind am Schlossberg und am Rossmarkt erhalten. Der Reckturm ist der letzte erhaltene Turm dieser Stadtmauer. Zu den sakralen Bauwerken zählen die Stadtpfarrkirche St. Markus, die 1216 erstmals urkundlich erwähnt wurde und einen 72 Meter hohen Turm besitzt, sowie die 1497 erbaute St.-Anna-Kapelle. Diese ist auch als Bäckerkapelle bekannt und beherbergt einen spätgotischen Flügelaltar. Zusammen zeigen die Beispiele unterschiedliche historische Bezüge: eine frühe urkundliche Erwähnung, erhaltene Stadtbefestigung und ein Kunstwerk aus der Spätgotik.
Auch die Geschichte von Schloss Wolfsberg reicht in mehreren Etappen zurück. Die Burg Wolfsberg, ebenfalls Schloss Wolfsberg genannt, wurde 1178 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1846 wurde die einstige Burg unter Hugo I. durch umfangreiche Umbauten in ein Schloss im englischen Tudor-Stil verwandelt. Die erste Erwähnung und die spätere Umgestaltung gehören damit zu weit auseinanderliegenden Abschnitten der Baugeschichte.
Stadtführungen, Museum und Kunst
Begleitete Spaziergänge lenken den Blick auf die schönsten Plätze der Stadt und auf besondere Kapitel ihrer Vergangenheit. Die Wolfsberger Stadtführungen dauern ein bis zwei Stunden und können über das Museum im Lavanthaus gebucht werden. Diese Zeitangabe hilft bei der Planung: Für eine Führung sollten Sie einen eigenen Zeitblock vorsehen, statt sie nur als kurzen Zwischenstopp einzuordnen.
Das Museum im Lavanthaus bietet außerdem Führungen sowie spezielle Vermittlungsangebote für Kinder und Jugendliche an. Wer mit jungen Besuchern unterwegs ist, kann diese Angebote als eigenen kulturellen Programmpunkt berücksichtigen. Die Stadtgalerie Wolfsberg ist in den Räumen des ehemaligen Minoritenklosters in der Altstadt untergebracht. Sie zeigt Ausstellungen mit Werken international bekannter Künstler und legt zugleich großen Wert auf die Präsentation von Künstlern und Kulturschaffenden aus Kärnten. So stehen in ihrem Profil sowohl internationale Kunst als auch regionale Kulturschaffende im Blick.
Regionale Produkte und Marktbesuch
Der Wolfsberger Bauernmarkt findet am Weiher Platz jeden Freitag bis 12:30 Uhr statt. Angeboten wird eine Vielzahl an Lavanttaler Produkten von heimischen Produktionsbetrieben. Wenn der Markt Teil Ihrer Planung ist, prüfen Sie den Markttag und die Zeit vor dem Besuch noch einmal; der frühe Schluss macht den Wochenmarkt zu einem Programmpunkt, für den der Vormittag entscheidend ist.
Im Haus der Region werden regionale Produkte sowie Werke von Direktvermarktern, Künstlern und Handwerkern präsentiert; außerdem unterstützt das Haus deren Vermarktung. Für Gruppen gibt es nach Voranmeldung individuell zusammengestellte Produktverkostungspakete. Damit unterscheiden sich die beiden Angebote in ihrer Form: Der Bauernmarkt ist an einen festen Wochentag gebunden, während eine Verkostung im Haus der Region für Gruppen vorab angefragt werden muss.
Für die thematische Planung können Sie zwischen Baugeschichte, Kunst- und Kulturangeboten sowie regionalen Produkten wählen oder diese Interessen miteinander verbinden. Die Altstadt liefert dafür mehrere historische Beispiele, während Stadtgalerie, Museum, Führungen und Markt unterschiedliche Zugänge zur Stadt eröffnen. Welche Schwerpunkte Sie setzen, lässt sich so an Ihrem Besuch ausrichten, ohne alle Angebote in ein einziges Programm zu pressen.
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