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Zwei Rundwege zeigen Hohenruppersdorf aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Der Naturpfad richtet den Blick auf Pflanzen, der Kellergassen-Rundweg auf Orts- und Weinbautradition. Dazu kommen Baugeschichte, eine Radroute durch den Ort und ein bei Schönwetter möglicher Rundblick für Radfahrende. Bei der Wahl einer Ferienwohnung können Sie abwägen, ob Natur, Weinbau, Geschichte oder Radfahren Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Naturpfad und Ausblick

Der etwa 4,5 km lange Naturpfad ist ein Rundwanderweg. Unterwegs begegnen Ihnen viele Pflanzen, die oft nur als „Unkraut“ wahrgenommen werden. Das Thema lenkt den Blick auf Pflanzen, die im Alltag leicht pauschal eingeordnet werden, und gibt der Runde einen klaren naturkundlichen Schwerpunkt. Der Weg beginnt und endet am Erlebnis-Weingartl. Auch der Kellergassen-Rundweg beginnt dort, bietet aber einen anderen thematischen Zugang.

Der NÖ Hauptradweg Nr. 7 verläuft durch Hohenruppersdorf. Von der Stur-Kapelle aus eröffnet sich Radfahrenden bei Schönwetter ein Rundblick über die zwischen Hügeln eingebetteten Orte des östlichen Weinviertels bis zu den Leiser Bergen mit dem Buschberg. Die Kapelle ist mit 1873 datiert. Naturpfad und Ausblick setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: Hier stehen einzelne Pflanzen im Fokus, dort reicht der Blick über die Landschaft bis zum Buschberg.

Kellergassen und Weinbautradition

Der Kellergassen-Rundweg Hohenruppersdorf führt durch vier Hohenruppersdorfer Kellergassen. Seine 14 Stationen behandeln historische und kulturelle Themen der Orts- und Weinbautradition. Damit bietet der Rundweg einen geschichtlichen Zugang zum Ort, während der Naturpfad Pflanzen in den Mittelpunkt stellt.

Im Erlebnis-Weingartl sind mehr als 75 unterschiedliche Rebsorten ausgepflanzt, die bis zu den Ursprüngen des österreichischen Weinbaus zurückreichen. Ebenfalls dort befindet sich eine gut erhaltene historische Baumpresse. Rebsortenvielfalt und Pressen machen unterschiedliche Aspekte der Weinbautradition greifbar: die lange Geschichte des Weinbaus ebenso wie seine Arbeitsgeräte.

Die Kellergasse „Viehtrift“ verläuft auf knapp 400 Metern durch Hohenruppersdorf. Dort werden noch drei Baumpressen genutzt. Das unterscheidet die historische Baumpresse im Erlebnis-Weingartl von den drei weiterhin genutzten Pressen in der Viehtrift.

Ortsgeschichte und Bauwerke

Der heutige Ort Hohenruppersdorf wurde im 11. Jahrhundert als wehrhaftes Angerdorf gegründet. Die barocke Pfarrkirche entstand von 1788 bis 1790 im Bereich der Anlage der ehemaligen Wehrkirche. Auf dem Kirchenfriedhof befindet sich die romanische Radigundus-Kapelle mit Karner. Gründungsgeschichte, ehemalige Wehrkirchenanlage und barocke Kirche verweisen auf unterschiedliche historische Zeitschichten.

Auch beim Schenkhaus und beim Rathaus sind konkrete Bauphasen überliefert. Beim Neubau des Schenkhauses im Jahr 1613 war der alte Turm bereits mit einer Glocke versehen. Beim Rathaus mit dem „Würtshaus“ lässt sich die Baugeschichte zeitlich staffeln: Der Neubau von 1739 gab dem Rathaus sein heutiges Aussehen. Die barocke Fassade des Rathauses erstrahlt seit der Generalsanierung 1999 in neuem Glanz. Die Angaben ergänzen die Geschichte der Pfarrkirche um weitere Gebäude und spätere Umbau- und Renovierungsphasen.

Unterwegs planen

Für Fahrgäste der K. K. Museumsbahn Weinviertel verfügt der Bahnhof Hohenruppersdorf über ein überdachtes Wartehäuschen sowie einige Parkplätze. Wenn Sie eine Fahrt mit der Museumsbahn einplanen, prüfen Sie den Fahrplan vorab. So können Sie Ihre Anreise an den konkreten Fahrmöglichkeiten ausrichten, während Naturpfad, Kellergassen und Baugeschichte unterschiedliche Möglichkeiten für die Zeit im Ort eröffnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Mannsdorf An Der Donau, Marchegg, Neusiedl An Der Zaya, Angern An Der March, Groß-Enzersdorf, Orth An Der Donau, Palterndorf-Dobermannsdorf, Auersthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gänserndorf.

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