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Eine Bahnstrecke durchs Hochgebirge macht Niederösterreichs Kulturerbe konkret: Die Semmeringbahn wurde zwischen 1848 und 1854 über 41 Kilometer gebaut und ist weiterhin in Betrieb.

Kulturerbe, das sich zu Fuß erkunden lässt

Der Bahnwanderweg beginnt direkt am Bahnhof Semmering und führt entlang der UNESCO-Weltkulturerbe-Strecke. Panoramablicke gehören zu den Eindrücken unterwegs. Für die Zugfahrt prüfen Sie vorab den aktuellen Fahrplan. So stehen neben der Geschichte der Bahn auch der Weg entlang der Strecke und seine Aussichten als eigene Entdeckungen im Raum.

Flusslandschaften mit unterschiedlichem Charakter

Die Kulturlandschaft Wachau vereint Wasser, natürliche und naturnahe Bereiche, Weinterrassen, Wälder und Siedlungen entlang der frei fließenden Donau. Sie bewahrt materielle Zeugnisse ihrer historischen Entwicklung über mehr als zwei Jahrtausende. Natur und gewachsene Kulturlandschaft lassen sich hier zusammen betrachten, während die lange Geschichte in den erhaltenen Zeugnissen ihren eigenen Akzent setzt.

Der Nationalpark Donau-Auen rückt eine andere Flusslandschaft in den Vordergrund: Auf mehr als 9.600 Hektar bewahrt er die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas. In Niederösterreich reicht der Nationalpark bis zur österreichischen Staatsgrenze zur Slowakei bei Bratislava. Sie können ihn auf markierten Wanderwegen zu Fuß, mit dem Rad oder vom Wasser aus erleben. Damit bietet sich mehr als eine Perspektive auf die Auenlandschaft.

Almen, Schluchten und Wasserfälle am Ötscher

Der Naturpark Ötscher-Tormäuer verbindet sanfte Almen, tiefe Schluchten, Wasserfälle und Höhlen in der urwüchsigen Natur rund um den Ötscher. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Naturpark mit der Mariazellerbahn erreichbar. Zu den sieben Naturpark-Stationen gehören Winterbach, Puchenstuben, Gösing, Reith, Wienerbruck, Erlaufklause und Mitterbach. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen.

Schlösser und ihre Geschichten

Im Osten Niederösterreichs erstreckt sich das Areal von Schloss Hof über mehr als 70 Hektar. Zum Ensemble gehören das zweistöckige Schloss, der Garten und der Gutshof; es ist von besonderer kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. Der rekonstruierte Garten ist im Erscheinungsbild des 18. Jahrhunderts bis zur letzten Terrasse erlebbar. Wenn der Garten für Ihren Besuch im Mittelpunkt steht, prüfen Sie die aktuelle Präsentation: Einzelheiten können sich nach Restaurierungsarbeiten ändern.

Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1.000 Jahren mit einer befestigten Wohnburg. Die Wehranlage erhebt sich bis heute vor dem später errichteten Renaissanceschloss. Vor knapp 500 Jahren wurde die Schallaburg nach italienischem Vorbild zum prächtigsten Renaissanceschloss nördlich der Alpen ausgebaut. Seit der Sanierung vor 50 Jahren hat sie sich als eines der größten Ausstellungszentren Österreichs etabliert. Ihr innovatives Familienprogramm greift Themen von den 1970er-Jahren über Byzanz bis zur Donau auf; einzelne Ausstellungen wechseln.

Römisches Erbe und Museumsblicke

In der Römerstadt Carnuntum wurde am Originalstandort ein voll funktionsfähiges römisches Stadtviertel wiedererrichtet. Zum Programm gehören Führungen durch die römischen Häuser mit Verkostung römischer Speisen und Getränke, Gladiatorenshows sowie die Aktivführung „Cäsarentrophy“. Die Angebote richten sich nach Terminen und Verfügbarkeit; prüfen Sie die Programmdaten vor Ihrem Besuch.

Das Stadtmuseum Tulln vereint das Römermuseum, die Dokumentation über das kaiserliche Frauenstift und das Virtulleum. Im Museum Niederösterreich wechseln jährlich die Sonderausstellungen im Haus der Geschichte und im Haus für Natur. Dazu kommen geführte Rundgänge und Aktivprogramme rund um die Ausstellungen.

Architektur und Wein erleben

Schloss Grafenegg wird durch einen überragenden Turm, Fassaden, stilvolle Stiegenhäuser und stimmungsvolle Arkaden geprägt. Zur Kapelle gehört ein Altar aus dem 15. Jahrhundert. Die Bauformen und das historische Detail bieten einen anderen Zugang zum Kulturerbe als die Bahngeschichte oder die Ausstellungsorte.

Im Weinviertel verbindet wein.gut.schauen eine Führung durch einen Winzerbetrieb mit einem Besuch des Weinkellers oder Weingartens und einer Weinverkostung. Es gibt Termine sowie Besuche nach Vereinbarung. So ergänzt ein Einblick in den Weinbau die Erkundung der niederösterreichischen Kultur- und Landschaftsthemen.

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