Baden verbindet einen weitläufigen Kurpark und Rosenanlagen mit Thermen, Museen und markanter Baugeschichte. Für die Wahl eines Hotels können Sie zuerst überlegen, welche Seite des Ortes Ihre Reise prägen soll: Kultur und Architektur, Bäder oder Wege in den Wienerwald. So lässt sich der Aufenthalt nach den eigenen Interessen ausrichten, ohne jedem Ausflug dieselbe Rolle zu geben.
Kurpark, Rosen und Badetradition
Der Kurpark Baden umfasst 52 Hektar und geht nahtlos in die Schwarzföhrenwälder des UNESCO-Biosphärenparks Wienerwald über. Ein eigener Blickfang ist das Rosarium: Auf 75.000 Quadratmetern blühen dort alljährlich mehr als 25.000 Rosenstöcke in über 700 Sorten. Wer sich für die Gartengestaltung interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als in den Museen und historischen Gebäuden Badens.
Auch der Beethoventempel gehört zur Geschichte des Kurparks. Er wurde 1927 eröffnet und bildete das Herzstück des neuen Art-Déco-Parks. Der Bezug zu Beethoven reicht über dieses Bauwerk hinaus: Ludwig van Beethoven hielt sich in den Sommern 1821, 1822 und 1823 im heutigen Beethovenhaus Baden auf; wichtige Teile seiner Neunten Symphonie entstanden in Baden.
Bei den Bädern lohnt es sich, Thermalstrandbad und Römertherme auseinanderzuhalten. Die Sportbecken des Thermalstrandbads sind mit Wasser aus Badener Heilquellen gefüllt. Seit 1951 gehören außerdem zwei kleine Becken mit reinem Schwefelwasser dazu, in denen man verweilt statt zu schwimmen. Das 42.000 Quadratmeter große Bad umfasst Schwimm- und Schwefelbecken, Wasserattraktionen sowie Einrichtungen für Kinder. Prüfen Sie vor der Anreise die Saisonzeiten und die aktuellen Angaben zu den Einrichtungen. In der Römertherme verbinden sich Kurtradition und moderne Wellness unter Europas größtem freihängendem Glasdach.
Beethoven, Museen und Architektur
Das Beethovenhaus gibt Einblick in den Aufenthalt des Komponisten in Baden. Bei seiner Neugestaltung wurden in den Wohnräumen Wand- und Deckenmalereien mit für die Zeit typischen floralen Mustern entdeckt. Die Verbindung aus Musikgeschichte und erhaltenen Innenraumdetails macht den Besuch zu einer anderen Art Kulturprogramm als ein Spaziergang im Park.
Im ehemaligen Frauenbad, einem 1821 nach einem Entwurf von Charles de Moreau errichteten Bau des französischen Klassizismus, befindet sich das Arnulf Rainer Museum. Es wurde 2009 eröffnet und zeigt Arnulf Rainers Werk in monografischen und thematischen Ausstellungen. Das Rollettmuseum widmet sich auf 350 Quadratmetern der wechselvollen Geschichte Badens: von der Jungsteinzeit über die Römerzeit und die Epoche der Ritter bis ins 20. Jahrhundert. Zu seinen Beständen zählen unter anderem römische Fundstücke und Kunstwerke der Biedermeierzeit.
Weitere Gebäude setzen eigene architektonische Akzente. Die Kaiserhausstallungen gelten als herausragendes Beispiel des französischen Revolutionsklassizismus: Ihre Architektur ist rational und funktional, die Fassade nahezu schmucklos. Das Florastöckl wurde vom französischen Architekten Charles Moreau erbaut und beherbergte Mitglieder der Familie von Kaiser Franz II./I., darunter Erzherzog Franz Carl und seinen Sohn, den späteren Kaiser Franz Joseph. Der Sauerhof wurde zwischen 1820 und 1822 nach Plänen von Joseph Kornhäusel zu Europas erstem freistehenden Grandhotel umgebaut. Zusammen zeigen diese Beispiele verschiedene Seiten der Baugeschichte Badens.
Das kulturelle Programm umfasst Theateraufführungen und Festivals wie die Badener Theatertage, Operetten, Konzerte, Jazz-Festivals, Tanzshows, Kinderveranstaltungen und Ausstellungen. Einzelne Veranstaltungen und Termine wechseln; prüfen Sie die Daten, wenn Sie eine bestimmte Aufführung einplanen.
Wege und praktische Orientierung
Für eine längere Wanderung beginnt in Baden die 39 Kilometer lange Rundwanderung „G'schichten aus dem Wienerwald. Der Wanderweg“, die über Heiligenkreuz und Siegenfeld zurück nach Baden führt. Eine Familienwanderung verläuft vom Kurpark zur Proksch-Hütte und über Hänge des Wienerwaldes sowie die Weinlandschaft zurück. Zur Route gehört ein Abenteuer-Spielplatz mit Schaukeln, Rutschen, Baumhäusern und Seilrutschen; prüfen Sie vor dem Ausflug die aktuellen Angaben zu den Spielgeräten. Eine weitere Familienwanderung führt vom Wappen der Weilburg über die Ruine Rauheneck in den Weinort Sooß und durch die Weingärten zurück nach Baden.
Die Badner Bahn verbindet die Wiener Oper über rund 27 Kilometer mit Baden. Für die Fahrt ist ein Blick auf den aktuellen Fahrplan sinnvoll. In der Stadtpfarrkirche St. Stephan ist persönliches Gebet ungefähr von 8:00 bis 19:00 Uhr möglich; an Feiertagen oder während Gottesdiensten können die Zeiten abweichen. Zum offiziellen Welterbe-Führungsprogramm in Baden gehört der Zugang zur unterirdischen Römerquelle im Kurpark. Prüfen Sie vor der Reise die Führungstermine.
Hotels in Baden nach Interessen auswählen
Wenn Sie Hotels in Baden suchen, legen Sie zunächst fest, welche Erlebnisse für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen. Kurpark, Rosarium und Bäder setzen andere Akzente als Beethovenhaus, Museen und Architektur. Für aktive Tage bieten sich die beschriebenen Wanderungen als eigener Programmpunkt an; die Rundwanderung über Heiligenkreuz und Siegenfeld ist dabei mit 39 Kilometern deutlich länger ausgewiesen als die Routen ohne angegebene Distanz. Diese Unterschiede helfen bei der Planung, ohne eine Gehzeit oder einen Schwierigkeitsgrad vorwegzunehmen. Für Führungen, saisonale Bäderangebote, Veranstaltungen und Verbindungen mit der Badner Bahn lohnt sich jeweils ein Blick auf die aktuellen Termine und Fahrpläne.
Weitere Reiseziele entdecken: Baden, Bad Vöslau, Berndorf, Traiskirchen, Sooß, Siegenfeld, Blumau, Alland, Mayerling, Weissenbach An Der Triesting, Schönau An Der Triesting, Oberwaltersdorf, Tattendorf, Pfaffstätten, Günselsdorf, Teesdorf, Reisenberg, Leobersdorf, Kottingbrunn, Hernstein, Neuhaus.
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