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Beethoven verbrachte drei Sommer in einem Haus der Rathausgasse; unter der Bühne der Sommerarena liegt die Ursprungsquelle, und Badens Theatertradition reicht bis 1716 zurück. Diese Spuren geben einem Aufenthalt in Baden unterschiedliche Schwerpunkte: Musik, Thermalgeschichte und Bühne. Dazu kommen das Kaiserhaus und das Wegenetz des Kurparks bis ins Helenental. Wenn Sie eine Unterkunft auswählen, können Sie sich daran orientieren, welche dieser Themen Ihre Reise prägen soll.

Beethoven und Badens Musikgeschichte

Im Beethovenhaus in der Rathausgasse 10 verbrachte Beethoven die Sommer 1821, 1822 und 1823. Das Haus zeigt biedermeierliche Wohnräume mit originalen Wandmalereien. Außerdem werden dort jene Kompositionen Beethovens, die in Baden entstanden sind, in besonderer Weise erfahrbar und hörbar gemacht; dazu zählt die Neunte Symphonie. So verbindet sich der konkrete Aufenthaltsort mit der Musik, die Beethoven in Baden schuf. Für einen kulturellen Schwerpunkt bietet das Beethovenhaus damit zugleich einen Blick auf Wohnräume und auf die Werke des Komponisten.

Ursprungsquelle und Thermalgeschichte

Eine besondere Spur führt sechs Meter unter die Erde: Ein enger Gang führt zur Ursprungsquelle, die unterhalb der Bühne der Sommerarena liegt. Sie ist die einzige der Badener Thermalquellen, die in einer Quellhöhle im Felsen des Kalvarienbergs entspringt. Die Römer nutzten ihr heißes Schwefelwasser bereits im 1. Jahrhundert n. Chr.; deshalb wird sie heute auch Römerquelle genannt. Neben dem Gang ist ein Teil der Nordmauer des alten Ursprungsbads bis heute erhalten. Geologische Besonderheit, römische Nutzung und ein baulicher Rest erzählen hier verschiedene Kapitel derselben Quellgeschichte. Der Bezug zur Sommerarena ist konkret: Die Quelle liegt unter ihrer Bühne.

Bauwerke, Kunst und Theater

Das Arnulf Rainer Museum verbindet die Architektur des ehemaligen Frauenbads mit Werken von Arnulf Rainer. Im Kaiserhaus zeigt sich eine andere Baugeschichte: Der Bankier Johann Jacob Gontard ließ es 1792 errichten. Zwischen 1807 und 1811 wurde es von Nikolaus II. Fürst Esterhazy durch den französischen Architekten Charles Moreau zu einem adeligen Stadtpalais umgebaut. Entstehung und spätere Umgestaltung sind zwei klar unterscheidbare Kapitel des Hauses.

Auch bei der Theatergeschichte sind zwei Zeitangaben auseinanderzuhalten. Badens Theatertradition lässt sich bis 1716 zurückverfolgen; das Kaiser Jubiläums Stadttheater wurde am 2. Oktober 1909 eröffnet. Die erste Jahreszahl bezeichnet den zeitlichen Rückblick auf die Theatertradition, die zweite die Eröffnung dieses Stadttheaters. Für die Orientierung bei der Anreise gilt: Vom Bahnhof Baden sind sowohl das Stadttheater als auch die Sommerarena etwa 10 bis 15 Gehminuten entfernt.

Wege bis ins Helenental

Wer neben den Gebäuden auch einen Landschaftsbezug einbeziehen möchte, findet ihn im Wegenetz des Kurparks. Zusammen mit der Schönfeld’schen Anlage bildet der Kurpark ein zusammenhängendes Wegenetz bis ins Helenental. Dieser Zusammenhang ergänzt die einzelnen Bau- und Kulturgeschichten um eine Wegverbindung, die beide Anlagen und das Helenental einschließt.

Ein konkreter Museumstermin

Die Führung „ZEIT ZU ERKUNDEN“ im Rollettmuseum findet jeden ersten Sonntag im Monat um 15.30 Uhr statt. Sie widmet sich Anton Rolletts Sammlungen sowie der Stadtgeschichte von Baden. Prüfen Sie den Termin vor der Reise, wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen.

Weitere Reiseziele entdecken: Tattendorf, Leobersdorf, Siegenfeld, Reisenberg, Weissenbach An Der Triesting, Neuhaus, Bad Vöslau, Traiskirchen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Baden.

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