Siegenfeld verbindet Wanderwege mit einer Ortsgeschichte, die von einer bronzezeitlichen Siedlung bis zu Kirchen und Kapellen reicht. Für die Planung stehen unterschiedliche Wegformate nebeneinander: eine 39 Kilometer lange Rundwanderung in zwei Etappen und ein etwa neun Kilometer langer Abschnitt des Kulturwanderwegs von Helenental nach Heiligenkreuz.
Wandern, Natur und Wege nach Heiligenkreuz
Die Rundwanderung „G´schichten aus dem Wienerwald“ umfasst insgesamt 39 Kilometer und zwei Etappen. Ihre zweite Etappe ist gelb markiert und führt zum „Weißen Kreuz“. Die im 16. Jahrhundert errichtete Säule steht an der Grenze des Gründungsgebiets des Stifts Heiligenkreuz. Die Rundwanderung und der Abschnitt des Kulturwanderwegs sind zwei verschiedene Routen.
Der Kulturwanderweg-Abschnitt führt vom Helenental über Rosental und Siegenfeld nach Heiligenkreuz und ist etwa neun Kilometer lang. Auch ein Weg zwischen Siegenfeld und Heiligenkreuz führt an einer der letzten Feuchtwiesen der Region vorbei. Das Gebiet zählt zu den letzten Durchzugsräumen für den gefährdeten Wiedehopf. Damit gehört zu diesem Wegverlauf neben den Ortsverbindungen auch ein besonderer Naturraum.
Siegenfeld ist ein Ziel für Wanderer und Reiter. Für Radfahrende führt die Route „Monasteries Emperor Artists Route“ von Heiligenkreuz weiter nach Siegenfeld. Bei der zweiten Etappe der Rundwanderung können sich Wegbedingungen und Sperrungen ändern; bei der Radroute können sich Bedingungen und Beschilderung ändern. Prüfen Sie die jeweiligen Hinweise vor dem Aufbruch.
Kirchen, Kapellen und Ortsgeschichte
Der Vorgängerbau der heutigen Kirche im Ortszentrum wurde 1414 zu Ehren des heiligen Ulrich von Augsburg errichtet. Die Filialkirche St. Ulrich in Siegenfeld wurde 1734 erbaut. Die beiden Baujahre geben einen frühen Einblick in die lokale Kirchengeschichte; die Cholerakapelle ergänzt ihn um ein Ereignis aus dem 19. Jahrhundert.
Der erste Teil der Cholerakapelle wurde 1831 von der Familie Boldrino errichtet. Anlass war der Dank dafür, dass die Cholera von 1829 in ihren Häusern keine Todesopfer gefordert hatte. An der Cholerakapelle wurde die Kirche Maria Hilf 1855 wegen der zahlreichen Wallfahrten vergrößert. In der Kapelle befinden sich Skulpturen des heiligen Benedikt und des heiligen Andreas.
Eine viel frühere Siedlung entstand beim Burgstall, 200 Meter westlich der Cholerakapelle: Um 800 v. Chr. wurde dort eine bronzezeitliche Keltensiedlung angelegt und auf etwa drei Hektar durch einen Wall befestigt. Der Ort bietet damit einen ganz anderen zeitlichen Bezug als die Kirchen und Kapellen. Siegenfelds Geschichte reicht von der bronzezeitlichen Siedlung beim Burgstall bis zu den Kapellen des 19. Jahrhunderts.
Eine spätbarocke Kapelle, die 1871 errichtet wurde, erfüllte eine besondere Aufgabe: Verstorbene wurden noch einmal auf Siegenfelder Boden eingesegnet, bevor man sie nach Heiligenkreuz überführte. Auch das „Wegerl im Helenental“ hat einen kulturellen Bezug: Es steht in Verbindung mit dem gleichnamigen Lied von Alexander Steinbrecher.
Adressen für eine Einkehr
Der Landgasthof Cholerakapelle befindet sich in Helenental 40, 2500 Siegenfeld; der Mostheuriger Krammel in der Gaadner Straße 21, 2500 Siegenfeld. Wenn Sie eine Einkehr einplanen, prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten direkt, bevor Sie Ihre Mahlzeit daran ausrichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Tattendorf, Baden, Traiskirchen, Weissenbach An Der Triesting, Berndorf, Oberwaltersdorf, Alland, Blumau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Baden.