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In Neuhaus verbinden sich Burg- und Kirchengeschichte, zeitgenössische Kunst und Wege durch die Landschaft. Für die Planung sind die jeweiligen Besuchsbedingungen wichtig: Burgführungen erfolgen gegen Voranmeldung, die Skulpturen im Freigelände des Ateliers werden saisonal gezeigt. Bei Touren und Routen lohnt es sich, Termine und Streckenbedingungen vorab zu prüfen.

Burganlage und Kirchengeschichte

Der Ortsname Neuhaus leitet sich von der Burg beziehungsweise dem festen Haus ab, das urkundlich um 1249 belegt ist. Ein späteres Kapitel der Burg folgte 1694: Zwei Venezianer richteten dort eine Spiegelfabrik ein. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Stationen – den belegten Ursprung des Ortsnamens und eine spätere Nutzung der Burg für die Spiegelherstellung.

Die Pfarrkirche ist Teil der Burganlage. Sie wurde von 1610 bis 1612 als protestantische Erlöserkirche mit Familiengruft errichtet. Zugleich führt an ihr die VIA SACRA vorbei, der bekannte Pilgerweg von Wien nach Mariazell. So stehen in Neuhaus die Geschichte des Kirchenbaus und eine überörtliche Pilgerroute unmittelbar in Beziehung.

Die renovierte Hauptburg bildet heute gemeinsam mit Rosengarten, Pfarrsaal, Burgterrasse, Burgsaal und „Gwölb“ das Veranstaltungszentrum Burg Neuhaus. Für eine Burgführung werden Gruppen ab fünf Personen am ersten Sonntag jedes Monats um 10 Uhr gegen Voranmeldung empfangen. Prüfen Sie Termin und Anmeldung vor Ihrem Besuch, da sich die Arrangements ändern können. Bei den fachkundig geführten Sommerfrische-Neuhaus-Touren werden noch vorhandene Objekte aus der damaligen Zeit aufgesucht; auch hier sollten Sie vorab klären, ob ein Termin angeboten wird.

Kunst im Atelier Bajadere

Das 2013 gegründete Atelier Bajadere ist eine Galerie für zeitgenössische bildende Kunst mit Schwerpunkt auf Malerei. Zum Programm gehören jährlich zehn bis zwölf Ausstellungen. Von Mai bis Oktober werden im Freigelände außerdem Skulpturen und Plastiken gezeigt. Damit verbindet das Atelier einen klaren künstlerischen Schwerpunkt mit einer saisonalen Präsentation im Außenbereich. Wenn Sie besonders wegen der Freiluftwerke kommen, prüfen Sie vorab, ob sie während Ihres Besuchs zu sehen sind.

Teich, Fußwege und Radverbindungen

Der Teich Neuhaus wurde 1987 zum Naturdenkmal erklärt. In den Jahren 2000 bis 2001 wurde er saniert; dabei entstand unter anderem eine Flachwasserzone. Weitere Maßnahmen zielten auf eine Verbesserung der Wasserqualität und der Attraktivität für Erholungssuchende. Schutzstatus und Sanierung beschreiben dabei zwei verschiedene Aspekte des Teichs: seine Einordnung als Naturdenkmal und spätere Eingriffe mit konkreten Erholungs- und Qualitätszielen.

Für Wege zu Fuß gibt es unterschiedliche Anhaltspunkte. Ein Fußweg führt von der Burg Neuhaus zur Waldschule. Die Große Peilsteinrunde über Hafnerberg führt beim Abstieg nach Neuhaus abwechselnd durch Wiesen und Waldstücke. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor einer Wanderung.

Mit dem Rad verbindet eine größtenteils ebene Route Neuhaus und Weissenbach. In Weissenbach besteht Anschluss an Radrouten in Richtung Kaumberg–Hainfeld sowie Berndorf–Leobersdorf; prüfen Sie diese Weiterverbindungen vor der Fahrt.

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