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Die Weikendorfer Remise gibt Weikendorf einen besonderen Naturbezug: Das Gebiet ist Österreichs ältestes Naturschutzgebiet und wurde 1927 gegründet. Daneben prägen historische Bauwerke und Denkmäler den kulturellen Blick auf den Ort. Für Ihre Wahl eines Aufenthalts in Weikendorf sind das zwei klar unterscheidbare Schwerpunkte – eine geschützte Landschaft auf der einen, Bau- und Ortsgeschichte auf der anderen Seite.

Natur und Landschaft der Weikendorfer Remise

Zu den charakteristischen Landschaftsmerkmalen der Remise gehören sogenannte Binnendünen. Auch ihre Schutzgebietseinordnung ist besonders: Die Weikendorfer Remise gehört zu den Europaschutzgebieten „Pannonische Sanddünen“ sowie „Sandboden und Praterterrasse“. Landschaftsform und Schutzstatus geben dem Naturthema einen konkreten Bezug, statt es nur allgemein zu halten.

Die Remise ist außerdem für seltene Arten bedeutsam. Sie beherbergt eines der letzten Vorkommen des Flaum-Steinröschens in Österreich. Offene Bodenstellen bieten dem stark gefährdeten Ziegenmelker einen Brutplatz. Wer bei der Destinationswahl Natur und Artenvielfalt berücksichtigen möchte, findet hier somit zwei unterschiedliche Aspekte: eine seltene Pflanze und einen Vogel, dessen Brutplatz an eine bestimmte Landschaftsstruktur gebunden ist.

Baugeschichte und Denkmäler

Ein markanter historischer Bezugspunkt ist die Pfarrkirche hl. Koloman, eine ehemalige Wehrkirche. Jakob Prandtauer verantwortete ihre Barockisierung und errichtete auch den Pfarrhof in Weikendorf, und zwar von 1716 bis 1721. So begegnet derselbe Architekt in zwei verschiedenen Zusammenhängen: bei der Umgestaltung der Kirche und beim Bau des Pfarrhofs.

Auch die Denkmäler setzen eigene zeitliche Akzente. Vor der Kirche in Weikendorf steht eine mit 1757 bezeichnete Statue der Marktpatronin St. Elisabeth. Ihr Steinsockel ist der Torso eines ehemaligen Heuerkreuzes aus dem 16. Jahrhundert. Die Dreifaltigkeitssäule wurde 1765 von Matthias Schuller gestiftet, der Marktrichter und Stiftsverwalter war. Statue, Sockel und Säule verweisen damit auf unterschiedliche historische Angaben und Funktionen.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen außerdem der Schüttkasten eines barocken Meierhofes aus dem 17. Jahrhundert und der Kellerplatz, der als charakteristisches Besuchsziel in Weikendorf gilt. Ein historisches Bürgerhaus sowie mehrere hübsche Figurenbildstöcke ergänzen die Auswahl. Der Kirchengraben vor der historischen Kulisse der Jakob-Prandtauer-Kirche diente als Ort für Theateraufführungen der Weikendorfer Sommerspiele.

Anreise und Unterkunft planen

Weikendorf hat über die Nordbahn mit der Station Weikendorf-Dörfles einen Bahnanschluss. Wenn die Anreise für Ihre Wahl des Übernachtungsortes wichtig ist, beziehen Sie diese Verbindung in Ihre Planung ein und prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zunächst abwägen, ob für Sie die Natur der Remise oder die Bau- und Denkmalgeschichte stärker im Vordergrund steht. Die beiden Themen setzen unterschiedliche Akzente für Ihren Aufenthalt; die konkreten Sehenswürdigkeiten und ihre Geschichte bieten dafür eine sachliche Grundlage, ohne dass Sie den Ort auf nur einen Schwerpunkt reduzieren müssen.

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