Baugeschichte, sakrale Kunst und Pilgertradition geben Maria Dreieichen mehrere Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung. Die Wallfahrtskirche liegt oberhalb des Horner Beckens auf der Höhe des Manhartsberges. Sie können den Schwerpunkt auf Kirchenbau und Ausstattung legen oder sich mit den sakralen Orten und Weggeschichten in Maria Dreieichen beschäftigen.
Wallfahrtskirche: Baugeschichte und Ausstattung
Die Wallfahrtskirche Maria Dreieichen ist zweitürmig. Der heutige Kirchenbau wurde 1744 begonnen; 1818 waren die Türme fertiggestellt. Zur päpstlichen Basilica minor wurde die Kirche 1957 erhoben. Die Daten bezeichnen unterschiedliche Entwicklungsschritte: den Beginn des heutigen Baus, die Fertigstellung der Türme und die spätere kirchliche Auszeichnung.
Auch die Ausstattung bietet verschiedene Zugänge zur Geschichte der Kirche. Die Orgel stammt vom Wiener Meister Anton Pfliegler; ihr altes Werk von 1789 ist noch erhalten. Die Altarbilder schufen Thomas Friedrich Gedon, Bergl und der Kremser Schmidt. Hinter dem Hochaltar sind außerdem noch die geschwärzten Stämme der „Dreieichen“ zu sehen. So stehen musikalisches Erbe, Malerei und ein besonderes Detail hinter dem Altar nebeneinander.
Schatzkammer, Bründl und Graselhöhle
Die Schatzkammer der Wallfahrtskirche zeigt Votivbilder und Votivgaben von Wallfahrern aus der Zeit seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Bilder und Gaben geben der Wallfahrtstradition eine konkrete Gestalt. Derzeit ist die Schatzkammer wegen Renovierungsarbeiten und eines Wasserschadens nicht zugänglich. Prüfen Sie den aktuellen Zugang vor Ihrer Reise noch einmal.
In der nahe gelegenen Bründlkapelle befindet sich ein Relief mit dem Gnadenbild von Maria Dreieichen. Das Gnadenbild begegnet dort in Form eines Reliefs, während sich in der Wallfahrtskirche die Baugeschichte, die Orgel und die Altarbilder in den Vordergrund stellen. Die beiden sakralen Orte bieten so unterschiedliche Themen für die Beschäftigung mit Maria Dreieichen.
Die Maria Dreieichner Graselhöhle befindet sich am Ende des Weges zum Marienbründl. Der Überlieferung nach dienten die Graselhöhlen beim Bründl dem Räuberhauptmann Grasel als Verstecke. Hier stehen die Lage der Höhle am Weg und eine lokale Erzählung im Mittelpunkt: Die Verbindung zu Grasel gehört ausdrücklich zur Überlieferung.
Rundweg und historische Pilgerverbindung
Für Wegthemen gibt es zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Der Gemeinde-Rundweg hat einen Einstieg am Parkplatz in Maria Dreieichen. Der historische Pilgerweg von Znaim nach Maria Dreieichen verbindet seit dem 17. Jahrhundert Südmähren mit dem Weinviertel und dem Waldviertel. Beim Rundweg ist der Einstieg am Ort der konkrete Bezug; beim Pilgerweg stehen seine Geschichte und die Verbindung zwischen den Regionen im Vordergrund. Damit unterscheiden sich die Wege nicht nur durch ihre Bezeichnung, sondern auch durch den Blick, den sie auf Maria Dreieichen eröffnen.
Wer sich besonders für Kirchenbau, Orgel und Altarbilder interessiert, setzt einen anderen Schwerpunkt als jemand, der sich stärker mit Pilgertradition, Höhle und Weggeschichte beschäftigen möchte. So richtet sich die Wahl einer Ferienwohnung an Ihren Reiseinteressen aus und nicht an einer pauschalen Attraktionsliste.
Weitere Reiseziele entdecken: Langau, Klein-Reinprechtsdorf, Straning-Grafenberg, Röschitz, Messern, Horn, Sigmundsherberg, Geras
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Horn.