Die Wege aus der weitläufigen Gobelsburger Kellergasse führen in Richtung Zeiselberg; dazu kommen eine lange Weinbaugeschichte, historische Bründl-Bezüge und ein weiter Blick vom Gobelsberg. So können Sie unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt wählen: eine Kellerführung mit Verkostung, eine Erkundung zu Fuß oder mit dem Rad oder einen Blick auf die Landschaft. Für die Planung lohnt es sich, die Führung mit ihrem festen Zeitfenster von den Wegen und Kulturorten zu unterscheiden.
Weinbau, Keller und Verkostung
Die Weinkultur von Gobelsburg-Zeiselberg reicht Jahrhunderte zurück. In Gobelsburg erzählen die Keller von Schloss Gobelsburg von einer noch älteren Vergangenheit: Die ältesten Teile der hauseigenen Keller gehen auf die Burganlage des 11. Jahrhunderts zurück. Schon im 12. Jahrhundert besaß das Stift Zwettl Weingärten in Gobelsburg; 1740 baute es Schloss Gobelsburg zu einem Weingut aus. Die Daten markieren unterschiedliche Etappen – frühe Keller, Weinbau und den späteren Ausbau zum Weingut – statt eines einzigen Gründungsmoments.
Eine weitere Perspektive bietet das Weingut Josef Burger in Gobelsburg-Zeiselberg. Josef Burger und seine Familie führen es seit 1992; die Weinbautradition reicht bis 1812 zurück. Das Weingut erzeugt fruchtbetonte, spritzige Weißweine. Rotweine werden je nach Sorte im großen Eichenfass oder im kleinen Barriquefass ausgebaut. So werden neben der langen Geschichte auch konkrete Unterschiede bei den Weinen und ihrer Herstellung sichtbar.
Wer den Weinbau mit einem Programmpunkt verbinden möchte, kann eine Kellerführung auf Schloss Gobelsburg mit anschließender Verkostung von fünf Weinen einplanen. Die zuletzt am 17. August 2026 aktualisierte Tourinformation nennt Termine freitags um 14 Uhr und samstags um 11 Uhr. Die Führung dauert 2,5 Stunden und kostet 34 Euro. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich; wegen anderer Veranstaltungen können Führungen fallweise entfallen. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Buchungsbedingungen und die Verfügbarkeit.
Zu Fuß, mit dem Rad und mit weitem Blick
Die Gobelsburger Kellergasse können Sie zu Fuß in Richtung Zeiselberg erkunden oder dieselbe Richtung mit dem Fahrrad wählen. Der Winzerdorfweg Nr. 63 ist eine Rundwanderung von Langenlois nach Gobelsburg. Für die Orientierung auf diesem Weg gilt: Am Ende der Kellergasse hält man beim Weingut Burger rechts. Kellergasse und Rundwanderung bieten damit unterschiedliche Möglichkeiten, die Weinbaulandschaft zu erleben, während der Aussichtsturm am Gobelsberg den Blick auf die weitere Umgebung richtet.
Vom Aussichtsturm am Gobelsberg reicht der Rundblick vom Tullner Becken über das Donautal bis zu den Voralpen. Das ist ein anderer Schwerpunkt als die Wege durch die Kellergasse: Hier steht das Panorama im Vordergrund, dort die Erkundung zu Fuß oder mit dem Rad in Richtung Zeiselberg. Sie können Ihren Ausflug also danach ausrichten, ob Sie lieber eine Wegstrecke oder einen weiten Landschaftsblick zum Mittelpunkt machen möchten.
Bründl und Wallfahrtsgeschichte
Das Frauen-Bründl wurde 1660 erstmals urkundlich erwähnt und galt bei Wallfahrern als Quellheiligtum. Am Ortseingang von Gobelsburg, von Langenlois kommend, verbindet das Marien-Bründl die Reste einer ehemaligen Kapelle mit einer Quelle und einem Rastplatz. Da sich die Pflegebedingungen ändern können, prüfen Sie den Zustand des Rastplatzes vor Ihrem Besuch.
Ein Weg führt in den Ortsteil Zeiselberg und weiter zu den restaurierten Resten der Wallfahrtskapelle „Maria Bründl“. Die drei Bründl-Bezüge haben jeweils einen eigenen Zusammenhang: Beim Frauen-Bründl ist die Überlieferung als Quellheiligtum prägend, das Marien-Bründl am Ortseingang verbindet Kapellenreste, Quelle und Rastplatz, und der Weg nach Zeiselberg führt zu den restaurierten Kapellenresten. Diese Unterschiede helfen dabei, die jeweiligen Ziele in der Planung auseinanderzuhalten.
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