Bullendorf verbindet hallstattzeitliche Geschichte mit Bauwerken aus dem frühen 20. Jahrhundert und der Kellergasse Fuchsenweg. Am Hohlweg stehen restaurierte Presshäuser und Weinkeller; außerdem gibt es einen Rundweg und die Hauer-Route, die Bullendorf in eine Folge mehrerer Orte einordnet.
Hallstattzeit und Baugeschichte
Der hallstattzeitliche Grabhügel von Bullendorf, im Volksmund Kapperlberg genannt, steht unter Denkmalschutz. Das Bundesdenkmalamt führt ihn in seiner Denkmalliste vom 23. Juni 2026 als denkmalgeschützt. Der Hüttenberg, auch Schatzhüter oder Saurüssel genannt, ist eine hallstattzeitliche Höhensiedlung. Die Begriffe stehen für zwei unterschiedliche archäologische Formen: Grabhügel und Siedlung.
Auch die Pfarrkirche Maria Königin und der ehemalige Liechtensteinsche Zehenthof in der Lindengasse 5 sind in derselben Denkmalliste als denkmalgeschützt verzeichnet. Die Kirche wurde 1912 nach Plänen von Karl Weinbrenner erbaut, dem Architekten des Fürstenhauses Liechtenstein. Der Pfarrhof entstand zwischen 1910 und 1920 ebenfalls nach Weinbrenners Plänen. Kirche und Pfarrhof teilen damit einen Architekten; ihre Bauzeiten überschneiden sich, wobei für die Kirche 1912 und für den Pfarrhof eine Zeitspanne angegeben ist. Im zeitlichen Vergleich spannt sich der Bogen vom Zayatal, das seit der Jungsteinzeit als besiedelt gilt, über die hallstattzeitlichen Stätten Kapperlberg und Hüttenberg bis zu den Bauwerken des frühen 20. Jahrhunderts: Die Pfarrkirche entstand 1912, der Pfarrhof entstand zwischen 1910 und 1920. Die Kellergasse Fuchsenweg steht zudem mit der seit Jahrhunderten wichtigen Weinbautradition des Zayatals in Verbindung.
Kellergasse Fuchsenweg und Wein
An beiden Seiten des geräumigen Hohlwegs der Kellergasse Fuchsenweg stehen alte, liebevoll restaurierte Presshäuser und Weinkeller. Die beidseitige Anordnung gehört zum baulichen Charakter der Gasse. Der Fuchsenweg steht in Verbindung mit dem Zayatal, das als seit der Jungsteinzeit besiedelt gilt; der Weinbau ist dort seit Jahrhunderten eine wichtige Tradition.
Führungen durch die Kellergasse Fuchsenweg vermitteln Einblicke in ihre Geschichte und frühere Bedeutung. In Bullendorf werden außerdem nach Vereinbarung Kellergassenführungen mit Wissenswertem über Bullendorf und das Weinviertel angeboten. Auf Wunsch können anschließend eine Weinverkostung und eine Heurigenjause dazukommen. Bei Veranstaltungen in der Kellergasse Fuchsenweg werden ebenfalls Weinverkostungen angeboten. Wenn Sie gezielt eine Veranstaltung einplanen, prüfen Sie deren Termin vorab.
Rundweg und Hauer-Route
Der Rundweg Fuchsenweg in Bullendorf ist 5,8 km lang und dauert etwa 1¾ Stunden. Die ungefähre Gehzeit bietet einen Anhaltspunkt für die Tagesplanung; prüfen Sie vor dem Gehen die Wegbedingungen.
Die Hauer-Route führt über Bullendorf, Ebersdorf an der Zaya und Walterskirchen nach Poysdorf. Die beiden Routen unterscheiden sich in ihrem Planungsmaßstab: Beim Rundweg stehen eine konkrete Länge und ungefähre Gehzeit im Mittelpunkt, die Hauer-Route führt durch eine Folge mehrerer benannter Orte bis nach Poysdorf.
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