Am Feuchtbiotop Mariensee in Neuwald beginnt und endet der Wildwasserpfad; eine weitere Wanderung führt von dort über die Marienseer Schwaig zum Wetterkoglerhaus am Hochwechsel. Der Wildwasserpfad erschließt die Wasserlandschaft, während die zweite Tour ein Ziel auf dem Hochwechsel hat. Kulturinteressierte finden außerdem Orte mit konkreter Geschichte, darunter die Salzbauer Kapelle in Mariensee und die Pfarrkirche hl. Petrus in der Katastralgemeinde Neuwald.
Feuchtgebiet und Wildwasserpfad
Das Feuchtbiotop Mariensee ist etwa 200 m² groß und von einer Feuchtwiese umgeben. Zugleich ist es Ausgangs- und Endpunkt des Wildwasserpfads. Besucher können hier Wassertiere wie die Wechselkröte beobachten. Entlang des Pfads helfen zahlreiche Schautafeln und Fragen Wandernden, Kindern und Erwachsenen dabei, verborgene Plätze zu entdecken und die Welt des Wildwassers und ihrer Umwelt kennenzulernen.
Der Weg folgt dem Pöstlingbach durch ein kleines Tal, in dem Quellen und Bäche frei fließen. Zu seinen Stationen gehören ein Rastplatz bei einer alten Mühle, ein Wasserfall und ein Biwak. Diese Ziele geben der Wanderung unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Am Biotop steht die Naturbeobachtung im Vordergrund, unterwegs folgt der Weg dem Bach, und Rastplatz, Wasserfall und Biwak sind weitere benannte Orte entlang der Route.
Der Wildwasserpfad ist als mittelschwere Wanderung über 6,63 km mit einer Dauer von drei Stunden sowie 494 Höhenmetern im Auf- und Abstieg angegeben. Diese Streckenwerte helfen, den Zeit- und Höhenunterschied für die eigene Planung einzuordnen; sie beziehen sich auf die Wanderung und nicht auf die Anreise zum Ausgangspunkt.
Wanderung über die Marienseer Schwaig
Eine weitere Wanderung beginnt beim Feuchtbiotop Mariensee und führt über die Marienseer Schwaig zum Wetterkoglerhaus am Hochwechsel. Das Wetterkoglerhaus liegt mit 1.743 m am höchsten Punkt des Wechsels. Von dort reicht der Panoramablick über Semmering und Rax bis zum Schneeberg und über die Grenzen hinaus nach Slowenien und Ungarn.
Die Marienseer Schwaig wurde bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwähnt. Sie ist zu Fuß über gut markierte Wanderwege erreichbar. Auf der Wanderung vom Feuchtbiotop bietet sie hausgemachte Speisen und Erzeugnisse aus dem eigenen Garten an. Die Schwaig ist saisonal in Betrieb; prüfen Sie den Saisonbetrieb vor der Reise, insbesondere wenn Sie dort eine Einkehr einplanen. So lässt sich die Essenspause mit der tatsächlichen Betriebszeit abstimmen, statt sie ohne vorherige Prüfung als festen Teil des Wandertags einzuplanen.
Ein weiterer namentlich ausgewiesener Ort ist die Herrgottschnitzerhütte – Franz Kaupe-Haus am Kampstein in 2870 Neuwald. Sie ist im Sommer und Winter in Betrieb. Die Angabe betrifft diesen Ort; zur Planung der Wanderungen rund um das Feuchtbiotop sind deren eigene Streckenangaben maßgeblich.
Anreise zum Ausgangspunkt
Die Wanderung zum Feuchtbiotop lässt sich über Mariensee mit dem Auto erreichen. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt die Verbindung ab dem Bahnhofs-Endpunkt Aspang-Markt mit dem Regionalbus 1764 bis Mariensee Gh Haidbauer. Von dort geht es anschließend zu Fuß in etwa 40 Minuten weiter. Dieser Fußweg gehört zur Anreise; die angegebene dreistündige Dauer des Wildwasserpfads ist davon getrennt. Prüfen Sie für Ihre Planung den Fahrplan des Regionalbusses.
Kapelle und Pfarrkirche
Die Salzbauer Kapelle, auch Kapelle Mariensee genannt, liegt mitten im Ort Mariensee auf einer Anhöhe bei der Ortseinfahrt. Sie wurde zum Gedenken an den gefallenen Hubert Fahrner sowie an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs errichtet und am 2. September 1956 eingeweiht. Ihre Lage und die Widmung geben dem Besuch einen anderen Schwerpunkt als die Wanderungen und Naturbeobachtungen.
Die katholische Pfarrkirche hl. Petrus in der Katastralgemeinde Neuwald, auch Pfarrkirche St. Peter am Neuwald genannt, steht per Verordnung unter Denkmalschutz. Eine Innenbesichtigung ist nach Anmeldung möglich. Stimmen Sie einen Besuch daher vorab ab; so bleibt die Besichtigung an die genannte Anmeldebedingung gebunden.
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