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Mallon liegt südlich des Wagrams und ist ein Breitstraßendorf. Der Begriff bezeichnet eine Dorfanlage, deren Bebauung sich an einer breiten Straße orientiert. Für Ihren Aufenthalt können Sie zwischen Ortsgeschichte, Architektur, Astronomie, Weinbau und einem konkreten Wegbezug wählen: Die urkundliche Erwähnung im Jahr 1192, historische Bausubstanz und die Biografie eines Astronomen stehen neben dem Triesneckerhof und dem Weg 4a.

Dorfgeschichte und Architektur

Mallon wurde 1192 urkundlich erwähnt. Vor der Kommassierung 1961 stand die Dreifaltigkeit an der Kreuzung der alten Wege von Mallon nach Neustift und von Dörfl nach Kollersdorf. Eine Kommassierung ist eine Neuordnung landwirtschaftlicher Flächen.

Im Kern von Haus Nr. 6 in Mallon findet sich Bausubstanz aus dem 16. bis 17. Jahrhundert; das zweigeschossige Gebäude besitzt eine spätsecessionistische Fassade. Die Datierung gilt dem Gebäudekern, der Stilbegriff der Fassade. Die Ortskapelle Mallon befindet sich am nördlichen Ortsrand des Dorfes. Der Bildstock 420/1 steht in Mallon gemäß Verordnung unter Denkmalschutz. Ein Bildstock ist ein religiöses Kleindenkmal.

Für Kulturinteressierte ergeben sich damit zwei verschiedene Zugänge: Die Bauwerke und historischen Daten verankern die Geschichte im Ort; Triesneckers Geburtsort und Mondbenennungen führen sie in die Wissenschaftsgeschichte weiter.

Franz de Paula Triesnecker und die Astronomie

Franz de Paula Triesnecker wurde am 2. April 1745 in Mallon geboren. Er war ein österreichischer Astronom, Geodät, Mathematiker, Philosoph und Theologe. Geodäsie befasst sich mit der Vermessung und Gestalt der Erde; die Berufsbezeichnungen umfassen somit Naturwissenschaften und Mathematik ebenso wie Philosophie und Theologie. Der Mondkrater Triesnecker und eine Rillenstruktur auf dem Mond sind nach ihm benannt. Eine Rillenstruktur ist eine langgestreckte Geländeform auf der Mondoberfläche. Während die Architekturgeschichte an Gebäuden ablesbar ist, reicht Triesneckers Namensgeschichte bis zu Merkmalen auf dem Mond.

Weinbau und Besuchsplanung

Der Triesneckerhof in Mallon bei Kirchberg am Wagram ist ein traditionsreiches Familienweingut mit über 275-jähriger Geschichte. Auf Löss- und Urgesteinsböden baut er Grünen Veltliner, Riesling, Zweigelt sowie die PIWI-Reben Johanniter und Sauvignier Gris an. PIWI bezeichnet pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Boden- und Rebsortenangaben können sich mit der Produktion verändern. Verkostungen und Direktverkauf sind nach Vereinbarung möglich; wenn Sie eines dieser Angebote einplanen, stimmen Sie den Besuch vorab ab.

Weg und Bus

Der Weg 4a führt über Mallon und Dörfl zurück nach Kirchberg. Routendetails können sich ändern; prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Verlauf. Für die Regionalbuslinie 864 nennt der Fahrplan die Haltestelle Mallon Kapelle; die dort aufgeführten werktäglichen Verbindungen gelten ab dem 14. Dezember 2025. Prüfen Sie die Abfahrtszeit für Ihren Reisetag. Weg und Fahrplan liefern unterschiedliche Planungsinformationen: Der Weg beschreibt einen Verlauf über mehrere Orte, der Fahrplan eine Haltestelle und werktäglichen Verkehr.

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