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In Groß-Siegharts erzählen Museen, historische Orte und handwerkliche Arbeit von unterschiedlichen Seiten der Stadtgeschichte. Besonders präsent ist die Textiltradition: Sie begegnet Ihnen in der Entwicklung der Bandweberei, an einem ehemaligen Industriekomplex und in handgefertigten Teppichen. Dazu kommen ein Museum zur Bankgeschichte und Möglichkeiten, den Aufenthalt mit Zeit im Schlosspark, am Wasser oder auf Radrouten zu gestalten.

Textilgeschichte an mehreren Schauplätzen

Das Textilmuseum Groß-Siegharts widmet sich der Entwicklung der örtlichen Bandweberei und dem Alltag der Menschen, die in diesem Bereich tätig waren. Die Dauerausstellung erstreckt sich über rund 600 m² und umfasst etwa 1.000 Exponate. So stehen nicht nur die Erzeugnisse im Blick: Die Ausstellung nimmt ebenso die Geschichte eines Gewerbes wie die Lebenswelt der darin arbeitenden Menschen auf.

Einen weiteren Zugang zur Textilgeschichte bietet der Sieghartsbergweg. Er führt am Gebäudekomplex der ehemaligen Teppich- und Möbelstoffwerke vorbei, der an die große Vergangenheit der Groß-Sieghartser Textilindustrie erinnert. Schloss Groß-Siegharts ist außerdem ein Ausgangspunkt der Waldviertler Textilstraße. Museum, Weg und Themenstraße setzen damit unterschiedliche Akzente: auf Bandweberei und Alltagsleben, auf ein erhaltenes Zeugnis der früheren Industrie und auf eine Route mit textilem Schwerpunkt.

Handwerk ist auch mit den Waldviertler Teppichstickern verbunden. Sie fertigen Teppiche aus reiner Schafwolle in Handarbeit; jeder Teppich ist ein Unikat der Waldviertler Handwerkskunst. Dieser Blick auf Material und individuelle Fertigung ergänzt die Geschichte der Bandweberei um eine andere textile Arbeit.

Museum, Kunst und ein historischer Jahresanker

Das Erste Österreichische Sparkassenmuseum eröffnet ein anderes Thema. Zu seinen Exponaten zählen technische Stücke, alte Urkunden, historische Banknoten und Wertpapiere, alte Buchführungsunterlagen sowie ein alter Bankschalter. Damit richtet sich der Blick auf Finanz- und Bankgeschichte, statt auf die Textilproduktion. Wer beides interessiert, findet in den Museen also klar unterscheidbare Schwerpunkte.

Die Kunstfabrik Groß-Siegharts verfügt über eine Galerie, die nationale und internationale Gegenwartskünstlerinnen und Gegenwartskünstler ins Waldviertel holt. Ein weiteres konkretes Datum in der Ortsgeschichte ist 1795: In diesem Jahr wurde der Pranger von Groß-Siegharts errichtet. Zusammen bieten Kunst, Museumsbestände und historisches Bauwerk verschiedene Zugänge, ohne dass sich alle kulturellen Entdeckungen um dasselbe Thema drehen.

Schlosspark, Waldbad und Radrunde

Der Schlosspark liegt im Stadtzentrum und umfasst 30.000 m². Zum alten Baumbestand kommen ein Ententeich, ein Kinderspielplatz und eine Stockschießbahn. Diese Kombination macht den Park zu einer eigenen grünen Station im Ort, mit verschiedenen Elementen auf einer großen Anlage.

Im Waldbad Groß-Siegharts gehören eine Wasserrutsche, ein langgezogener Sandstrand und ein großer Nichtschwimmerbereich zur Ausstattung. Vom Parkplatz des Waldbads starten außerdem die Groß-Sieghartser „Tut-gut“-Wanderrouten. Das verbindet zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung: die Einrichtungen des Waldbads und den Beginn der Wanderrouten am dazugehörigen Parkplatz.

Für eine Radtour eignet sich die Seebsbach Radrunde für Trekkingbikes, Citybikes und E-Bikes; sie ist an die TOP-Radroute Thayarunde angebunden. Damit lässt sich die Radroutenoption gezielt von den Museums- und Parkthemen unterscheiden. Überlegen Sie bei der Auswahl Ihrer Unterkunft, welche dieser Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt wichtig sind: textile und industrielle Geschichte, Kunst und Sammlungen oder Bewegung im Freien.

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