Schwadorf verbindet eine lange Wallfahrtstradition mit zahlreichen historischen Kreuzen und einer Landschaft aus Wiesen und Feldern. Auch Radfahren gehört zu den örtlichen Themen: Die Römerland Carnuntum Radtour 54 ist in beide Richtungen ausgeschildert. Für die Planung können Sie so zwischen Kulturgeschichte, Spaziergängen und einer Radtour wählen.
Wallfahrt und Pfarrkirche
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt stammt aus der Zeit vor 1200. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Schwadorf aufgrund des berühmten Marienbildes „Maria Hilf“ zu einem Wallfahrtsort. Die Kirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet; prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrer Anreise noch einmal.
Historische Kreuze und Denkmäler
Mehrere Kreuze erinnern an unterschiedliche Zeiten und Stiftungen. Die Mariensäule, auch „Gemeindesäule“ genannt, wurde 1595 errichtet. 1624 ließ der Bürger und Bäckermeister Hans Krapf die Bäckerkreuzsäule gemeinsam mit seiner Frau Rosina errichten. Die Pestkreuzsäule entstand 1674 auf dem Gelände eines ehemaligen Pestfriedhofs: Die Gemeinde widmete sie der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Das Galgenkreuz wurde 1770 mit einem Bildnis der „Schmerzhaften Muttergottes“ errichtet. Die Namen und Widmungen zeigen, dass diese Denkmäler unterschiedliche religiöse Bezüge tragen.
Auch ihre Standorte lassen sich anhand konkreter Straßen und Richtungen unterscheiden. Das steinerne Fleischhackerkreuz errichtete der Fleischhauer Franz Ferschel 1734 inmitten der Weinberge an der Grenze zu Wr. Herberg. Das Hochkreuz, auch „Hohes Kreuz“ genannt, steht direkt an der B10 Richtung Schwechat, etwa zwei Kilometer außerhalb des Ortsgebiets. Die Dreifaltigkeitssäule wurde 1700 errichtet und mehrfach renoviert. Sie steht an der Landeshauptstraße 156 in Richtung Wr. Herberg, etwa zwei Kilometer vom Ortsgebiet entfernt.
Das Schutzengelkreuz entstand ursprünglich als hölzernes Kreuz an der Straße nach Rauchenwarth. Das Kriegerdenkmal wurde 1923 auf dem alten Friedhof vor der Pfarrkirche errichtet; der Friedhof war 1814 aufgelassen worden. Zusammen reichen die hier genannten Jahreszahlen von der Mariensäule aus dem Jahr 1595 bis zum Kriegerdenkmal von 1923.
Schlossgeschichte und Kunst
Für 1331 ist in Schwadorf eine Burg am Westufer der Fischa belegt. Die ehemalige Festung von Schloss Schwadorf war von Ringmauern und Wassergräben umgeben. Ein weiterer historischer Bezug findet sich in der Kunst: Adalbert Stifter hielt 1835 eine Anlage in seinem Ölgemälde „Der Fabriksgarten in Schwadorf“ fest. Burg, frühere Festungsanlage und Gemälde setzen unterschiedliche Akzente – mittelalterliche Geschichte, bauliche Sicherung und eine künstlerische Darstellung des Orts.
Spaziergänge, Radtour und Hallenbad
Die Ebenen aus Wiesen und Feldern laden zu langen Spaziergängen ein. Der Schwadorfer Wald reicht bis in das Gemeindegebiet des Wallfahrtsorts Rauchenwarth mit der Bründlkirche. Das ist ein eigenständiger Landschaftsbezug neben der örtlichen Wallfahrtsgeschichte. Für Radreisende bietet die ausgeschilderte Römerland Carnuntum Radtour 54 eine andere Möglichkeit, die Umgebung zu erleben: Der nach Schwadorf führende Abschnitt verläuft auf einem asphaltierten Feldweg.
Als weitere Freizeitmöglichkeit gibt es das Hallenbad Schwadorf. Es wurde 2018 renoviert; zur Anlage gehören eine moderne Schwimmhalle und ein Café mit Schanigarten. Wenn Sie einen Besuch planen, prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten. So stehen in Schwadorf historische Orte, Spaziergänge und Radfahren neben einer Hallenbad-Option als unterschiedliche Schwerpunkte zur Auswahl.
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