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Stollhof ist ein Ziel für Reisende, die Kulturgeschichte und Wege an der Hohen Wand in einer Ortswahl zusammendenken möchten. Die Funde reichen bis in die frühe Kupferzeit; dazu kommen Sakralbauten aus mehreren Jahrhunderten und Wanderoptionen mit unterschiedlichen Ausgangs- und Zielbezügen. Für die Auswahl einer Ferienwohnung ist daher zuerst die Frage hilfreich, ob Ihr Aufenthalt stärker von Ortsgeschichte oder von Touren geprägt sein soll.

Archäologie und Sakralbauten

Die Goldscheiben und massiven Kupferfunde von Stollhof in Niederösterreich stammen aus der Zeit um 4000 v. Chr. und stellen die älteste Metalldeponierung der frühen Kupferzeit Österreichs dar. Der Stollhof-Schatz ist vermutlich etwa 6.000 Jahre alt. Diese Zeitangaben rücken eine sehr frühe Epoche in den Blick, während die Sakralbauten die spätere Ortsgeschichte über mehrere Jahrhunderte greifbar machen.

Im Ortszentrum steht die Ortskapelle hl. Sebastian, ein Rechteckbau von 1713. In ihrer Giebelfassade befindet sich eine Nische mit einer Statuette der Maria Immaculata aus dem 18. Jahrhundert. Bauform, Baujahr und die spätere Datierung der Figur geben dieser Kapelle ein eigenes historisches Profil. Im Osten von Stollhof liegt die Filialkirche hl. Maria Königin des Friedens, erbaut 1968 bis 1970.

Eine andere Bauphase repräsentiert die Engelbertkirche: Sie entstand 1934–35 nach Plänen von Robert Kramreiter und wurde 1988 von Otto Rinder restauriert. Die Kirche mit Dr.-Dollfuß-Gedenkstätte steht am Abhang der Hohen Wand im Naturpark. Auch die Kapellen außerhalb des Ortszentrums unterscheiden sich nach Lage und Bauzeit: Südlich von Stollhof steht die Marienkapelle aus dem Jahr 1858. Am südlichen Ortsausgang befindet sich die Annenkapelle, ein Rechteckbau vom Ende des 18. Jahrhunderts. Nördlich des Ortes liegt die Grabkapelle Maria Reyer, ein hoher historistischer Rechteckbau vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Wanderwege mit unterschiedlichen Bezügen

Bei den Wanderoptionen sind Ausgangspunkt und Zielrichtung hilfreiche Unterscheidungsmerkmale. Der Hanselsteig führt von Stollhof auf die Hohe Wand. Eine weitere Wanderung führt von Stollhof zum Kohlröserlhaus und beginnt am Parkplatz am Ende der Festplatzstraße. Über die Festplatzstraße gelangt die Tour in den Wald; dort kann sie in Richtung Hohe Wand beginnen. Der Rundwanderweg Bründlries liegt auf dem Plateau der Hohen Wand und ist Stollhof zugeordnet. So unterscheiden sich die beschriebenen Wege: ein Steig von Stollhof auf die Hohe Wand, eine Tour mit benanntem Startpunkt und ein Rundwanderweg auf dem Plateau.

Im Gasthof Kohlröserlhaus in Stollhof gibt es außerdem einen Ausstellungsraum mit regionalen Funden. Zu sehen sind dort unter anderem Höhlenbärzähne und versteinerte Schnecken. Das ergänzt die archäologische Perspektive um konkrete Beispiele regionaler Fundstücke.

Anreise und Wahl des Aufenthalts

Regionalbusse der Linie 7845 fahren vom Wiener Neustadt Hauptbahnhof nach Stollhof, unter anderem in Richtung Muthmannsdorf Kapelle, Netting Kapelle und Emmerberg Kreuzung. Wenn Sie diese Verbindung einplanen, prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt. Die Verbindung ergänzt die örtlichen Startpunkte der Wanderungen um eine konkrete Möglichkeit für die Anreise mit dem Bus.

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung hilft es, Ihren Schwerpunkt festzulegen: Möchten Sie sich vor allem mit den archäologischen Funden und den Sakralbauten beschäftigen oder Wanderungen in Richtung Hohe Wand einplanen? Stollhof bietet dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von der Ortskapelle im Zentrum bis zu den beschriebenen Wegen. So können Sie das Reiseziel danach auswählen, welche Themen Ihre Aufenthaltstage prägen sollen.

Weitere Reiseziele entdecken: Pernitz, Sollenau, Weikersdorf am Steinfelde, Muggendorf, Markt Piesting, Loipersdorf, Krumbach, Hochneukirchen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wiener Neustadt.

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