In Friedburg geben Burg- und Kirchengeschichte sowie Wege mit unterschiedlichen Themen konkrete Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Sie können den Ort über seine historischen Zeugnisse kennenlernen, eine Strecke mit benanntem Ziel wählen oder sich an Natur- und Wegeschwerpunkten orientieren.
Burg Friedburg und ihre Geschichte
Die ersten urkundlichen Aufzeichnungen zu Friedburg reichen bis 1180 zurück. Die Bischöfe von Bamberg ließen die Friedburg als Bollwerk an der Grenze zwischen Bayern und Österreich erbauen. Im Erbfolgekrieg 1703 beschossen österreichische Truppen die Burg und nahmen sie ein. Zwischen 1788 und 1790 wurde sie vollständig abgetragen. Der Burgstall Friedburg ist als ehemalige Burganlage per Bescheid unter Denkmalschutz gestellt. So lassen sich Bau, Grenzfunktion und späterer Abtrag der Burg zeitlich einordnen. Zur älteren Sakralgeschichte Friedburgs gehört auch die ursprüngliche Sebastiani-Kapelle, die 1649 während der Pestzeit erbaut wurde. Der Pfarrhof gilt als Kulturdenkmal.
Die Pfarrkirche hl. Sebastian
Die katholische Pfarrkirche hl. Sebastian steht per Verordnung unter Denkmalschutz. Am heutigen Standort wurde sie als zweite Kirche erbaut und 1869 geweiht. Ihre Ausstattung umfasst mehrere deutlich ältere Stücke: Der Hochaltar aus dem Jahr 1770 wurde in die neuere Kirche übertragen. Die Krippe stammt aus dem Jahr 1780; ihre Köpfe, Hände und Füße sind geschnitzt. Hinzu kommen 14 in Öl gemalte Kreuzwegstationen mit Rahmen und Rokokoornamenten. Auch die kleinste Glocke reicht weit zurück: Sie stammt aus dem Jahr 1475 und aus der Burgkapelle. Altar, Krippe und Glocke verbinden so unterschiedliche historische Zeitpunkte mit der Pfarrkirche.
Wege mit eigenen Themen und Profilen
Der Riesenwanderweg ist ungefähr 4 km lang und führt von Lengau bis zur Kirche nach Friedburg. Die Länge ist ein ungefähres Maß; da sich die genaue Beschilderung ändern kann, prüfen Sie die Wegführung vor dem Start. Eine Wanderkarte für den Schlossbergweg erhalten Sie über das Gemeindeamt Lengau.
Auf dem Schlossberg Friedburg wurde 2008 der Bibelweg zur Hohen Kreuzkapelle angelegt. Der Sagenweg entstand 2009 zum Thema „Brudermord auf der Friedburg“. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: hier der Bibelweg mit seinem Ziel an der Kapelle, dort der Sagenweg mit dem Bezug zur Friedburger Geschichte.
Die F3-Strecke führt durch ein Naturschutzgebiet und anschließend über Forst- und Waldwege durch Wald- und Naturlandschaft. Über Heiligenstatt kehrt sie zum Ausgangspunkt zurück. Damit ist bei dieser Route sowohl der Verlauf durch das Schutzgebiet als auch der Rückweg über Heiligenstatt Teil der Streckenbeschreibung.
Der Lauf- und Walking-Park Friedburg-Lengau bietet acht verschiedene Nordic-Walking- und Laufstrecken. Die Verbindungsstrecken V1 und V2 verbinden die Streckentafeln des Parks in Friedburg, Schneegattern und beim Naturfreundehaus. Als konkrete Einzelstrecke ist die L2 Palfinger Runde als mittelschwer eingestuft; sie hat feste Schotter- und Asphaltabschnitte, führt in Richtung Bach und weiter nach Teichstätt und passiert Marterln und Kapellen.
Die Routenprofile beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Beim Riesenwanderweg sind das Ziel an der Kirche in Friedburg und die ungefähre Länge die Orientierung; bei der L2 stehen Schwierigkeitsgrad und Untergrund im Vordergrund. So können Sie Ihre Wahl danach ausrichten, ob Ihnen ein benannter Zielpunkt oder ein beschriebenes Streckenprofil wichtiger ist.
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