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Eine spätgotische Pfarrkirche, archäologische Zeugnisse und zwei unterschiedlich beschriebene Wanderwege geben einem Aufenthalt in Gilgenberg Am Weilhart verschiedene mögliche Schwerpunkte.

Kirchenbau und Ortsgeschichte

Die heutige Pfarrkirche von Gilgenberg am Weilhart ist eine spätgotische Hallenkirche. Der Passauer Bischof Sigmund weihte sie am 13. April 1466. An der Pfarrkirche ließ Ulrich Zachenberger 1490 den Ölberg errichten. Die Denkmalliste des Bundesdenkmalamts vom 23. Juni 2026 führt die katholische Pfarrkirche hl. Ägidius samt Friedhof als per Verordnung denkmalgeschützt.

Auch der alte Pfarrhof gehört zur Baugeschichte des Ortes: Der frühbarocke Bau diente den Pröpsten des Stifts Ranshofen im Sommer als Amtsresidenz. Am ehemaligen Pfarrhof in Mairhof 4 wurde die Schutzengelkapelle um 1700 angebaut. Damit führen die historischen Bezüge von der Weihe der heutigen Kirche im 15. Jahrhundert bis zu späteren Ergänzungen an Pfarrgebäuden.

Helmbrecht und archäologische Spuren

Die Helmbrechtsäule gruppiert acht Relieftafeln um eine mächtige Säule; bildnerisch erzählen die Tafeln die Geschichte des Helmbrecht. 1979 wurde sie als künstlerischer Mittelpunkt für die Neugestaltung des Ortszentrums von Gilgenberg in Auftrag gegeben. Der Helmbrecht-Pfad führt zu einem Hof in Gilgenberg, der im Mittelalter Helmbrechtshof genannt wurde. So treffen an diesen benannten Orten unterschiedliche Bezüge zur Helmbrecht-Erzählung aufeinander: eine bildnerische Darstellung und ein Hof mit mittelalterlichem Namen.

In Gänsfuss umfassen die Hügelgräber zwölf Grabhügel aus der Hallstattzeit. Sie wurden 1882 unter der Aufsicht des Heimatforschers Hugo von Preen geöffnet. Zu den Funden gehörten Urnen, Tongefäße, Pferdegeschirre sowie Gegenstände aus Bronze und Eisen; sie werden im OÖ Landesmuseum aufbewahrt. Wenige Meter neben der Straße Reit-Ach ist das Ausmaß der Hügelgräber bis heute klar zu erkennen.

Eine weitere archäologische Spur ist die Hallstattsiedlung Kastenberger in der Flur Bierberg. Die Denkmalliste vom 23. Juni 2026 führt sie als per Bescheid gemäß § 3 geschützt. Bei einem Bauernhaus in Kastenberger in Weidenthal wurde im Zuge der Verlegung einer Erdgastrasse eine prähistorische Siedlung der Eisenzeit untersucht, deren Datierung vom 8. bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. reicht.

Helmbrechtsschänke und Wanderwege

In der Helmbrechtsschänke werden typische Innviertler Spezialitäten angeboten, darunter prickelnder Most, hausgemachter Apfelsaft und Jausen mit Selchfleisch. Das Angebot kann sich ändern; erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach den aktuellen Speisen und Getränken. Das angeschlossene Freilichtmuseum zeigt restaurierte landwirtschaftliche Geräte, die auf dem gesamten Hof besichtigt werden können. Da sich Besucherarrangements ändern können, empfiehlt sich vorab eine Nachfrage zu den Besichtigungsbedingungen.

Der Römerwanderweg Dilliberg ist ein etwa 7 km langer Rundweg. Er beginnt am Vorplatz des Gemeindeamts und ist durchgehend mit Wegzeigern beschildert. Der Marien-Wanderweg führt am Gemeindeamt von Gilgenberg vorbei und durchquert ein Stück des Unteren Weilhartsforstes. Für die Wahl zwischen den Wegen sind damit unterschiedliche Merkmale greifbar: Beim Römerwanderweg stehen Rundform und ungefähre Länge im Vordergrund, beim Marien-Wanderweg der Verlauf am Gemeindeamt und durch den Forst. Routenverläufe und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegangaben.

Weitere Reiseziele entdecken: Roßbach, Neukirchen An Der Enknach, Feldkirchen Bei Mattighofen, Wimpassing, Mining, Pfaffstätt, Schwand Im Innkreis, Sankt Johann am Walde.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braunau Am Inn.

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