Wenn Sie für Munderfing Natur- und Kulturthemen suchen, stehen zwei Schwerpunkte im Vordergrund: Wege und Klimathemen im Kobernaußerwald sowie Kirchenkunst und historische Erinnerungsorte. Munderfing liegt am Rand des Waldes, der als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Europas gilt.
Waldwege, Klima und Windpark
Rund um Munderfing gibt es im Kobernaußerwald zahlreiche gut ausgeschilderte Wege zum Wandern und Radfahren. Neben diesen Wegen setzt der Themenweg Klima & Energie einen eigenen Akzent. Er ist ein Lehrpfad im Kobernaußerwald und verläuft von Parz zum Windpark Munderfing. Unterwegs geht es um den Einsatz erneuerbarer Energie sowie um die Grundlagen des Klimas und des Klimawandels.
Am Windpark Munderfing bietet ein Aussichtspunkt einen direkten Blick auf die Windräder. Lehrpfad und Aussichtspunkt eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zu verwandten Themen: Der Lehrpfad erklärt Energie- und Klimafragen, am Aussichtspunkt richtet sich der Blick unmittelbar auf die Windräder.
Ein weiterer Wegbezug ist die VIA NOVA: Ein 14,1 Kilometer langer Wegabschnitt verbindet Munderfing mit Maria Schmolln. Im Vergleich zum Themenweg, dessen Verlauf von Parz zum Windpark führt und dessen Schwerpunkt auf Klima und Energie liegt, sind hier die Weglänge und Maria Schmolln als Ziel benannt. So lassen sich zwei unterschiedliche Orientierungen für die Planung gegenüberstellen: ein Lehrpfad mit erklärendem Inhalt und eine Wegverbindung mit konkreter Distanz.
Kirchenkunst und historische Spuren
Die römisch-katholische Pfarrkirche in Munderfing hat einen 44 Meter hohen barocken Zwiebelturm. Ein Zwiebelturm bezeichnet eine Turmhaube mit bauchig geschwungener Form. In der Kirche stammen der Seitenaltar und die Statuen von Meinrad Guggenbichler. So stehen Architektur und Bildhauerkunst nebeneinander.
Auch die Kerscherkapelle bietet kunstgeschichtliche Details: Ihr Barockgewölbe ist mit Akanthusstuck und Fresken zum Blutvergießen Christi geschmückt. Akanthus ist ein Blattmotiv, das hier als Stuckornament erscheint. Der kunstvolle Altar wurde vermutlich 1714 von Meinrad Guggenbichler geschaffen, einem aus Mondsee stammenden Bildhauer. Sein Name begegnet damit an zwei verschiedenen Kirchenorten: in der Pfarrkirche bei Seitenaltar und Statuen, in der Kerscherkapelle beim vermutlich 1714 entstandenen Altar.
Die Filialkirche Valentinhaft wurde erstmals 1179 urkundlich erwähnt. Diese frühe Erwähnung setzt einen anderen historischen Akzent als die beschriebenen Kunstwerke der Pfarrkirche und der Kerscherkapelle: Im Vordergrund steht hier ein konkretes Datum aus der Ortsgeschichte.
Ein weiteres Erinnerungszeichen ist das Pestkreuz am Fuß des Haidbergs an der Jeginger Straße. Es erinnert an das Ende der Pest von 1712 bis 1714. Zusammen mit den Kirchen und der Kapelle gehört es zu den historischen Orten, die Munderfings religiöse Kunst und Gedenkkultur sichtbar machen.
Weitere Reiseziele entdecken: Lochen, Treubach, Mauerkirchen, Pischelsdorf Am Engelbach, Mattighofen, Mining, Höhnhart, Roßbach.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braunau Am Inn.