Wer Eferding als Ziel einer Kulturreise wählt, findet einen klaren Schwerpunkt in gotischer Baukunst und Stadtgeschichte. Der Dom, die St. Magdalena-Kapelle der Spitalskirche, Schloss Starhemberg und das Bräuhaus eröffnen unterschiedliche historische Blickwinkel. Für die weitere Planung zählen auch konkrete Besuchsbedingungen: Das Stadtmuseum hat saisonale Öffnungstage und feste Führungszeiten, während Führungen am Biohof Holzer eine Voranmeldung erfordern. Daneben stehen eine Donausteig-Etappe, der G´schichtenweg und das Erlebnisbad für andere Aktivitätsschwerpunkte.
Gotische Baukunst und Spitalsgeschichte
Der Eferdinger Dom wurde von 1451 bis 1505 im spätgotischen Stil erbaut und gehört zu den bedeutendsten spätgotischen Staffelhallen Oberösterreichs. Die St. Magdalena-Kapelle der Spitalskirche weist hochwertige Granit-Steinarchitektur und Fresken aus der Zeit um 1430 auf. Die Fresken gehören damit einer früheren Zeit an als die Bauphase des Doms – ein konkreter zeitlicher Vergleich zwischen zwei Eferdinger Kirchen.
Auch die Entstehung der Spitalskirche hat einen klaren historischen Bezug: Sie wurde als Kirche für das von Rudolf dem Schifer gestiftete Spital erbaut. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier neben der spätgotischen Architektur des Doms einen weiteren, anders gelagerten Zugang zur Geschichte der Stadt.
Schloss Starhemberg und das Bräuhaus
Der Nordtrakt von Schloss Starhemberg war einst eine Burg der Passauer Bischöfe und ist seit 1167 als Burg urkundlich erwähnt. Im Schloss befinden sich das Fürstlich Starhemberg'sche Familienmuseum und das Museum der Stadt Eferding. Damit verbindet der Ort die ehemalige Burgfunktion mit zwei Museen, die heute im Schloss untergebracht sind.
Das Bräuhaus wurde 1597/98 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte früher als „herrschaftlich-starhembergisches Bräuhaus“ zum Schloss Starhemberg. Später wurde es zu einem Kulturzentrum und einer Musikschule umgebaut. So lässt sich seine Geschichte sowohl mit der früheren Zugehörigkeit zum Schloss als auch mit seiner späteren kulturellen Nutzung verbinden.
Für die Anreise zum Bräuhaus sind mehrere Möglichkeiten genannt: Mit dem Auto, per Bahn über den Bahnhof Eferding (LILO), mit dem Rad und zu Fuß ist es erreichbar. So können Sie die Anreise zum Bräuhaus nach Ihrer bevorzugten Verkehrsart planen.
Saisonale Termine und weitere Aktivitäten
Das Stadtmuseum Eferding ist vom 1. Mai bis 30. September an Sonn- und Feiertagen geöffnet. An diesen Öffnungstagen finden Führungen um 10 Uhr und um 15 Uhr statt. Prüfen Sie die Termine vor Ihrer Anreise, damit der Museumsbesuch zu Ihrem gewählten Datum passt.
Beim Eferdinger G´schichtenweg sind Start und Ende am Parkplatz Ost beim Erlebnisbad Eferding. Die Donausteig-Etappe 2_G02 „Eferding – Wilhering“ startet ebenfalls in Eferding. Für die Planung ist das ein hilfreicher Unterschied: Beim G´schichtenweg ist der Ausgangspunkt zugleich der Endpunkt, während die Donausteig-Etappe als benannte Strecke in Eferding beginnt.
Das Erlebnisbad Eferding verfügt über eine 48 m lange Wasserrutsche und setzt damit einen anderen Akzent als die historischen Stationen. Wer sich für Landwirtschaft interessiert, kann beim Biohof Holzer eine Führung für Kleingruppen nach Voranmeldung vereinbaren. Die Voranmeldung ist dabei Teil der Planung; die Führungen richten sich an kleine Gruppen mit Interesse an Landwirtschaft.
Damit bietet Eferding unterschiedliche Ansatzpunkte für einen Aufenthalt: spätgotische Bauwerke und Stadtgeschichte, Museumsbesuche mit saisonalen Zeiten sowie einzelne Angebote rund um Bewegung und Landwirtschaft. Welche davon Sie einplanen, lässt sich an Ihren Interessen und – beim Stadtmuseum oder Biohof Holzer – an den jeweiligen Besuchsbedingungen ausrichten.
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