Scharten verbindet Bewegung im Freien mit einer ausgeprägten Kulturlandschaft und einer langen Kirchengeschichte. Im Frühjahr prägen Kirsch-, Birn- und Apfelblüten das Obst-Hügel-Land; als weitere Schwerpunkte kommen Themenwege und historische Baugeschichten hinzu. Der Naturpark Obst-Hügel-Land umfasst dabei nicht nur Scharten, sondern auch St. Marienkirchen an der Polsenz.
Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Rundweg Schartner Wanderfit bietet einen konkreten Rahmen für eine Bewegungseinheit: Er ist 3,5 Kilometer lang und umfasst sechs Stationen mit insgesamt neun Geräten. Der Fitnessweg beginnt im Ortszentrum bei der Naturpark-Volksschule. Übungen und Stationen sind gut beschildert. Länge, Startpunkt und Ausstattung geben diesem Weg ein anderes Profil als einem Spaziergang, bei dem vor allem die jahreszeitliche Landschaft im Vordergrund steht.
Der Kirschblütenweg ist in beide Richtungen beschildert. Wer zwischen den Wegen abwägt, kann so einen Fitnessweg mit ausgewiesenen Stationen einem Weg mit beidseitiger Beschilderung gegenüberstellen. Der Bienenerlebnisweg ergänzt das Themenangebot: Er liegt am Kirschblütenweg in Hochscharten/Wolfsgrub und wurde im Frühjahr 2015 neu gestaltet. Seine 18 Schautafeln behandeln den Lebensweg der Arbeitsbiene, die Honigerzeugung und die Blütenbestäubung.
Blütezeit im Obst-Hügel-Land
Im Frühjahr verwandeln die Blüten unzähliger Kirsch-, Birn- und Apfelbäume das Obst-Hügel-Land in ein weißes Blütenmeer. Diese Zeit lädt besonders zum Wandern oder Radfahren ein. Die Blüte ist damit ein hilfreicher Anhaltspunkt, wenn die Landschaft den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll; die Routen und Themenwege bieten daneben eigene Interessen, die nicht an die Beschreibung dieser Jahreszeit gebunden sind.
Auch regionale Einkehrmöglichkeiten sind saisonal verknüpft: Während der Blütezeit bieten Wirte, Jausenstationen und Obsthöfe rund um den Kirschblütenweg Besucherinnen und Besuchern regionale Schmankerl an. Wer diese Angebote einplanen möchte, orientiert den Besuch am besten an der Blütezeit. So bleibt die saisonale Einschränkung Teil der Planung, statt die Einkehrmöglichkeiten als ganzjähriges Angebot zu behandeln.
Kulturlandschaft und Lage
Der Naturpark Obst-Hügel-Land ist ein 26 Quadratkilometer großes Landschaftsschutzgebiet in den Gemeinden Scharten und St. Marienkirchen an der Polsenz. Er wurde 2005 ausgewiesen, um die für das oberösterreichische Alpenvorland charakteristische Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Das landschaftlich reizvolle Hügelland von Scharten und Umgebung bildet den Südrand des Eferdinger Beckens.
Diese regionale Einordnung hilft, den Landschaftsbezug über den Ortsnamen Scharten hinaus zu verstehen: Der Naturpark umfasst zwei Gemeinden, während das Hügelland als Südrand des Eferdinger Beckens beschrieben wird. Für die Auswahl von Aktivitäten stehen damit unterschiedliche Blickwinkel nebeneinander – die Wege und Themen in Scharten sowie die Kulturlandschaft des Naturparks.
Zwei Kirchen, zwei historische Zeitlinien
Die Wallfahrtskirche Maria Scharten ist erstmals in einer Urkunde vom 1. Januar 1400 belegt. Der Bau der heutigen Kirche begann 1506 und wurde 1632 fertiggestellt. Ziel der Wallfahrt ist eine gekrönte Marienstatue, die das gekrönte Jesuskind trägt. Schriftliche Erwähnung, Baugeschichte und Wallfahrtsziel bieten verschiedene historische Anknüpfungspunkte, ohne dass sie miteinander gleichgesetzt werden müssen.
Die Evangelische Toleranzkirche geht auf ein 1782 errichtetes hölzernes Bethaus zurück, das erste Toleranzbethaus in Oberösterreich. Auf diesen Holzbau folgte 1819 ein gemauertes Bethaus. Der Turm wurde 1900 errichtet; 1911 war der Umbau zur Toleranzkirche abgeschlossen. Die Abfolge macht mehrere Bauphasen sichtbar: vom frühen Bethaus über den späteren gemauerten Bau bis zum Turm und zur abgeschlossenen Umgestaltung.
Zusammen geben die beiden Kirchen unterschiedliche historische Bezugspunkte: Bei Maria Scharten stehen die urkundliche Erwähnung, der Zeitraum des heutigen Kirchenbaus und das Wallfahrtsziel im Mittelpunkt. Die Geschichte der Evangelischen Toleranzkirche ist dagegen durch aufeinanderfolgende Bau- und Umbauphasen geprägt. Wer kulturelle Themen in den Aufenthalt einbeziehen möchte, findet so mehr als eine einzelne Jahreszahl oder einen einheitlichen historischen Erzählstrang.
Anreise und Aufenthalt planen
Mit dem Auto ist Scharten von Wels oder Eferding aus über die B 134 erreichbar. Für die Planung lässt sich der gewünschte Schwerpunkt klar benennen: die Routen, die Frühlingsblüte mit ihren saisonalen Schmankerln oder die Geschichte der beiden Kirchen. Wenn Sie nach einer Ferienwohnung für Ihren Aufenthalt suchen, kann diese Entscheidung helfen, die Tage in Scharten nach den eigenen Interessen auszurichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Pupping, Aschach An Der Donau, Prambachkirchen, Sankt Marienkirchen An Der Polsenz, Haibach Ob Der Donau, Hartkirchen, Alkoven, Stroheim.
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