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Unterweitersdorf lässt sich über Wanderwege mit klar unterschiedlichen Schwerpunkten entdecken: Der Pferdeeisenbahnwanderweg verbindet eine konkrete Strecke durchs Gusental mit der Geschichte der Trasse; andere Routen führen zu einer Waldkapelle, zum Blick über den Ort oder an markanten Plätzen vorbei. Dazu kommen Zeugnisse der Mühlen- und Ortsgeschichte. Für die Planung hilft daher zuerst die Frage, ob Sie längere Strecken, einen Rundweg oder einzelne historische Ziele bevorzugen.

Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Zahlreiche markierte Wanderwege führen durch das Gemeindegebiet; meist beginnt man am Gemeindeamt. Vor dem Aufbruch sollten Sie die örtliche Verfügbarkeit und die Wegverhältnisse prüfen.

Der Pferdeeisenbahnwanderweg führt vom Sportplatz Unterweitersdorf durch das Gusental nach Neumarkt. Für die Strecke sind 10 km und etwa 2,5 Stunden Gehzeit angegeben. Auf dem Abschnitt Neumarkt–Unterweitersdorf verläuft der Weg bis auf wenige kurze Stücke auf der Originaltrasse der Pferdeeisenbahn; ein Erlebnispfad mit neun Stationen gehört ebenfalls dazu.

Der Sagenwanderweg ist 5,2 km lang und hat eine angegebene Gehzeit von etwa 1,5 Stunden. Damit ist er knapp halb so lang wie der 10 km lange Pferdeeisenbahnwanderweg; die Gehzeit ist rund eine Stunde kürzer. Der Kulturwanderweg setzt einen anderen Akzent: Er ist ein etwa 5,5 km langer Rundweg auf der ehemaligen Pferdeeisenbahntrasse beziehungsweise im Tal der Kleinen Gusen und für Rollstuhlfahrer sowie Kinderwagen geeignet.

Auch die weiteren benannten Wege führen zu unterschiedlichen Zielen. Der U7-Wanderweg führt von Unterweitersdorf über Pfaffendorf nach Loibersdorf; Teile der Route verlaufen auf der Trasse der Pferdeeisenbahn und durch das Landschafts- und Naturschutzgebiet „Kleines Gusental“. Der U1-Wanderweg „Zur Waldandacht“ liegt oberhalb des Ortes und bietet einen Überblick über Unterweitersdorf sowie in Richtung Wartberg. Beim U2-Wanderweg „Durch den Austerwald“ liegen der historische Grenzstein der drei Gemeinden Hagenberg, Wartberg und Unterweitersdorf sowie der „Teufelssitz“ am Weg. Der U6-Wanderweg „Maria im Föhrenwald“ führt über Lindach zur Waldkapelle.

Geschichte, Mühlen und Spuren im Gusental

Die Trasse der historischen Pferdeeisenbahn verläuft durch das Tal der Kleinen Gusen in Unterweitersdorf; dort sind noch zahlreiche sehenswerte Viadukte vorhanden. So begegnet Ihnen das Thema Pferdeeisenbahn nicht nur auf dem benannten Wanderweg, sondern auch in der örtlichen Landschaft.

Erste Aufzeichnungen über die Weiglmühle stammen aus der Zeit um 1481. Ihre teilweise über 100 Jahre alte Mühleneinrichtung ist im Originalzustand erhalten. Seit 2000 wird die Weiglmühle gastronomisch genutzt; die Jausenstation ist ein möglicher Halt, sofern sie aktuell in Betrieb ist. Prüfen Sie dies vor einem Besuch.

Der Gedenkstein „Franzosengrab 1809“ steht beim Bauernhof Sonnleitner in Hattmannsdorf. Er erinnert an Kämpfe im Raum Unterweitersdorf im Jahr 1809: an ein Geplänkel am 7. Mai und ein Gefecht am 19. Mai. Beteiligt waren ein in das Mühlviertel eingedrungenes französisch-württembergisches Jäger-Regiment sowie die österreichischen Erzherzog-Ferdinand-Husaren und die Lindenau-Infanterie.

Kleines Gusental und Radfahren

Teile des Gemeindegebiets gehören zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Kleines Gusental“. Das Gebiet eignet sich auch zum Radfahren und ergänzt die Wanderwege um eine weitere Möglichkeit, die Landschaft zu erleben.

Weitere Reiseziele entdecken: Wullowitz, Liebenau, Hagenberg Im Mühlkreis, Kaltenberg, Königswiesen, Pregarten, Pierbach, Lasberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Freistadt.

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