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Scharnstein verbindet ein konkretes Thema: Sensenhandwerk lässt sich als Weg und im Museum betrachten, während das Kriminalmuseum und Aussichtspunkte weitere Besuchsanlässe setzen. Für Ihren Aufenthalt können Sie danach wählen, ob Sie Industriekultur, Justizgeschichte oder Wege im Freien stärker gewichten.

Sensenhandwerk am Weg und am Almfluss

Der beschilderte Sensenweg ist etwa 2,4 Kilometer lang und führt durch den ehemals größten Sensenbetrieb der Donaumonarchie. Im Sensenmuseum Geyerhammer begegnet Ihnen dasselbe Handwerk an einem anderen Ort: Das Museum ist direkt am Almfluss in einem originalgetreu erhaltenen Sensenwerk untergebracht. Dort sind drei schwere, von Wasserrädern angetriebene Schwanzhämmer zu sehen. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Sensenindustrie nebeneinander: eine klar umrissene Route durch den historischen Betrieb und ein Museum, dessen erhaltenes Werk und Hämmer den Blick auf die Produktion lenken. Wer einen Besuch plant, kann so entscheiden, ob der Weg oder das Museum besser zum Schwerpunkt des Tages passt.

Justizgeschichte im Schloss Scharnstein

Das Österreichische Kriminalmuseum im Schloss Scharnstein dokumentiert in mehr als 20 Schauräumen die Geschichte des österreichischen Justiz- und Sicherheitswesens vom späten Mittelalter bis in unsere Zeit. Die originale Folterkammer gibt Einblick in die Praxis der historischen Justiz und setzt innerhalb des weiten zeitlichen Bogens einen konkreten Schwerpunkt. Für Gruppen von 15 bis maximal 80 Personen werden Führungen im Kriminal- und Gendarmeriemuseum im Schloss nach vorheriger Anmeldung angeboten. Wenn Sie eine Gruppenführung einplanen, klären Sie die Möglichkeiten für Ihren Termin vorab.

Kirche und Hauskrippe in Viechtwang

Die heutige barocke Pfarrkirche Viechtwang wurde nach den Plänen von Antonio Carlone erbaut. Die Einordnung als barockes Bauwerk und die Planungszuschreibung geben der Kirchenarchitektur einen konkreten historischen Bezugspunkt. Eine andere Form lokaler Überlieferung zeigt die Viechtwanger Hauskrippe der Familie Hageneder. Die sieben Quadratmeter große Landschaftskrippe umfasst Darstellungen von der Verkündigung über Herbergssuche und Geburt Jesu bis zum Dreikönigszug und zur Flucht nach Ägypten. Die Szenenfolge lässt sich als zusammenhängende Erzählung lesen: Sie beginnt vor der Geburt, führt über die Geburt und reicht bis zu späteren Stationen der Weihnachtsgeschichte. So stehen Baugeschichte und eine ausführlich gestaltete Krippentradition als unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte nebeneinander.

Wiesenweg und Aussicht bei der Ruine

Entlang des beliebten Wanderwegs vom Tissenbachtal zur Burgruine Scharnstein liegt die renaturierte und neu gepflegte Almtaler Bergwiesn. Ihr etwas höher gelegener Rastplatz bietet einen Blick auf die gegenüberliegende Bräumauer. Zum Aussichtspunkt bei der Ruine gelangen Sie über etwa 260 Stufen, vorbei an der in die Felsen hineingebauten Wagnerkapelle. Für den Ausflug unterscheiden sich die Schwerpunkte: An der Bergwiese stehen Rastmöglichkeit und Blick auf die Bräumauer im Vordergrund; beim Aussichtspunkt sind die Stufen und die Wagnerkapelle Teil des Zugangs. Damit können Sie zwischen einem Weg mit Rastplatz und Aussicht sowie einem Zugang über Stufen zu einem Aussichtspunkt wählen.

Unterkunft passend zum Besuchsplan wählen

Bei der Suche nach Hotels in Scharnstein hilft ein klarer Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt. Entscheiden Sie zunächst, ob Sie mehr Zeit für Museen und Kirchenbau oder für Wege und Aussichtspunkte einplanen möchten. Vergleichen Sie anschließend Lage und Ausstattung des jeweiligen Angebots mit Ihrem persönlichen Besuchsplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Ebensee, Gschwandt, Sankt Wolfgang Im Salzkammergut, Grünau Im Almtal, Obertraun, Bad Ischl, Gosau, Laakirchen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gmunden.

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