In Neumarkt im Hausruckkreis treffen Ortsgeschichte und religiöses Erbe auf einen Kalvarienberg, der auch als Naherholungsgebiet beschrieben wird. Für die Planung lohnt es sich, die historischen Orte im Markt und die Aussichtspunkte am Kalvarienberg als unterschiedliche Schwerpunkte zu betrachten: Der eine führt in die Geschichte des Ortes, der andere verbindet einen Rundgang durch den Erholungswald mit einem weiten Blick.
Anreise und Wegverlauf
Neumarkt ist direkt an die B 137 angebunden und verfügt über den ÖBB-Bahnknotenpunkt Neumarkt-Kallham. Prüfen Sie Bahnverbindungen vor der Abfahrt, wenn Sie mit dem Zug anreisen. Ein konkreter Ausgangspunkt für einen Weg ist der Bahnhof Neumarkt-Kallham: Dort beginnt der Kallhamer Domweg. Sein Start- und Zielort liegen beide in Neumarkt im Hausruckkreis; unterwegs führt die Route durch das Gelände der ehemaligen Lederfabrik Wurm. Prüfen Sie den Routenverlauf vor dem Aufbruch, damit Ihre Planung zum aktuellen Wegverlauf passt.
Marktgeschichte und Kirchen
Neumarkt zählt zu den ältesten Märkten Oberösterreichs. Funde lassen darauf schließen, dass der Ort bereits in der jüngeren Steinzeit besiedelt war. Eine weitere historische Spur ist die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichende Kirchenchronik der Pfarrkirche zum Hl. Florian. Die Chronik bezieht sich auf die Kirche, die archäologischen Funde auf die Besiedlung des Ortes: zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte Neumarkts.
Die Pfarrkirche zum Hl. Florian steht unter Denkmalschutz. Auch die sieben Kalvarienbergkapellen sind in die Denkmalschutzverordnung aufgenommen. Auf dem Kreuzweg zur Kalvarienbergkirche liegen die sieben Kapellen; die meisten wurden nach der Pest im 18. Jahrhundert von Neumarkter Bürgern erbaut. So lässt sich die Geschichte des Weges mit dem Blick auf die einzelnen Kapellen verbinden, ohne die unterschiedlichen Bauzeiten gleichzusetzen.
Das Kirchlein auf dem Kalvarienberg wurde 1720 aus Holz von dem Lambacher Pater Felix Ezinger erbaut. Das barocke Kirchlein hat Seitenaltäre, die dem heiligen Leonhard und der heiligen Notburga geweiht sind. Die Figuren Christi und der beiden Schächer in der Kreuzigungsgruppe des Hauptaltars sollen laut Kirchenrechnung vom Bildhauer Schwanthaler stammen. Diese Zuschreibung bleibt eine Überlieferung mit Vorbehalt. In der Kalvarienbergkirche gibt es außerdem ein Heilig-Geist-Loch mit dekorativer Abdeckung.
Rundgang und Aussicht am Kalvarienberg
Der Rundgang am Kalvarienberg führt durch den Erholungswald. Für den Blick in die Landschaft gibt es zwei unterschiedliche Bezugspunkte: Vom Panoramablick Kalvarienberg eröffnet sich ein Gebirgspanorama mit einem Blickwinkel von 180°. Der „Panorama-Gucker“ am Kalvarienberg bietet Einblick ins Mostlandl. Wer den Rundgang plant, kann diese Aussichtspunkte mit den Kapellen als getrennte Stationen des Kalvarienbergs wahrnehmen; zu Gehzeit oder Schwierigkeit liegen hier keine Angaben für eine genauere Zeitplanung vor.
Marktplatz und Einkehr
Der historische Marktplatz bietet ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Er ist damit ein weiterer Schwerpunkt neben Kirchen, Kreuzweg und Aussicht. Da sich einzelne Betriebe ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche Einkehrmöglichkeiten für Ihre Planung passen.
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