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Kremsmünster liegt in der geschützten Talniederung des Kremsflusses und an den abwechslungsreich gegliederten Hangflächen des Voralpengebietes. Für die Wahl eines Übernachtungsortes bieten die Ortsmerkmale zwei Ansatzpunkte: Klosterkultur und Landschaftswege. Sie können vor der Suche gewichten, ob Stiftsgeschichte oder die Wege zu Aussichtspunkten und Naturdenkmälern den Aufenthalt stärker prägen sollen.

Stift und Ortsgeschichte

Stift Kremsmünster zählt zu den bedeutendsten barocken Klosteranlagen Österreichs. Die Kunstsammlungen des Stiftes befinden sich im zweiten Stock des Kaisersaaltraktes; die Klosterbibliothek umfasst heute rund 230.000 Bände. Der Tassilo-Kelch, nach neuerer Forschung auch Tassilo-Liutpirc-Kelch genannt, ist der bedeutendste Kunstschatz des Stiftes. Bibliothek und Kelch setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht ein umfangreicher Bestand einem einzelnen, besonders hervorgehobenen Kunstschatz gegenüber.

Ein weiteres Kapitel der Ortsgeschichte ist die Kaplaneikirche Kirchberg. Sie wurde im 11. Jahrhundert als Pfarrkirche von Kremsmünster erbaut. Die Stiftsgärten eröffnen einen anderen Blick auf die Geschichte des Ortes: Für das Jahr 1604 sind dort Kulturen exotischer mediterraner Gewächse nachweisbar. Damit reichen die kulturellen Themen vom Klosterbau und seinen Sammlungen bis zur Geschichte der Gärten und der älteren Pfarrkirche.

Wege und Landschaftsziele

Der Klimaerlebnisweg auf dem Stiftsgelände umfasst 24 Stationen und ist 3 Kilometer lang. Er unterscheidet sich damit in seinem Format von den Wegen, die zu einem benannten Ziel führen. Der Tempetalweg führt zum Aussichtspunkt „Baum mitten in der Welt“; von dessen Aussichtswarte reicht der Blick weit über die Nördlichen Kalkalpen. Der Wolfgangweg führt zum Naturdenkmal Wolfgangstein, einem ehemaligen Steinbruch.

Bei diesen beiden Wegzielen liegt der Akzent auf unterschiedlichen Merkmalen: Beim „Baum mitten in der Welt“ steht der weite Blick über die Nördlichen Kalkalpen im Vordergrund, Wolfgangstein ist als Naturdenkmal und ehemaliger Steinbruch eingeordnet. Zusammen mit dem Klimaerlebnisweg ergeben sich so verschiedene landschaftliche Schwerpunkte für die Planung: eine Strecke mit Stationen, ein Aussichtspunkt oder ein Naturdenkmal mit seiner früheren Nutzung als Steinbruch.

Rad und Bahn in die Planung einbeziehen

Der Kremstalradweg R10 führt an Kremsmünster vorbei. Direkt am Kremstalradweg liegt die Station Kremsmünster der S4, der S-Bahn Oberösterreich auf der Pyhrnbahn. Wer eine Reise mit Bahn und Rad plant, kann diese Lage in die Überlegungen einbeziehen. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan der S4.

Für die Wahl des Aufenthaltsortes können Sie zunächst klären, welche Art von Ausflug für Sie den Ausschlag gibt. Der Klimaerlebnisweg ist über Stationszahl und Länge beschrieben; beim Tempetalweg und Wolfgangweg sind die jeweiligen Ziele prägend. Der Kremstalradweg wiederum bringt den Radweg und die direkt daran liegende S4-Station als Anreiseaspekt ins Spiel. Diese Unterschiede helfen, Kulturgeschichte, Landschaftsziele und Mobilität als eigene Schwerpunkte zu ordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Molln, Oberschlierbach, Rinnerberg, Ried Im Traunkreis, Edlbach, Schweizersberg, Kirchdorf An Der Krems, Steyrling.

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