Der Kremstalradweg R10 verläuft von Traun nach Klaus und ist für den Radtourismus im Kremstal und in Kirchdorf an der Krems von zentraler Bedeutung. Vom Radweg weisen Wegweiser in Richtung Innenstadt. Kirchdorf lädt Radfahrerinnen und Radfahrer ein, dort Kultur-, Gastronomie- und Einkaufsangebote kennenzulernen. So wird die regionale Strecke zum Ausgangspunkt für einen Blick auf das Zentrum, dessen Marktgeschichte und Kulturstätten eine eigene Entdeckung bilden.
Zwischen Krems und Bergwelt
Kirchdorf an der Krems liegt zwischen dem Sengsengebirge im Süden und sanften Hügeln im Norden Oberösterreichs. Die Krems prägt hier seit Jahrhunderten Wege, Plätze und das örtliche Lebensgefühl. Von Kirchdorf beginnen Wanderungen in Richtung Nationalpark Kalkalpen; Ausflüge führen in die Bergwelt zwischen Pyhrn und Priel. Für Ihre Planung ergibt sich daraus ein nützlicher Unterschied: Die Wanderungen weisen in Richtung eines benannten Nationalparks, die Ausflüge auf eine Bergwelt zwischen zwei Bezugspunkten.
Auch der Benedikt-Pilgerrundweg Kremstal führt durch Schlierbach, Nußbach, Wartberg, Inzersdorf, Micheldorf und die Bezirkshauptstadt Kirchdorf an der Krems. Damit verbindet der Pilgerrundweg in seiner Führung Kirchdorf mit den genannten Orten.
Markttradition und Kulturgeschichte
Auf dem historischen Marktplatz von Kirchdorf an der Krems treffen Wochenmarkt, Frischemarkt und gewachsene Handwerkstradition aufeinander. Für Besucherinnen und Besucher mit Interesse an lokaler Kultur verbinden sich hier Markt und Handwerk zu einem konkreten Eindruck der Ortsprägung. Der Hauptplatz erzählt eine eigene Entwicklungsgeschichte: Er entstand südlich des alten Angerdorfes am Rathausplatz als bambergische Straßenmarktanlage. Diese räumliche Einordnung setzt seine Entstehung in Beziehung zum alten Angerdorf.
Auch die Geschichte der Kirche ist genau datiert: Sie wurde am 15. Juni 1119 von Bischof Ulrich von Passau zu Ehren des heiligen Gregors geweiht. Datum, Weiheherr und Widmung geben diesem Kapitel der Kirchdorfer Geschichte einen präzisen zeitlichen und religiösen Bezug.
Schloss Neupernstein wurde zwischen 1715 und 1718 zum heutigen Schloss ausgebaut; Architekt war Jakob Prandtauer. Seit 2003 ist es das Kulturzentrum Schloss Neupernstein. Das Kulturzentrum verfügt über zwei Säle mit unterschiedlichen Kapazitäten: Der Hanveldsaal bietet 100 Sitzplätze, der Pernsteinsaal 250. Der Vergleich macht die Größenunterschiede konkret: Der Pernsteinsaal hat 150 Sitzplätze mehr. So stehen in Kirchdorf sowohl Baugeschichte als auch ein Kulturzentrum mit benannten Räumen und klar bezifferten Saalgrößen im Blick.
Anreise und Orientierung
Am Bahnhof Kirchdorf a. d. Krems stehen öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung. In der Bahnhofstraße gibt es kostenlose P+R-Parkmöglichkeiten. Für Ihre Anreiseplanung sind das zwei konkrete Angaben: öffentlicher Verkehr am Bahnhof und eine kostenfreie Park-and-Ride-Möglichkeit in der Bahnhofstraße.
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