Vorderstoder bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: eine Wanderung mit Aussicht, Wege am Wasser und eine Pfarrkirche mit spätgotischer Bau- und Kunstgeschichte. Wer seine Zeit plant, kann Bewegung im Freien, eine Rast am Wasser oder kulturelle Entdeckungen in den Mittelpunkt stellen. Für den Weg zum Stoderer Weitblick ist eine Gehzeit angegeben; am Windhaagersee hängt das Wandern vom trockenen Wetter ab.
Wandern und Aussicht
Vom Almgasthof Baumschlagerberg in Vorderstoder führt ein 4,2 Kilometer langer Fußweg in gut einer Stunde zur Aussichtsplattform Stoderer Weitblick. Die Gehzeit kann je nach Bedingungen variieren. Von der Plattform reicht der Panoramablick über die Natur und die umliegende Bergwelt von Pyhrn-Priel. So lassen sich der konkrete Ausgangspunkt, die Weglänge und das Aussichtsziel in die eigene Zeitplanung einbeziehen.
Der Wanderweg Nummer 9 beginnt beim Gemeindeamt in Vorderstoder. Zunächst folgen Sie der Straße etwa 150 Meter in Richtung Windischgarsten und biegen dann links auf den Wanderweg ab. Achten Sie vor dem Start auf die Beschilderung, da Wegzeichen und Bedingungen sich ändern können.
Waldsee und Naturbadeteich
Der Windhaagersee liegt still mitten im Wald. An seinem Ufer stehen eine Jagdhütte und Bänke, die zum ruhigen Rasten einladen. Bei trockenem Wetter können Sie rund um den See wandern. Der Ort bietet damit neben der Bewegung auch einen Platz für eine Pause am Wasser.
Der Schafferteich in Vorderstoder ist ein Naturbadeteich in schöner Lage. Ein Badesteg und eine Liegewiese laden zum Ausspannen und Sonnenbaden ein. Am Windhaagersee steht das Wandern bei trockenem Wetter im Vordergrund; am Schafferteich sind Steg und Liegewiese die beschriebenen Möglichkeiten für eine entspannte Zeit am Wasser. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.
Spätgotische Bau- und Kunstgeschichte
Die Pfarrkirche von Vorderstoder wurde anstelle einer Holzkapelle in spätgotischem Stil erbaut und am 15. August 1507 geweiht. Ihre Widmung gilt Markgraf Leopold III., dem damals neuesten österreichischen Heiligen. Ein besonderes Architekturmerkmal ist das Netzrippengewölbe: Die Rippen der Gewölbedecke bilden ein netzartiges Muster.
Auch zwei der drei Kirchenglocken tragen eine eigene Zeitmarke: Ihr Gussdatum ist 1401, und sie zählen zu den ältesten Kirchenglocken in Oberösterreich. Das Gussdatum liegt damit vor der Weihe der spätgotischen Kirche. In ihr befindet sich außerdem die spätgotische Madonna des Gnadenaltares „Maria am Stein“. Sie ist von den Heiligen Joachim und Anna umgeben und stellt Maria als Königin des Himmels dar. So verbindet die Kirche Architekturgeschichte mit einer konkret benannten religiösen Bilddarstellung.
Landschaft und gelebte Kultur
Almen gehören zur Landschaft rund um Vorderstoder, und der Almabtrieb zählt zu den Traditionen gelebter Kultur. Wer sich für die Prägung des Ortes durch Landschaft und Brauchtum interessiert, findet damit neben den Wegen und der Kirchenkunst weitere Facetten des Reiseziels. Die Aussichtsplattform, der Waldsee und die Pfarrkirche sprechen jeweils unterschiedliche Interessen an und lassen sich unabhängig voneinander als Schwerpunkte betrachten.
Orientierung vor Ort
Die Tourismusinformation Vorderstoder unterstützt Besucher bei der Suche nach Zimmern und bei Fragen zu Bergtouren, Wanderungen, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen.
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