Ein Hochmoor, ein meist nebelfreier Bergrücken mit Blick über das Kremstal und ein Kalkofen zum Thema bäuerliches Kalkbrennen geben Steinbach am Ziehberg ein klares Profil für einen Aufenthalt mit Wandern und lokaler Geschichte. Die Wanderungen unterscheiden sich nach Startpunkt, Ziel und angegebener Dauer; Moor, Wald und Kulturorte setzen weitere Akzente. So können Sie den Schwerpunkt danach wählen, ob Sie eine längere Wanderung einplanen oder sich besonders für Landschafts- und Ortsgeschichte interessieren.
Wandern nach Zeit und Ziel auswählen
Von Steinbach Ort führt die Wanderung über die Gradner Alm (1.240 m) zum Pfannstein (1.423 m). Sie dauert etwa drei Stunden. Die Gradner Alm ist am Wochenende außerhalb des Winters bewirtschaftet; berücksichtigen Sie diesen zeitlichen Rahmen bei Ihrer Planung.
Eine weitere Wanderung zum Schabenreitner Stein (1.143 m) beginnt am Grassner Kreuz an der Ziehberg-Landesstraße auf etwa 700 m Seehöhe. Für sie sind etwa eineinhalb Stunden angegeben, und sie ist als leicht eingestuft. Eine Weiterwanderung über die JH Sattelhalde zur Gradn Alm (1.240 m) ist möglich.
Die Zeitansätze helfen bei einem direkten Vergleich: Die Tour zum Schabenreitner Stein ist mit etwa eineinhalb Stunden kürzer veranschlagt als die rund dreistündige Wanderung zum Pfannstein. Beide Angaben sind ungefähre Werte und dienen als Orientierung für die Tagesplanung, nicht als minutengenaue Vorgabe.
Landschaft und Waldgeschichte
Beim Ederbildweg ist der Rückweg besonders markant: Er führt über den meist nebelfreien Bergrücken zum Kronbauer und bietet einen schönen Rundblick über das Kremstal. Wenn Sie bei einer Wanderung einen Ausblick über das Tal besonders gewichten, ist dieser Wegabschnitt ein konkreter landschaftlicher Anhaltspunkt.
Die Wolfswiese setzt einen anderen Akzent. Sie ist ein Hochmoor und war einst ein idyllischer Bergsee. So treffen an diesem Ort zwei Zeitstufen zusammen: die heutige Moorlandschaft und die frühere Gestalt als See. Dieses Motiv ergänzt die Wanderziele um einen Blick auf die Veränderung einer Landschaft.
Auch der Bäckerbrandweg führt durch einen genau benannten Waldabschnitt: den Hochwaldbestand „Bäckerbrand“. Dieser Waldabschnitt gehörte früher einem Bäcker und wurde durch einen Brand vernichtet. Auf einer Lichtung steht eine liebevoll gepflegte Jagdhütte. Name, Geschichte des Waldstücks und Hütte geben diesem Wegabschnitt eigene Themen neben Moor und Ausblick.
Kalkofen und lokale Erinnerungsorte
Das Kalkofenmuseum stellt das bäuerliche Kalkbrennen in einem Kalkofen vor, der 1926 errichtet und 1998 renoviert wurde. Die Daten ordnen Bau und Renovierung desselben Ofens ein; im Mittelpunkt steht das Kalkbrennen im bäuerlichen Zusammenhang. Wer sich für handwerkliche und lokale Geschichte interessiert, findet damit einen konkreten kulturellen Schwerpunkt neben den Wanderungen.
Die Waldkapelle „Zimmerter Brunnen“ wurde aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen Wilderern und Jägern errichtet. Das Ederbild ist ein Bildstock. Damit ergänzen zwei unterschiedliche Erinnerungsorte das kulturelle Bild: eine Kapelle mit einem konkreten Anlass ihrer Errichtung und ein Bildstock.
Weitere Reiseziele entdecken: Kirchdorf an der Krems, Oberschlierbach, Edlbach, Spital am Pyhrn, Etzelsdorf, Klaus an der Pyhrnbahn, St. Pankraz, Vorderstoder.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kirchdorf An Der Krems.