Klaus an der Pyhrnbahn verbindet eine Gebirgsgemeinde am Steyrfluss mit Baugeschichte, Kultur und Ausflügen am Stausee. Der Bahnhof liegt direkt im Ortszentrum. Zur Gemeinde gehören außerdem Steyrling und Kniewas. Für die Aufenthaltsplanung lohnt ein Blick auf die unterschiedlichen Schwerpunkte: Kirchen- und Ortsgeschichte, Kulturveranstaltungen, Radstrecken oder Aktivitäten am Wasser.
Lage und Orientierung
Klaus ist landschaftlich eine reine Gebirgsgemeinde und liegt am orografisch linken Ufer des Steyrflusses. Der Ort befindet sich am Eingang des Pyhrn-Priel-Gebiets. Der Bahnhof Klaus an der Pyhrnbahn liegt direkt im Ortszentrum und ist damit ein klarer Orientierungspunkt für die Lage des Ortskerns. Steyrling und Kniewas gehören ebenfalls zur Gemeinde; das Badebiotop und die Kirche zur Unbefleckten Empfängnis Mariä liegen in Steyrling. Wenn Sie Ihre Ausflüge planen, können Sie so zwischen dem Ortszentrum und den ausdrücklich in Steyrling verorteten Zielen unterscheiden.
Baugeschichte in Klaus und Steyrling
Die ursprüngliche Burg in Klaus dürfte bereits vor dem 12. Jahrhundert erbaut worden sein. Wahrscheinlich diente sie dazu, den Bereich bis zum Pyhrnpass zu beobachten, zu bewachen und zu kontrollieren. Schloss Klaus steht unter Denkmalschutz durch das österreichische Bundesdenkmalamt. Die Bergkirche Klaus wurde 1616 bis 1618 als evangelische Pfarrkirche erbaut und 1674 als katholische Pfarrkirche geweiht. Bauzeit und spätere Weihe markieren hier zwei unterschiedliche Abschnitte der Kirchengeschichte.
In Steyrling steht die neugotische Kirche zur Unbefleckten Empfängnis Mariä mit Statuen von Josef und Johann Rint aus Böhmen. Ihr Grundstein wurde 1854 gelegt; 1863 wurde die Kirche geweiht. Zusammen zeigen die beiden Kirchen unterschiedliche historische Schwerpunkte: Bei der Bergkirche stehen die ursprüngliche Konfession und die spätere Weihe im Mittelpunkt, bei der Steyrlinger Kirche ihre neugotische Ausprägung und der zeitliche Ablauf von Grundsteinlegung bis Weihe. Eine Wanderung führt zum Schloss Klaus, weiter zur Bergkirche Klaus und über die Hofwiese zurück zum Ausgangspunkt.
Kultur im früheren Lokschuppen
Der frühere Lokschuppen in Klaus diente als Reparaturwerkstätte für Lokomotiven. Anlässlich der Landesausstellung 1998 wurde er restauriert; heute nutzt ihn die Gemeinde als Kulturzentrum und Konzertsaal. Im Lokschuppen Klaus finden jedes Jahr sechs Konzerte statt. Der Musik Sommer Klaus wird seit 1967 jährlich veranstaltet. Damit gehören sowohl ein umgenutztes Gebäude der Eisenbahngeschichte als auch wiederkehrende Musikveranstaltungen zum Kulturprofil des Ortes. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eine bestimmte Veranstaltung abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine vorab.
Am Badebiotop und am Stausee
Das Badebiotop Steyrling ist eine Badeanlage mitten im Wald. Zur Anlage gehören ein Schwimmbereich, eine Kinderspielfläche und eine Liegewiese mit sonnigen sowie natürlich beschatteten Bereichen. Im Winter gibt es dort, sofern Betrieb stattfindet, zwei Natur-Eisbahnen mit Flutlicht. Die saisonale Bedingung gehört zur Planung dazu: Die Eisbahnen sind an einen Winterbetrieb gebunden.
Am Stausee Klaus führt eine etwa zweistündige Rundfahrt mit der schwimmenden Almhütte durch wildromantische Schluchten und entlang steiler Konglomeratwände. Die Tour verläuft durch eine canyonartige Flusslandschaft. Am Stausee werden außerdem Fahrten mit einem Elektroboot angeboten. Wenn Sie eine konkrete Fahrt planen, prüfen Sie bitte die aktuellen Fahrzeiten. So lassen sich ein Aufenthalt am Badebiotop und eine Fahrt auf dem Stausee als unterschiedliche Wassererlebnisse betrachten, ohne die jeweiligen Angebote gleichzusetzen.
Radstrecken mit unterschiedlichen Bezügen
Der Kremstalradweg R10, „Der Sagenhafte Radweg“, ist 63 Kilometer lang und beginnt beziehungsweise endet in Klaus an der Pyhrnbahn. Die Klaus-Etappe des Steyrtal-Radwegs R8 und des Nationalpark-Kalkalpenradwegs R31 verläuft größtenteils nahe am langgestreckten Stausee Klaus. Beim R8 folgt der Abschnitt Untergrünburg–Klaus nahezu exakt der Trasse der Steyrtalbahn. Die Streckenangaben setzen verschiedene Akzente: Beim R10 ist die Gesamtlänge genannt, bei R8 und R31 der Bezug zum Stausee und beim R8-Abschnitt die Lage an der Bahntrasse. Wenn Sie Radstrecken vergleichen, können diese Unterschiede bei der Vorauswahl helfen.
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