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Das Österreichische Sattlermuseum gibt Hofkirchen im Traunkreis einen klaren kulturellen Schwerpunkt. Es befindet sich im Haus des letzten Sattlers in Hofkirchen und zeigt eine Werkstätte, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region üblich war. Der Blick richtet sich damit auf ein Handwerk und auf dessen regionalen historischen Zusammenhang.

Handwerk im Österreichischen Sattlermuseum

Zum Museum gehören zwei originalgetreue Schauwerkstätten: eine Werkstatt eines Sattlers und eine eines Schusters. Beide vermitteln einen wirklichkeitsnahen Einblick in das Handwerk und das Arbeitsumfeld des jeweiligen Berufsstands. Die zwei Räume setzen unterschiedliche handwerkliche Schwerpunkte; wer sich für die Arbeitswelt beider Berufe interessiert, kann sie beim Museumsbesuch nebeneinander betrachten. Beide Werkstätten stehen Museumsbesuchern zur Besichtigung offen.

Auch für Kinder gibt es ein konkretes Mitmachangebot: In einem Mini-Workshop können sie ein eigenes Lederarmband verzieren und mitnehmen. Damit steht neben der Besichtigung der Werkstätten eine praktische Beschäftigung mit dem Material Leder. Wenn Sie den Workshop für Ihre Planung berücksichtigen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Buchungsmodalitäten.

Ein weiterer Teil des Museums ist das Schaudepot „DIE BIBLIOTHEK DER DINGE“. Es soll künftig etwa 6.000 Objekte erfassen. Bei jeder Führung können Besucher das Archiv besichtigen. So gehören die Schauwerkstätten und das Archiv zu unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Museum: Die Werkstätten zeigen zwei konkrete Berufe, während das Schaudepot als Sammlung angelegt ist.

Die Sammlung des Österreichischen Sattlermuseums umfasst Objekte aus vier Jahrhunderten. Dieser zeitliche Rahmen ergänzt die konkreten Werkstattansichten um eine Sammlung mit größerer historischer Spannweite. Dabei ist die Sammlung nicht einfach mit den beiden dargestellten Berufen gleichzusetzen: Ihre Objekte stammen aus vier Jahrhunderten.

Ortsgeschichte und Denkmalschutz

Eine weitere historische Station ist die F. Arnleitner-Schule am Dorfplatz 4. Das Gebäude steht aufgrund einer Verordnung unter Denkmalschutz. 1953 erhielt die Schule den Namen „Friedrich Arnleitner – Schule“. Der geschützte Bau und die Namensgebung erzählen zwei verschiedene Aspekte ihrer Geschichte: den Denkmalschutz des Gebäudes und die spätere Benennung der Schule.

Ein weiterer Einschnitt der Ortsgeschichte liegt im Jahr 1326: Am 6. Dezember wurde Hofkirchen zu einer selbstständigen Pfarre. Der Pfarrer wohnte weiterhin im Stift. Das Datum und der fortbestehende Wohnort des Pfarrers gehören zusammen zur überlieferten Geschichte der Pfarre. So begegnen Ihnen in Hofkirchen neben der Handwerksgeschichte des Museums auch Schul- und Pfarrgeschichte.

Für Ihre Auswahl lässt sich der kulturelle Schwerpunkt nach Interesse unterscheiden: Das Sattlermuseum verbindet Werkstattbesichtigung, zwei Handwerksberufe und das Kinderangebot; die Schule und die Pfarrgeschichte führen zu anderen historischen Themen. Die Sammlung mit Objekten aus vier Jahrhunderten ergänzt den Museumsbesuch um einen eigenen zeitlichen Blick. So können Sie einschätzen, welche dieser Aspekte für Ihren Aufenthalt in Hofkirchen im Traunkreis besonders interessant sind.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Linz-Land.

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