Pfarrkirchen im Mühlkreis lässt sich als Reiseziel zwischen Natur und Ortsgeschichte betrachten. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, findet einen familienbezogenen Weg durch Wald und Wiese sowie einen Rundwanderweg in das Naturschutzgebiet Rannatal. Historische Themen reichen von kirchlicher Baugeschichte bis zu einer überlieferten Festtradition. Auch das Bäcker- und Konditorhandwerk gehört als Reisethema dazu.
Wanderwege und Bewegung im Freien
Der Schmetterlingswanderweg führt Familien auf Wald- und Wiesenwegen durch die Natur. Wenn Sie einen Ausflug nach Familienbezug und Landschaftsform auswählen möchten, liefern diese Merkmale eine klare Orientierung. Für Ihre Entscheidung zählen hier also zwei konkrete Punkte: der Familienbezug und die genannten Wegtypen. Prüfen Sie vor dem Gehen die örtlichen Wegbedingungen.
Der Rannatalweg setzt einen anderen Akzent: Als Rundwanderweg führt er in das Naturschutzgebiet Rannatal und an der Burgruine Falkenstein mit ihrem Wasserturm vorbei. Naturraum und Burgruine gehören damit beide zum Routenprofil. Im Vergleich zum Schmetterlingswanderweg sind hier Rundweg, Naturschutzgebiet und Burgruine die prägenden Auswahlmerkmale. Wenn Sie diese Kombination für Ihren Ausflug suchen, ist der Rannatalweg eine klare Option. Prüfen Sie vor dem Start aktuelle Zugangshinweise.
Eine weitere Bewegungsmöglichkeit ist das Freizeitareal „Fit & Fun am Rannastausee“. Es wurde im Sommer 2022 eingerichtet, richtet sich an Familien und bewegungsfreudige Gäste und umfasst einen Motorik- und Bewegungsweg mit zwölf Motorikstationen. Die Stationen geben dem Angebot einen anderen Schwerpunkt als den Wanderwegen: Hier stehen einzelne Motorikstationen im Mittelpunkt. So können Sie bei Ihrer Auswahl zwischen Wegerlebnis und stationenbezogener Bewegung unterscheiden.
Kirche, Kunst und Brauchtum
Die Pfarrkirche in Pfarrkirchen wird im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. 1697 wurde sie von den italienischen Künstlern Giovanni Carlone und dem Stukkateur Giovanni Batista Carlone im barocken Stil umgestaltet. Die beiden Angaben markieren unterschiedliche historische Punkte: eine urkundliche Erwähnung und eine später datierte Veränderung der Kirche.
Die Loretokapelle von Jacob Auer aus dem Jahr 1694 stellt das Haus der Gottesmutter Maria von Nazareth dar. Damit rückt ein religiöses Bildmotiv in den Mittelpunkt, während die Angabe zur Pfarrkirche eine Umgestaltung beschreibt. Die Jahreszahlen liegen nur drei Jahre auseinander, gehören aber zu unterschiedlichen Themen: 1694 zur Darstellung in der Loretokapelle, 1697 zur barocken Umgestaltung der Pfarrkirche.
Auch das Brauchtum gehört zur Ortsgeschichte. Die Samstag-Nächte in Pfarrkirchen sind ab 1600 in den ältesten Kirchenrechnungen als eigene Festtage bezeugt; später veränderte sich der Brauch. Neben der Geschichte von Kirchen und religiösen Darstellungen steht damit eine Festtradition, deren Entwicklung ebenfalls Teil der historischen Einordnung ist.
Konditoreihandwerk als Reiseakzent
Bei Schaukonditoreivorführungen in der Bäckerei/Konditorei/Panoramacafe Bauer geben Konditor- und Bäckermeister ihr Wissen an Besucher weiter. Wenn Sie eine Vorführung in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, bestätigen Sie die Arrangements vor dem Besuch. Das Handwerk ergänzt die Natur- und Geschichtsthemen um einen eigenen Schwerpunkt.
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