Der breite Marktplatz, der sich nach Osten und Westen verengt, bildet mit der Kirche, den alten Bürgerhäusern, dem Pranger, dem Brunnen und den steinernen Tischen ein markantes geschlossenes Ensemble. Damit bietet Putzleinsdorf einen klaren Schwerpunkt für Reisende, die Baugeschichte und örtliche Überlieferung in den Mittelpunkt ihres Aufenthalts stellen möchten. Die Themen reichen von früherer Gerichtsbarkeit über barocke Sakralbauten bis zur Leinenwirtschaft des 17. und 18. Jahrhunderts. Daneben stehen mit Freibad und Boulderwand sportliche Möglichkeiten, die sich hinsichtlich Saison, Wetter und Nutzungsregeln unterscheiden.
Marktplatz und historische Bauformen
Die alten Bürgerhäuser spiegeln mit ihrer Anordnung und Ausstattung das harmonische Weltbild ihrer Zeit wider und erfreuen noch heute Besucher. Damit liegt der Reiz nicht allein in einzelnen Gebäuden: Platzform, Häuser und Ausstattung gehören zu einem zusammenhängenden Ortsbild. Wer historische Ortsgestaltung als Reisethema wählt, erhält hier einen Schwerpunkt neben den sakralen und wirtschaftlichen Kapiteln des Ortes.
Kirche, Pranger und Wallfahrtsgeschichte
Am höchsten Punkt des Marktes erhebt sich die barocke Kirche zum heiligen Vitus; eingeweiht wurde sie 1708. Einen anderen historischen Bezug setzt der Pranger: Er wurde 1580 als Denkmal der früheren Gerichtsbarkeit errichtet. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Kapitel – Rechtspflege einerseits, sakrale Baugeschichte andererseits. Ein weiterer sakraler Bezugspunkt ist das barocke Wallfahrtskirchlein Maria Bründl, das einen Kilometer außerhalb des Marktes steht. Anders als die Vituskirche am höchsten Punkt des Marktes liegt Maria Bründl außerhalb; so unterscheiden sich die beiden Orte sowohl nach Funktion als auch nach ihrer Beziehung zum Marktplatz.
Ortsgeschichte über die Bauwerke hinaus
Zur Geschichte von Maria Bründl gehört auch die nahe Quelle: Ihr heilkräftiges Wasser wurde etwa ab 1650 bis zum Ersten Weltkrieg genutzt. Die Radlbrunnkapelle wurde 2010 neu errichtet, nachdem sie durch einen Baumfall vollständig zerstört worden war. Im Gemeindeamt Putzleinsdorf wurde ein Hanriedermuseum eingerichtet. Auch die wirtschaftliche Geschichte gehört zum Ortsbild: Leinenweberei und Leinenhandel brachten Putzleinsdorf im 17. und 18. Jahrhundert bescheidenen Wohlstand. Diese Zeitspanne setzt einen anderen Maßstab als die einzelnen Baujahre und ergänzt die Themen Gerichtsbarkeit und sakrale Architektur um Arbeit und Handel.
Freibad und Boulderwand
Das Freibad befindet sich im Sportzentrum 2, 4134 Putzleinsdorf. Es ist saisonal in Betrieb, und seine Öffnung hängt vom Wetter ab; prüfen Sie daher die Öffnung für Ihren Reisezeitraum. Eine Boulderwand gibt es ebenfalls in Putzleinsdorf. Ihre Nutzung richtet sich nach den angeschlagenen Boulderregeln und den angesetzten Aktivitäten. Die beiden Angebote haben damit unterschiedliche Nutzungsbedingungen: Beim Freibad zählen Saison und Wetter, bei der Boulderwand die Regeln und der Aktivitätenplan. Wenn eine dieser Möglichkeiten für Ihren Aufenthalt wichtig ist, beziehen Sie die jeweiligen Bedingungen in Ihre Planung ein.
Weitere Reiseziele entdecken: Helfenberg, Sankt Peter Am Wimberg, Afiesl, Schwarzenberg Am Böhmerwald, Sankt Leonhard, Schönegg, Neufelden, Sankt Johann Am Wimberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rohrbach.