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Wernstein am Inn bietet mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte: Alfred Kubins Lebens- und Arbeitsort, eine barocke Mariensäule, die spätgotische Pfarrkirche und der Mariensteg über den Inn. Dazu kommen Wege für Radfahrende und Wandernde sowie geologische Besonderheiten. So können Sie bei der Reiseplanung abwägen, ob Kunst und Baugeschichte oder Bewegung und Landschaft für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen sollen.

Kubin-Haus und Kulturgeschichte

Das Kubin-Haus Zwickledt war über 50 Jahre lang Alfred Kubins Lebensmittelpunkt und Schaffensstätte. Im Museum Kubin-Haus Zwickledt zeigt die Dauerausstellung originales Mobiliar, Kunstwerke und Manuskripte sowie eine Sammlung von Druckgrafiken aus Kubins Umfeld. Damit begegnen Ihnen dort sowohl Werke als auch Gegenstände aus dem Umfeld des Künstlers. Zum Angebot gehören neben der Dauerausstellung klassische Führungen und ein Workshopprogramm für Groß und Klein. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Programmdetails. Auch in der Alfred-Kubin-Galerie sind Ausstellungen zu sehen.

Ein weiterer kultureller Schwerpunkt ist die Mariensäule. Das steinerne Denkmal wurde mit dem Schiff nach Wernstein gebracht und gegenüber der Neuburg aufgestellt. Es ist 17 Meter hoch und besteht aus Sandstein und Granit. J. Pock schuf die Säule 1646 nach dem Vorbild der Mariensäule in München. Ihr Aufbau bietet mehrere konkrete Details: Den hohen Sockel umgeben vier Pfeiler mit Kinderengeln, die Helm, Schild und Schwert tragen. Auch der heilige Nepomuk wird verehrt: als Schutzpatron der Brücken und als Schutzheiliger gegen Hochwasser und Ertrinken.

Die Pfarrkirche zum Hl. Georg ist ein einschiffiger spätgotischer Bau vom Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts. An ihrer Westseite steht ein sechsgeschossiger barocker Turm, der 1730 erbaut wurde. Zu den gotischen Kunstdenkmälern im Inneren zählt ein achteckiger Taufstein aus rotem Marmor. Spätgotischer Kirchenbau, barocker Turm und die 1646 geschaffene Mariensäule setzen so unterschiedliche zeitliche und bauliche Akzente. Die Neuburg wurde 1025 vom mächtigen Grafen von Formbach erbaut.

Mariensteg, Wege und Landschaft

Der Mariensteg ist eine 145 Meter lange Hängeseilbrücke über den Inn. Er verbindet Wernstein mit Neuburg am Inn und ist für Fußgänger und Radfahrer bestimmt. Ein einzelner, 30 Meter hoher Pylon auf der Neuburger Seite trägt die Brücke. Die R1.01 Inn-Donau-Runde erreicht den Mariensteg in Wernstein über asphaltierte Radwege, Nebenstraßen, einen Sandweg und schließlich die Innstraße. Auf dem Innviertler Jakobsweg können Wandernde die Rad- und Fußgängerbrücke für einen kurzen Besuch in Wernstein überqueren. Die Angaben setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bei der R1.01 sind Ziel und Wegoberflächen genannt, beim Jakobsweg die Querung für einen kurzen Besuch.

Das Gemeindegebiet liegt am Südrand der Böhmischen Masse; zur lokalen Geologie gehören Migmatite vom Typus Wernstein. In der Vornbacher Enge bildet der Inn ein Durchbruchstal und verengt sich auf etwa 60 Meter. Geologischer Untergrund und Flusslandschaft sind damit zwei verschiedene Aspekte des Naturraums. Für Bewegung in der Natur bietet der Motorikpark Stationen und Übungselemente. Eine weitere Möglichkeit ist die Route „Zur Fronholzwarte“: Sie führt zu einer Aussichtswarte auf dem höchsten Punkt der Kuppe.

Anreise mit der Bahn

Über die ÖBB-Haltestelle im Ort ist eine direkte Anreise mit der Bahn nach Wernstein möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrpläne. So lässt sich die Anreise planen, ohne eine bestimmte Abfahrtszeit vorauszusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gumping, Kopfing Im Innkreis, Diersbach, Engelhartszell, Suben, Raab, Münzkirchen, Rainbach Im Innkreis.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schärding.

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