Bad Leonfelden verbindet unterschiedliche Entdeckungen: An der Europäischen Wasserscheide lässt sich der Lauf zweier Flüsse nachvollziehen, während Stadtspaziergang und Salzstraße verschiedene Perspektiven auf die Geschichte eröffnen. Am Sternstein ergänzen Aussichtspunkte, Wanderwege und archäologische Spuren die Auswahl.
Wasserscheide und Flussläufe
Die Europäische Wasserscheide ist eine runde Granitplatte, die früher als Brunnstein verwendet wurde. An ihr zeigt sich die geologische Teilung anhand zweier Wasserläufe: Die Rodl fließt in die Donau und weiter ins Schwarze Meer; der Granitzbach entwässert in die Moldau, die Elbe und schließlich in die Nordsee. Damit stehen an der Wasserscheide zwei unterschiedliche Abflussrichtungen gegenüber.
Wege zwischen Stadtgeschichte und Grenze
Die Salzstraße ist ein Wanderweg von Bad Leonfelden über die Europäische Wasserscheide und den Grenzübergang Rading bis nach Hohenfurth. Die Schwedenschanze ist ein Relikt aus dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert und liegt an der Grenze zu Tschechien. Sie wird über den alten Handelsweg Salzstraße von Bad Leonfelden nach Hohenfurth erreicht.
Eine andere Perspektive bietet der Stadtspaziergang: Der Rundweg mit 20 Stationen vermittelt die Eigenart und Geschichte der Kurstadt Bad Leonfelden. Er beginnt an der Bushaltestelle Stadtplatz Bad Leonfelden beim Hole CityStore und endet am Stadtplatz Bad Leonfelden. Während die Salzstraße über den Grenzübergang Rading bis nach Hohenfurth führt, liegt der Schwerpunkt des Stadtspaziergangs auf der Kurstadt.
Sternstein: Aussicht, Wandern und Wintersport
Die Sternsteinwarte steht auf dem 1.125 m hohen Sternstein und wurde am 20. Oktober 1899 eröffnet. Wer die Warte bis zur Spitze besteigt, erhält einen Rundblick über das Mühlviertel. Am Sternstein-Rundweg liegt außerdem das 1.000-m-Platzl, ein Aussichtspunkt. Sie können damit zwischen dem Aufstieg zur Warte mit Rundblick und einem Aussichtspunkt am Rundweg unterscheiden.
Am Sternstein gibt es für Skitourengeher und Pistengeher eine eigene Aufstiegsspur. Winterbetrieb und Routenbedingungen variieren saisonal; prüfen Sie beides vor der Anreise.
Moorwald und archäologische Spuren
Der Erlebnisweg Moorwald in Bad Leonfelden vermittelt spielerische Einblicke in die Lebensräume von Wald und Moor sowie in das Ökosystem Moorwald. Der thematische Schwerpunkt liegt damit auf Lebensräumen und ihrem Zusammenhang. Am Sternstein in Bad Leonfelden wurden zudem bauliche Reste und Produktionsabfälle mittelalterlicher und neuzeitlicher Glashütten ausgegraben. Die archäologische Ausgrabung Glasöfen ist über den Wanderweg Via-Leone erreichbar und liegt in der Nähe der Sternstein-Runde.
Historische Zeichen und Handwerk
Die Eiserne Hand ist eine 2 m hohe und 25 cm breite Steinsäule. Während der Markttage wies sie auf das königlich verbriefte Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten, das „Stapelrecht“, hin und machte zugleich auf die damals geltende „verschärfte“ Gerichtsbarkeit aufmerksam. Die Deutung, dass die Säule vermutlich eine Weggabelung an der alten Salzstraße bezeichnet, bleibt eine mögliche Interpretation.
Das OÖ. Schulmuseum ist in einem ehemaligen Schulgebäude untergebracht, das 1577 als „DOMUS DISCIPLINAE“ erbaut und bis 1850 als Schule genutzt wurde. Zum Besucherprogramm gehört eine „Historische Schulstunde“, bei der ein original gekleideter „Schulmeister“ auftritt. Handblaudruck Wagner zählt zu den zwei letzten Handblaudruckereien in Österreich. Dort wird eine große Sammlung von Mustermodellen gezeigt; Besucher werden nach telefonischer Voranmeldung in der Werkstatt empfangen.
Führungen im Lebzeltarium finden nur nach vorheriger Anmeldung und ab einer Teilnehmerzahl von fünf Personen statt. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie Anmeldung und Termin vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: Schenkenfelden, Gallneukirchen, Ottensheim, Sonnberg Im Mühlkreis, Haibach Im Mühlkreis, Goldwörth, Mursberg, Feldkirchen An Der Donau.
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