Ein Bodenlehrpfad am Landschaftsteich, ein Aussichtspunkt am Roadlberg und original erhaltene Bauernhöfe in Steinbloß-Bauweise zeigen unterschiedliche Seiten von Ottenschlag Im Mühlkreis. Landschaft, Bildungsangebot und Baukultur geben Ihnen konkrete Anknüpfungspunkte, wenn Sie ein Reiseziel für Natur und Geschichte auswählen. Dazu kommen verschiedene Formen des Unterwegsseins: vom Bodenlehrpfad über einen Wanderweg bis zur als leicht eingestuften S13 Ottenschlag Runde. Welche Schwerpunkte Sie setzen, lässt sich an diesen örtlichen Themen festmachen.
Boden und Landschaft verstehen
Am Landschaftsteich Mooswiesn befindet sich der erste oberösterreichische Bodenlehrpfad. Der Bodenlehrpfad Ottenschlag verläuft mit insgesamt zehn Schautafeln rund um den Landschaftsteich Mooswiesen. Er informiert über die Böden der Region, ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung der Landschaft und auf die Menschen. Damit stehen nicht nur Böden selbst im Mittelpunkt, sondern auch ihre Rolle für die Landschaftsentwicklung und das menschliche Leben.
Der Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Landschaftsteich Mooswiesen; dort befinden sich ein Getränkeautomat und ein WC. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Zustand der Anlage und dieser Einrichtungen.
Wege, Schutzgebiet und Aussicht
Für die Wegwahl stehen unterschiedliche Streckenprofile zur Verfügung. Die S13 Ottenschlag Runde beginnt und endet in Ottenschlag im Mühlkreis, ist 23,9 Kilometer lang und als leicht eingestuft. Ein 1,6 Kilometer langer Wanderweg beginnt bei der Jausenstation Roadlhof und führt durch schützenswerte Mischwälder und blühende Trockenwiesen. So können Sie eine längere Runde und eine kürzere Wanderstrecke anhand ihrer Länge und Wegform vergleichen.
Der 778 Meter hohe Roadlberg bietet mit dem Aussichtsturm Sterngartlblick einen Aussichtspunkt in den Gemeinden Ottenschlag und Alberndorf. Die Trails am Roadlberg sind an das MTB-Routennetz der Region „Sterngartl-Gusental“ angeschlossen. Damit stehen am Roadlberg Hinweise auf unterschiedliche Formen, die Landschaft zu erkunden: ein benannter Aussichtspunkt und eine Verbindung zum regionalen Mountainbike-Netz. Das Landschaftsschutzgebiet Roadlberg liegt in den Gemeinden Alberndorf und Ottenschlag.
Für einen weiteren Natur-Schwerpunkt steht die Stadlerwiese. Das Naturschutzgebiet umfasst rund 3,4 Hektar und weist vielfältige, wertvolle und selten gewordene Ökosysteme auf. Auf der Stadlerwiese wurden 102 verschiedene Pflanzenarten gezählt. Die Fläche und die Artenzahl geben zwei verschiedene Einblicke: in den Umfang des Schutzgebiets und in die botanische Vielfalt des Ortes.
Baukultur und Ortsgeschichte
Die original erhaltenen Mühlviertler Bauernhöfe in Ottenschlag sind in der regionstypischen Steinbloß-Bauweise errichtet. Erhaltungszustand und Bauweise machen die Höfe zu konkreten Zeugnissen der regionalen Baukultur.
Der Heidenstein mit dem Teufelsbründl ist eine etwa 3.000 Jahre alte Kultstätte, die möglicherweise dem romano-keltischen Gott des Lebens geweiht war. Eine andere historische Zeitschicht setzt 1799 ein: Bei einem Brand brannte fast das gesamte Dorf nieder. Danach versprachen die Dorfbewohner, jährlich eine Wallfahrt nach Altenberg zu unternehmen. So stehen eine weit zurückreichende Kultstätte und ein datiertes Ereignis der Ortsgeschichte als unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte nebeneinander.
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