Oberhofen am Irrsee liegt am Nordufer des Irrsees in der Hügellandschaft des Salzkammergutes. Der windgeschützte See weist im Sommer hohe Wassertemperaturen auf. Zugleich bilden die Moorbereiche an seinen Ufern ein eigenes Naturthema. Das Naturschutzgebiet „Irrsee-Moore“ fasst Moore am Nord-, Ost- und Südufer zusammen.
Irrsee und Moore
Das Nordmoor bei Oberhofen am Irrsee ist eines der wichtigsten Brutgebiete für wiesenbrütende Vogelarten in Österreich. Im Nordmoor brütet auch der Große Brachvogel. Neben der Straße am Irrsee-Nordmoor steht eine Vogelbeobachtungshütte, von der aus Besucher das Nordmoor überblicken können. Für Reisende mit Interesse an Vogelwelt und Moorlandschaft sind Aussichtspunkt und Lebensraum zwei unterschiedliche Blickwinkel: Die Hütte bietet einen Überblick, während die Bedeutung des Nordmoors als Brutgebiet einen weiteren Aspekt des Schutzgebietes zeigt.
Am Ostufer des unter Naturschutz stehenden Irrsees liegt das Strandbad Laiter. Die 6.000 m² große Anlage bietet einen Steg, einen Sandstrand, einen Spielplatz, eine Sandkiste und einen Beachvolleyballplatz. Der See selbst ist windgeschützt und weist im Sommer hohe Wassertemperaturen auf – eine saisonale Besonderheit, die zur Einordnung des Irrsees gehört.
Wege durch die Gemeinde
Der Libellenweg beginnt und endet an der Pfarrkirche im Ortszentrum von Oberhofen am Irrsee. Von dort führt er nach Süden, vorbei an einem kleinen Wäldchen und durch Wiesen, in Richtung des Nordmoors.
Der Pilgerweg VIA NOVA führt ebenfalls durch die Gemeinde.
Kultur und Geschichte
Der.kulturraum in Oberhofen am Irrsee ist ein gemeinnütziger Ort für Konzerte, Gespräche, Ausstellungen, Workshops und kulturelle Projekte. Sein historisches Gewölbe ergänzt diese Nutzung um ein architektonisches Merkmal. Für Reisende, die neben Landschaft auch Kultur in ihre Interessen einbeziehen möchten, bietet der Raum einen eigenen Schwerpunkt mit verschiedenen Veranstaltungsformen.
Die Pfarrkirche Oberhofen ist ein gotischer Kirchenbau aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Mit Ausnahme des Turms ist sie im Wesentlichen unverändert geblieben. Ihre drei Altäre und die Kanzel zählen zu den bedeutendsten Werken des spätbarocken Klosterbildhauers Meinrad Guggenbichler. In der Kirche treffen damit gotische Baugeschichte und spätbarocke Bildhauerei aufeinander – ein konkreter kunsthistorischer Bezug für alle, die sich für Architektur und Kunst interessieren.
Auch die Burg Wildeneck und der Keltenhügel stehen für unterschiedliche historische Themen. Die Burg wurde 1140 an der Ostseite des Hügels Koloman’s Hill als Regierungssitz für die Region um Mondsee und Irrsee errichtet. Die Ruine ist über den Erlebnisweg Wildenegg erreichbar. Nördlich des Irrsees liegt in der Gemeinde Oberhofen der Keltenhügel, der nach alter Überlieferung als Grabstätte eines keltischen Fürsten gedeutet wird.
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