In Gunskirchen begegnen Ihnen unterschiedliche Spuren der Ortsgeschichte: eine spätgotische Pfarrkirche, die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Fallsbach und die barocke Filialkirche St. Peter in Liedering. Auch die Landschaft gibt einen besonderen Rahmen: Der geografische Mittelpunkt Oberösterreichs liegt in der Gemeinde Gunskirchen im Bezirk Wels-Land. Er bildet zugleich den Flächenschwerpunkt des Bundeslandes.
Landschaft und Kirchen im Vergleich
Zur Landschaft gehören eiszeitliche Schotterterrassen; rund um Fallsbach liegen jüngere Deckschotter. Die beiden Angaben unterscheiden nicht nur die Lage, sondern auch das Alter der geologischen Formen. Für den Blick auf Gunskirchen ergibt sich so ein konkreter Landschaftsbezug neben den historischen Bauwerken.
Die Pfarrkirche Gunskirchen ist dem heiligen Martin geweiht und spätgotisch. Im Mondseer Traditionsbuch wurde sie erstmals für das Jahr 819 oder 820 erwähnt. Sie steht auf dem Sporn einer Hochterrasse. Damit treffen an der Kirche zwei Aspekte zusammen: ihre lange überlieferte Geschichte und ihre Lage in der Landschaft.
Nördlich von Gunskirchen steht Maria Fallsbach auf einer Geländestufe der Anhöhen. Das Gelände fällt nach Süden und Osten ab; die Kirche ist weithin sichtbar. Sie ist ein einschiffiger spätgotischer Langbau mit westlichem Eingangsturm. Maria Fallsbach wird erstmals für die Jahre 1121 bis 1138 als „Manegolt de Volespach“ urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche wurde dagegen 1516 bis 1517 erbaut. So lassen sich die frühe Überlieferung des Ortes und die Bauzeit des heutigen Gotteshauses zeitlich auseinanderhalten.
Südlich der Kirche steht der Wallfahrerbrunnen. Seine prachtvolle Schmiedeeisenarbeit zeigt Additionsmuster aus Rundeisen und Stäben mit Blüten. Der barocke, achtseitig geschwungene Brunnenhelm stammt aus der Zeit um 1700. Der Brunnen ergänzt den Kirchenbau um ein eigenständiges kunsthandwerkliches Detail.
Eine weitere Bau- und Überlieferungsgeschichte bietet St. Peter in Liedering. Die barocke Filialkirche gehört zur Pfarre Gunskirchen. Unter der Kirche liegt die Wiesenquelle. Der Überlieferung nach wurden ihr, insbesondere bei Augenleiden, heilende Kräfte zugeschrieben; das ist eine historische lokale Vorstellung, keine medizinische Aussage.
Wege, Winter und regionale Produkte
Zahlreiche Wander- und Radwege führen in die Gegenden rund um Gunskirchen sowie zu gepflegten Jausenstationen und Gastronomiebetrieben. Bewegung und eine Einkehr lassen sich damit als Themen einer Tour verbinden. Als eigener Routenbezug ist Gunskirchen außerdem der Zielort des Großen Wanderwegs. Für die konkrete Planung empfiehlt es sich, den aktuellen Wegverlauf zu prüfen.
Wenn Sie saisonale Aktivitäten einbeziehen möchten, gibt es im Winter in Gunskirchen Möglichkeiten zum Eisstockschießen und Eislaufen. Neben den Winteraktivitäten bieten Wander- und Radwege eine Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden.
Auch regionale Produkte gehören zu den lokalen Entdeckungen. Im Verkaufsraum des Stockingerguts reicht das Angebot vom oberösterreichischen Klassiker „Mischlingsmost“ bis zum Frizzante. Das Sortiment kann sich ändern. Damit stehen neben Kirchen und Wegen auch Erzeugnisse aus der Region als eigener Anknüpfungspunkt für Ihren Aufenthalt.
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