Die Longa zeigt, wie eng die Naturthemen in Weißpriach mit konkreten Orten verbunden sind: Wegen ihrer einzigartigen Mäander wurde das Longa-Gebiet als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen. Im Frühjahr wandern Tausende Frösche und Molche vom Fanningberg zur Longa, um dort zu laichen. Das Weißpriachtal ist ein Seitental im UNESCO-Biosphärenpark Salzburger Lungau.
Natur zwischen Longa und Bergwelt
Zum Naturerlebnis am Bach kommt eine Landschaft in größerer Höhe hinzu. Wer von der Longa und dem Weißpriachtal aus weiter in die Berge geht, erreicht den Wirpitschsee. Der malerische Gebirgssee liegt auf 1.750 Metern über dem Meeresspiegel. Damit stehen die Mäander des Bachs und der See für unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft: hier das Longa-Gebiet, dort ein Ziel weiter oben in den Bergen.
Auch die Schneefichte auf der Schlickenalm im Weißpriachtal setzt einen eigenen Akzent. Sie wird auch Spitzfichte genannt und wurde als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Longa-Gebiet ist als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen, die Schneefichte als Naturdenkmal.
Aktivitäten zu unterschiedlichen Jahreszeiten
Im Winter bietet das Weißpriachtal geräumte Winterwanderwege, Langlaufloipen und Schneeschuhpfade. Im Sommer ist die Longa ein beliebtes Ziel für Fliegenfischer. Zahlreiche bewirtschaftete Almhütten im Tal laden mit regionalen Köstlichkeiten zum Verweilen ein. So verbinden sich Bewegung in der Landschaft und Pausen mit regionaler Küche, während die genannten Aktivitäten jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Eine Radroute führt vom Ortszentrum Weißpriachs über den Ortsteil Schwaig und entlang des Gebirgsbachs Longa bis nach Hinterweißpriach. Dort liegt ein Rastplatz mit Bänken. Wer sich für eine andere Form der Bewegung am Wasser interessiert, findet in der Freizeitanlage von Weißpriach direkt am Wasser einen Yogaplatz. Am Gebirgsbach Longa gibt es außerdem eine Kneippmöglichkeit: Ein Handlauf führt vom Ufer zu einer kleinen Insel; auch ein Rastplatz gehört dazu. Die beschriebenen Angebote unterscheiden sich damit deutlich: eine Radroute mit benannten Ausgangs- und Zielorten, ein Yogaplatz am Wasser und eine Kneippmöglichkeit am Bach.
Als weitere winterbezogene Option liegt das Familienskigebiet Fanningberg in der Gemeinde Weißpriach. Die Amphibienwanderung im Frühjahr und die Winterangebote markieren somit zwei unterschiedliche saisonale Schwerpunkte.
Kirchen, Kulturerbe und frühere Arbeit
Die Kirche St. Rupert in Weißpriach ist eine ehemalige Burgkapelle. Sie ist über 1.000 Jahre alt und zählt zu den ältesten Kirchen im Bundesland Salzburg. Neben der Kirche umfasst das alte Mesnerhaus einen Troadkasten, der bereits im Jahr 1300 urkundlich erwähnt wurde. Die beiden Orte verbinden die religiöse Geschichte mit einem frühen schriftlichen Zeugnis aus der Ortsgeschichte.
Weitere Kulturdenkmäler erzählen von unterschiedlichen Seiten der Vergangenheit. Die Brechelhütte im Sonndörfl ist ein gut erhaltenes Kulturdenkmal, das mit der früheren Leinenherstellung verbunden ist. Die Kapelle Seekreuz steht in Hinterweißpriach und war ein Wegheiligtum an der alten Tauernstraße, also ein Tauernkreuz. An der Zinkwand gehören zu den Bergbauresten ein steingemauerter Gang von der Einstiegsstelle bis zur Abwurfstelle für die Erzsäcke sowie die Ruinen einer Brunnenstube und ehemaliger Knappenunterkünfte. Religiöse Orte, Leinenherstellung und Bergbau bilden so unterschiedliche Themen für den Blick auf Weißpriachs Geschichte.
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