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Der sogenannte „Schwartzturm“ bildet den Gebäudekern der Pfeilburg. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den wenigen erhaltenen mittelalterlichen Wohntürmen der Steiermark. Im Museum Pfeilburg wird auf drei Etagen und rund 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche Stadt- und Zeitgeschichte präsentiert. So treffen an einem Ort ein mittelalterlicher Gebäudekern und ein weiter gefasster Blick auf Stadt und Zeit zusammen – ein anschaulicher Einstieg, wenn Sie Fürstenfelds Geschichte über konkrete Orte kennenlernen möchten.

Spuren der Festungsstadt

Der Festungsweg Fürstenfeld macht die restaurierten Befestigungsanlagen an 13 Stationen erlebbar. Er führt zu historischen Resten der Anlagen und vermittelt Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Festungsstadt. Zu den Eindrücken entlang des Weges gehören mittelalterliche Festungsbauten und geheimnisvolle Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Schloss am Stein erweitert den zeitlichen Bogen: Es wurde um 1170 von Markgraf Ottokar IV. an einer strategisch günstigen Stelle am rechten Ufer der Feistritz als landesfürstliche Burg erbaut. Mit der Errichtung der Ungarbastei als Teil der Fürstenfelder Befestigung wurde 1562 begonnen.

Auch der Hauptplatz gibt eine konkrete räumliche Orientierung: Er misst ungefähr 100 mal 100 Meter. Damit lässt sich die Größenordnung eines zentralen Platzes neben den historischen Spuren der Befestigung in den Blick nehmen.

Kunst, Stadtleben und Thermalwasser

In der Galerie im Alten Rathaus präsentieren Künstler aus der Region sowie aus dem In- und Ausland regelmäßig ihre Arbeiten. Dafür stehen im Erdgeschoss gewölbeartige Räume zur Verfügung. Der historische Raum und die regelmäßig gezeigten Ausstellungen setzen einen anderen Akzent als die Baugeschichte der Pfeilburg und der Befestigungsanlagen.

Der Thermenlandbrunnen steht als Wahrzeichen für die Nutzung von Thermalwasser aus 1.950 Metern Tiefe zur Beheizung öffentlicher Gebäude und zahlreicher Haushalte. So verweist er auf einen Aspekt des örtlichen Lebens, der über die sichtbaren historischen Bauwerke hinausgeht. Auch die Küche im Braugasthaus „Fürstenbräu“ verbindet Tradition und Moderne.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Fürstenfelder Stadtrundgang beginnt in der Hauptstraße 2a vor der Gästeinformation. Er ist mit der Bahn und dem Linienbus erreichbar; beide Haltestellen liegen höchstens 15 Gehminuten vom Startpunkt entfernt. Einen anderen Verlauf bietet der Sagenpfad: Er verbindet die Pfeilburg über den Buchwald mit der Pfarrkirche Altenmarkt und wurde 2005 als Themenpfad angelegt.

Der Augustiner-Rundweg führt durch Wiesen, Felder und ruhige Waldabschnitte. Damit stehen unterschiedliche Eindrücke nebeneinander: der Start an einem konkreten Punkt in der Stadt, die Verbindung benannter Orte über den Buchwald und eine Route durch offene Landschaft und Wald. Auch stadtnah gelegene Abschnitte der Radrouten werden als Wanderstrecken genutzt.

Spiel, Bewegung und Wasser

Mitten in Fürstenfeld bietet der Ertlberg eine große Rutsche, eine Flying-Fox-Anlage, eine Schaukel und eine große Grünfläche für Kinder. Im Wallgraben vor dem Grazertor gibt es einen Spielplatz sowie ein Tiergehege mit Alpakas und Ziegen. Die Orte setzen verschiedene Schwerpunkte: Hier stehen Spiel- und Bewegungsangebote im Vordergrund, dort kommen Tiere hinzu.

Das Freibad Fürstenfeld verfügt über 23.000 Quadratmeter Wasserfläche und 100.000 Quadratmeter Grünfläche. Für Kinder gibt es außerdem eine Stadtrallye mit 13 Stationen in der Innenstadt und kniffligen Fragen zur Geschichte Fürstenfelds. Sie lässt sich individuell und ganzjährig zu Fuß absolvieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Gemeinde Großsteinbach, Radkersburg, Leibnitz, Knittelfeld, Voitsberg, Graz-Umgebung, Mürzzuschlag, Murau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steiermark.

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