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Großlobming bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise: Kräuterwissen im Kräutermensch, Bau- und Kunstgeschichte rund um Schloss und Pfarrkirche sowie Wege durch den Ort und die umliegende Landschaft. Überlegen Sie bei der Planung, ob Sie Ihren Schwerpunkt auf Führungen und praktische Angebote, historische Details oder Bewegung im Freien legen möchten. Die beschriebenen Möglichkeiten lassen sich nach eigenen Interessen auswählen.

Kräuterwissen im Kräutermensch

Der Kräutermensch bietet Führungen, praxisnahe Workshops und Vorträge an, die von erfahrenen Kräuterpädagogen geleitet werden. Die Formate setzen unterschiedliche Akzente: Sie reichen von der Führung über die praktische Beschäftigung bis zur Vermittlung im Vortrag. Die Anlage umfasst 11 Beete, die mit 230 verschiedenen Kräutern bepflanzt sind. Wer sich für Pflanzen interessiert, kann so zwischen einem geführten, praktisch ausgerichteten oder stärker auf Wissensvermittlung angelegten Angebot wählen.

Schlossgeschichte und Baukunst

Die Geschichte des Schlosses lässt sich nicht auf ein einziges Baujahr verkürzen. Das heutige Schloss Großlobming ist eine Erweiterung eines Wehrbaus, der Überlieferungen zufolge bereits im Jahr 1050 bestanden haben soll. Das untere Schloss war zur Reformationszeit ein Zentrum des Protestantismus. Ab 1777 errichtete der Wiener Baumeister Ignaz Plaschg einen weitgehenden Neubau des Schlosses. Wehrbau, religiöse Bedeutung und späterer Neubau markieren damit unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte.

Eine andere zeitliche Einordnung bietet die Pfarrkirche: Sie ist ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert. Das Gewölbe des Hauptschiffs sowie der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre stammen aus der Barockzeit. Damit stehen an der Kirche spätgotische Bauform und barocke Ausstattung nebeneinander. Auch die Sandsteinstatuen des Meisters von Großlobming gehören zum kunsthistorischen Bild: Sie gelten als Hauptwerke des Weichen Stils in Österreich.

Wege zwischen Ortsbild, Feldern und Aussicht

Die Wege unterscheiden sich durch ihre beschriebenen Landschaften und Ziele. Der Feldrundweg Großlobming führt durch das Ortszentrum und weiter über die weiten Acker- und Wiesenflächen der Gemeinde Lobmingtal. Der Lobmingtaler Höhenweg verbindet Großlobming und Kleinlobming. Wer eine Radtour in den Blick nimmt, findet mit dem Rad- und Erlebnisweg Lobmingtal eine landschaftlich schöne Strecke durch Großlobming, die am Lobmingbach entlang über Kleinlobming führt.

Für einen Ausblick auf das Judenburg-Knittelfelder Becken ist das Murtalblick-Bankerl auf der Panoramarunde Großlobming ein konkreter Orientierungspunkt. Eine andere Aussicht bietet die Rastmöglichkeit beim Lärchen-Bildstock am Waldrundweg über Reitinger: Von dort geht der Blick auf Großlobming und die im Norden aufragenden Seckauer Alpen. So stehen Ausblicke auf das Becken und auf Ort und Gebirge als unterschiedliche Landschaftseindrücke nebeneinander.

Anreise und Wahl der Unterkunft

Der nächstgelegene Bahnhof zu Großlobming ist Knittelfeld. Von Knittelfeld aus fährt die Buslinie 847 nach Großlobming oder Kleinlobming. Prüfen Sie vor der Anreise den aktuellen Fahrplan. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie zunächst überlegen, welche der beschriebenen Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen und welche Anreise Sie planen. So lässt sich die Suche an den eigenen Interessen ausrichten, ohne aus den Wegen und Sehenswürdigkeiten eine feste Route machen zu müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bischoffeld, Sankt Marein Bei Knittelfeld, Schönberg, Sankt Lorenzen Bei Knittelfeld, Spielberg, Knittelfeld, Kobenz, Kleinlobming.

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