Großklein liegt im Herzen des Naturparks Südsteiermark. Besonders deutlich prägt die Hallstattzeit den Ort: Am Burgstallkogel finden sich archäologische Spuren, ein rekonstruiertes Gehöft und ein Museum mit regionalem Schwerpunkt. Wege zu Fuß und per Rad ergänzen diese Einblicke um unterschiedliche Perspektiven auf die Gegend. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Interesse ausrichten – von der Archäologie über historische Bauwerke bis zu einer Verkostung in der Ölmühle.
Hallstattzeit am Burgstallkogel
Der Burgstallkogel bei Großklein zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundstellen Europas für die ausgehende Spätbronzezeit und die ältere Eisenzeit. Seine zeitliche Einordnung reicht vom 9. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr.; außerdem sind am Berg zeitgleiche Siedlungsspuren archäologisch nachgewiesen. In der Sulmtalnekropole werden vier Grabhügel als Fürstengräber bezeichnet. Ihre stattliche Größe, die exponierte Lage und das reiche Grabinventar unterscheiden sie von anderen Hügeln.
Das hamuG Hallstattzeitliche Museum Großklein widmet sich vor allem Besiedelung, Wirtschaft und Kultur der Region rund um den Burgstallkogel, etwa von 800 bis 450 v. Chr. Ein anderer Zugang zur älteren Eisenzeit ist das Hallstattzeitliche Gehöft am Burgstallkogel. Es wurde nach Erkenntnissen der Experimentalarchäologie errichtet und vermittelt einen Einblick in das damalige Leben. Zum Ensemble gehören ein eingerichtetes Wohnhaus mit Schindeldach, eine Webhütte mit Webstuhl, ein Pfostenspeicherbau als Kornkammer und eine Brotbackhütte.
Wege zu Fuß und per Rad
Der 8 km lange Fürstengräberweg ist ein archäologischer Weg, der an den Fürstengräbern vorbeiführt. Durch hallstattzeitliche Hügelgräberfelder steigt er zum Burgstallkogel hinauf; anschließend führt er an Resten eines alten Eisenbergbaus und an frühen mittelalterlichen Burgen vorbei. Die Abfolge verbindet verschiedene Spuren der regionalen Geschichte auf einer Route.
Der Großkleiner Harmonieweg Nr. 14 beginnt am Hallstattzeitlichen Museum Großklein und führt über Heimschuh, den Hammerkogel und das Fahrenbachtal bis zur Kreuzbergwarte. Für diese Route können sich die Wegbedingungen ändern; prüfen Sie deshalb die aktuelle Situation vor dem Aufbruch.
Auch mehrere Radwege führen durch Großklein. Der R1 Sulmtalradweg verläuft von Leibnitz über Großklein und Gleinstätten nach Eibiswald und Deutschlandsberg. Der R20 Saggautalradweg beginnt an der Abzweigung des R1 bei Fresing, führt über Großklein, Sankt Johann im Saggautal und Oberhaag und erreicht bei Pitschgau die Abzweigung zum R3 „Weiße Sulm Radweg“. Die Ortsfolgen zeigen die jeweiligen Verbindungen, ohne dass die beiden Routen dieselbe Streckenbeschreibung haben.
Die Weinstraßentour führt ebenfalls nach Großklein. Dort verläuft sie entlang der Saggau und der Sulm in Richtung Leibnitz. Damit kommen zu den archäologischen Wegen Radverbindungen hinzu, deren beschriebene Verläufe unterschiedliche Orte und Flüsse einbeziehen.
Kirche, Schloss und regionale Genüsse
Die dem heiligen Georg geweihte Pfarrkirche in Großklein erhielt ihre heutige Form in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Bauelemente der älteren Kirche von 1447 sind erhalten, darunter der Nordturm. Schloss Ottersbach bei Mantrach, nahe der Sulm, ist ein spätbarocker Bau. Es steht für mehr als 400 Jahre steirische Geschichte und herrschaftliche Familientradition und ergänzt die archäologischen Themen um eine andere historische Perspektive.
Eine kulinarische Station ist die Ölmühle Kremsner: Zum Besuchserlebnis gehören Verkostungen von Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl und verschiedenen Knabberkernen. Anschließend können Sie das Ölpressen direkt miterleben. So steht hier nicht allein das fertige Produkt im Mittelpunkt, sondern auch seine Herstellung.
Weitere Reiseziele entdecken: Kitzeck Im Sausal, Eichberg-Trautenburg, Gamlitz, Glanz An Der Weinstraße, Spielfeld, Oberhaag, Heimschuh, Berghausen.
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