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Radmer an der Stube liegt etwa sieben Kilometer abseits der Eisenbundesstraße B115 zwischen Eisenerz und Hieflau. Das Radmertal liegt zwischen den Eisenerzer Alpen und den Gesäusebergen und umfasst Berge, Almen, Wälder und Bäche. Für Ihre Reiseplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund: die lange Bergbau- und Baugeschichte sowie Wege in die Berglandschaft. Wenn Sie eine Übernachtungsbasis suchen, hilft die Frage, ob Sie Kulturstationen oder eine Berg- beziehungsweise Radtour in den Mittelpunkt stellen möchten.

Kupfergeschichte und Kultur in Radmer

Beim Kupferschaubergwerk Radmer reicht die Geschichte des Kupferabbaus im Radmertal rund 3.000 Jahre zurück. Ab 1996 revitalisierten Freiwillige den sogenannten Paradeisstollen gemeinsam mit den zugehörigen Strecken, Schächten und Abbauen und machten die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich. Für den unterirdischen Besuch beginnt der Rundgang mit Österreichs kleinster Stollenbahn; die Museumsvereinigung bezeichnet sie als weltweit einzigartig. Prüfen Sie vor Ihrer Anreise die aktuellen Betriebsmodalitäten.

Die barocke Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua in Radmer an der Stube wurde 1602 von Kaiser Ferdinand II. erbaut. Im Innenraum schmückt Stuck die Decke; hinzu kommen Fresken eines unbekannten Künstlers. Kirchenführungen können Sie telefonisch vereinbaren. Klären Sie die Terminabsprache vor Ihrem Besuch, wenn Sie die Kirche im Rahmen einer Führung kennenlernen möchten.

Auch denkmalgeschützte Bauwerke gehören zum örtlichen Kulturerbe. Das ehemalige Herrschaftshaus, das sogenannte Großhaus, an Radmer an der Stube 19 steht per Bescheid unter Denkmalschutz. Geschützt ist ebenso der Kreuzweg mit Kapellen und Kriegerdenkmal an Radmer an der Stube 9. Die beiden Orte bieten konkrete Anknüpfungspunkte für einen Kulturspaziergang, während Bergbaugeschichte und Kirche jeweils eigene Themen für die Reiseplanung setzen.

Wege und Bergtouren

Die Habsburgmeile ist ein familienfreundlicher Rundweg durch Radmer, der Geschichte, Kultur und Natur verbindet. Mehrere Stationen greifen die enge Verbindung des Hochtals mit dem Haus Habsburg auf. Damit steht ein thematischer Weg neben den Bergtouren: Er führt durch Radmer und verbindet verschiedene Aspekte des Ortes, statt nur ein einzelnes Bauwerk in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Böse Mauer in der Radmer ist ein Aussichtsgipfel der Eisenerzer Alpen mit weiten Blicken auf die umliegende Bergwelt der Hochschwab- und Gesäuseregion. Der Lugauer bietet eine andere Art von Tour: Seine Überschreitung führt von Radmer an der Stube über die Nordostflanke zum Ostgipfel. Auf dem Verbindungsgrat liegen teilweise seilgesicherte, ausgesetzte Kletterpassagen. So unterscheiden sich die Ziele durch ihre beschriebenen Merkmale: Bei der Böse Mauer steht der Ausblick im Vordergrund, beim Lugauer der Gipfelübergang mit seinen Kletterstellen. Prüfen Sie vor einer Bergtour die aktuellen Bedingungen.

Auch für Mountainbikes ist eine konkrete Streckenführung beschrieben. Die Route führt durch die Ortschaft Radmer und zweigt anschließend in Richtung Finstergraben und Radmerhals ab. Zum Radmerhals führt ein anspruchsvoller Anstieg mit rund 800 Höhenmetern. Nach der Abzweigung in Richtung Radmerhals folgt die Strecke etwa acht Kilometer einer Forststraße mit steilen, anspruchsvollen Anstiegen bis zu einem Scheitelpunkt auf rund 1.300 Metern. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen. Für die Auswahl Ihrer Übernachtungsbasis können Sie so abwägen, ob Sie Kultur und Ortsgeschichte, einen Weg durch Radmer oder eine Berg- beziehungsweise Radtour in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

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