Der K13 Murauen Weg startet am Vorplatz des Bahnhofs Halbenrain und führt durch Österreichs zweitgrößtes zusammenhängendes Auenwaldgebiet. Damit erhält die Naturseite des Ortes ein klares Profil. Schloss Halbenrain, die Pfarrkirche hl. Nikolaus und der Kräutergarten setzen andere, kulturgeschichtliche und botanische Akzente. So können Sie bei der Planung verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt in Halbenrain abwägen.
Auf dem K13 durch die Murauen
Das Auenwaldgebiet, durch das der K13 führt, ist seit vielen Jahren Natura-2000-Gebiet und UNESCO-Biosphärenpark. Diese Schutzgebietsbezüge geben der Route ihren landschaftlichen Rahmen. Ihr Ausgangspunkt am Bahnhofsvorplatz ist klar benannt; bei der Tourenplanung lässt sich die Streckenwahl an der angebotenen Distanz ausrichten.
Der Rundweg hat Varianten über 5 und 8,5 Kilometer. Beide sind für Kinderwagen geeignet. Wer eine kürzere Strecke einplanen möchte, kann die 5-Kilometer-Variante wählen; die längere Option umfasst 8,5 Kilometer. Der Unterschied zwischen den beiden Angeboten ist damit die Streckenlänge – nicht eine unterschiedlich ausgewiesene Eignung für Kinderwagen. Die Wahl lässt sich entsprechend danach treffen, welche Distanz in den eigenen Tagesplan passt.
Schloss und Pfarrkirche: Halbenrains Baugeschichte
Schloss Halbenrain war zuvor der Herrensitz der Grafen von Stürgkh. Der heutige Bau stammt größtenteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert und gilt bau- und kunstgeschichtlich als südsteirische Sehenswürdigkeit. Frühere Funktion und Bauzeit erzählen dabei zwei verschiedene Aspekte der Schlossgeschichte: die Verbindung zum Herrensitz der Grafen und die Entstehung des größten Teils der heutigen Bausubstanz.
Auch die Pfarrkirche hl. Nikolaus bietet mehrere zeitliche Bezugspunkte. Sie wurde 1418 erstmals urkundlich erwähnt; der barocke Neubau wurde 1717 geweiht. Die erste Erwähnung und die Weihe des Neubaus markieren also unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. An ihrer Ostseite wurde eine Loretokapelle mit der Grablege der Grafen Stürgkh angebaut. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier neben der langen Überlieferung auch einen konkreten Einblick in die Gestaltung und Nutzung einzelner Kirchenteile.
Ein botanischer Schwerpunkt
Der Kräutergarten in Halbenrain umfasst mehr als 150 Heil-, Nutz- und Gewürzpflanzen. Sie sind nach ihrer Wirksamkeit in sieben Gruppen angeordnet. Die Gliederung macht die Pflanzenvielfalt zu einem eigenen Thema: Neben der Unterscheidung nach Pflanzentypen ist auch die Einordnung in Gruppen Teil der Gartengestaltung. Die konkrete Zusammenstellung kann sich verändern.
Für die Auswahl der Schwerpunkte ergibt sich so ein klarer Kontrast: Der K13 bietet zwei unterschiedlich lange Rundwegvarianten durch das Auenwaldgebiet, während Schloss, Kirche und Kräutergarten verschiedene Zugänge zu Halbenrains Kultur- und Gartenthemen eröffnen. Die historischen Jahreszahlen der Kirche helfen, ihre beiden genannten Entwicklungsschritte auseinanderzuhalten; bei der Schlossgeschichte ergänzen frühere Funktion und Bauzeit einander, ohne dass sie dasselbe aussagen.
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