Die Ottersbachmühle in Wittmannsdorf ist etwa 400 Jahre alt. Besucher können dort die Geschichte der Mühle kennenlernen und Müllerarbeit ausprobieren. Daneben stehen eine weitere Wassermühle, deren Mahlen fortgesetzt wird, eine Route durch Wiesen und Felder sowie traditionelle Handwerksverfahren. Damit ergeben sich unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Mühlengeschichte, aktuelle Arbeit, Landschaft und Handwerk.
Mühlen zwischen Geschichte und Gegenwart
Sepp’s Berglermühle ist eine 100 Jahre alte Wassermühle, in der Müller Luis weiterhin Mehl mahlt. Vor etwa 100 Jahren errichteten der Museumsbetreiber und einige Nachbarn die Mühle, damit sie ihr eigenes Mehl mahlen konnten. Der ursprüngliche Zweck – Mehl für den eigenen Bedarf zu mahlen – steht neben der fortgesetzten Arbeit von Müller Luis. In der Müllerstube befindet sich ein kleines Bauernmuseum. Dort sind Werkzeuge zu sehen, mit denen frühere Generationen arbeiteten.
Für die Wahl des Mühlenthemas unterscheiden sich die beiden Mühlen deutlich: Die Ottersbachmühle ist mit etwa 400 Jahren älter und bietet das Kennenlernen ihrer Geschichte sowie die Möglichkeit, Müllerarbeit auszuprobieren. Bei Sepp’s Berglermühle stehen die Entstehung für den Eigenbedarf, das weiterhin ausgeübte Mahlen und die Werkzeuge des Bauernmuseums im Vordergrund. So finden Sie bei den Mühlen unterschiedliche historische und praktische Perspektiven.
Der Wein- & Mühlenweg durch die Landschaft
Der Wein- & Mühlenweg führt am Ottersbach entlang durch Wiesen und Felder und erreicht anschließend die Ottersbachmühle in Wittmannsdorf. Für die Planung ist das ein anderer Schwerpunkt als ein einzelner Mühlenbesuch: Der Weg gibt einen Verlauf durch die Landschaft vor und endet bei einem klar benannten Mühlenziel. Wer Landschaft und Mühlengeschichte gemeinsam berücksichtigen möchte, kann sich an dieser Verbindung orientieren.
Traditionelle Verfahren und bäuerliches Leben
Im Museum im alten Rossstall werden drei traditionelle Tätigkeiten gezeigt: Maisschälen, das Binden von Besen aus Birkenruten und das Flechten von Körben aus Weiden oder Stroh. Maisschälen steht damit neben Arbeiten mit Birkenruten, Weiden oder Stroh und macht den Unterschied zwischen landwirtschaftlicher Tätigkeit und Handwerk sichtbar. Wenn Sie gerade diese Vorführungen in Ihre Reiseplanung einbeziehen, prüfen Sie die Termine vorab.
Das Museum im alten Rossstall zeigt darüber hinaus mehr als 1.000 restaurierte Exponate aus dem bäuerlichen und handwerklichen Leben, darunter Geräte für die Ackerbearbeitung und Erntegeräte. Die drei gezeigten Tätigkeiten stehen damit neben einer umfangreichen Sammlung: Während die Vorführungen konkrete traditionelle Verfahren benennen, geben die Exponate einen breiteren Blick auf bäuerliche und handwerkliche Arbeitswelten.
Kapelle und Mühlengeschenke
Die Kapelle Mariä Himmelfahrt in Wittmannsdorf ist eine Messkapelle und setzt damit einen anderen thematischen Akzent als Mühlen und Handwerk. In der Ottersbachmühle bietet EigenArt eine große Vielfalt an Geschenken. So kommen zu den historischen und praktischen Mühlenthemen ein religiöser Bezugspunkt und ein ergänzendes Besucherangebot hinzu.
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